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Leselupe.de > Kurzgeschichten
heiß
Eingestellt am 01. 05. 2002 10:01


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
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keine Liebe

Plötzlich stand ein Fremder vor mir. Ich signalisierte meinem Pferd anzuhalten, denn der Fremde hob seine Hand und gab somit zum Ausdruck, dass er einen Wunsch hatte. Sicher wusste er den Weg nicht. - Ich musste mir den Satz wiederholen lassen, denn heute schien ich etwas begriffstutzig zu sein: „Wo gibt es in diesem Nest denn einen Puff?“ wiederholte der Mann seinen Satz.

Ich schaute einmal links, dann rechts herum, als mir der Sinn seines Satzes bewusst wurde. Nein, es waren keine Kinder in der Nähe, die seine Frage gehört hatten. „Was denn,“ fragte ich, „in diesem Nest suchen sie ein Freudenhaus?“ Als ich seine Augen erblickte sah ich, dass er es nötig hatte. „Da werden Sie hier aber keinen Erfolg haben!“ „Dann lass Dir was einfallen, Junge!“ bettelte er mich an. Er duzte mich und nannte mich Junge, was ihn mir nicht gerade sympathisch machte. Sollte ich ihm jetzt die Adresse der Dorfnutte geben? Ich musste es mir schwer überlegen. Mich als "Junge" zu bezeichnen, ich war sehr empört darüber.
„Los beeil Dich, denk mal etwas schneller!“ versuchte er mich anzuspornen. Es schien wirklich sehr dringend zu sein; ich rückte die Adresse von Gabi heraus. Er wartete kaum die Antwort ab, setzte sich in seinen alten Ford, der am Staßenrand parkte und brauste davon.

Mein Pferd fand den Weg auch allein und somit verbrachte ich den Weg ins Dorf nachdenklich auf dem Pferderücken. Wie durch Zufall trabte meine Stute an Gabis Wohnung vorbei. Gabi schien es gut zu gehen, ich konnte sie bis draußen lachen hören. Auch sie schien es nötig zu haben. Seit ihr Partner sich davon gemacht hatte, nahm sie sich, wen sie kriegen konnte. Inzwischen mit ihren 35 Jahren konnte sie es sich auch nicht mehr leisten, sehr wählerisch zu sein. Mich hatte sie seinerzeit im jugendlichen Alter von 15 Jahren ebenfalls in die Sexkunst eingewiesen. Seither waren 5 Jahre vergangen. Man munkelt, dass sie inzwischen eine Perücke trägt, das wird dem Fremden nicht auffallen.


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