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Leselupe.de > Ungereimtes
highnoon
Eingestellt am 13. 12. 2004 13:41


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Venus
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ich öffne dir mein abendland
den schimmer weitblick stets geborgen inne
scharfsichtig trittst du ein und suchst
die sterne

ich bitte dich
die augen zu verschließen
und deine sinne zu begreifen
helldunkel will in einem

du resignierst
verweist geflissentlich
an tages statt

gewonnen hat nun keiner


© gabriele schmiegelt

__________________
den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Venus,

das gefällt mir gut.

So ist es oft, dass man eines zeigt, und der andere nimmt es nicht wahr, weil er sich schon vorher festgelegt hatte, was er sehen wollte.
Gut, wenn daraus, wie in Deinem Text kein Konflikt entsteht.

"hell und dunkel will in einem"

das kann man fast nicht "übersetzen", das kann man nur empfinden, dass sich die Dinge so verhalten, darum gefällt mir diese Formulierung besonders gut.

Liebe Grüße von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Venus
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Als ich damals den letzten Satz schrieb, liebe Vera-Lena, dachte ich mir: "das ist gut, Gabi, weil verloren nämlich auch nicht!"
So habe ich mich selbst beruhigt. Und so wollte ich es eigentlich verstanden wissen. Dieser Text ist dennoch ein "Kummerkind" geblieben, für mich. Hier wünsche ich mir gerne die Auseinandersetzung, weil ich nicht wirklich sicher bin.

Deine Interpretation hat mir einen Ruck verschafft. Sie gefällt mir sehr. Danke!

Herzliche Grüße,
Gabi



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Zeder
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Abendland

Hallo Venus,

ich hätte eine gestraffte Version anzubieten, die dir aber möglicherweise zu "kalt" erscheinen mag ... mich hat das Abendland (im Gegensatz zum Morgenland) zu diesem Verstehen gebracht:

ich öffne dir mein abendland
den schimmer weitblick stets geborgen inne
scharfsichtig trittst du ein und suchst die
sterne
ich bitte dich
die augen zu verschließen
und mit deinen sinnen zu begreifenfühlen
hell und dunkel will in einem
du kapitulierst
verweist geflissentlich (ABSATZ)
an tages statt
gewonnen hat nun keiner


Viele Grüße von Zeder

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Venus
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Liebe Zeder,
recht herzlichen Dank für dein Einarbeiten in meinen Text.
Ich habe deinen Vorschlag für mich herauskopiert. Ich denke, du wolltest ihn wie folgt meinen:

ich öffne dir mein abendland
scharfsichtig trittst du ein
ich bitte dich
die augen zu verschließen
und mit deinen sinnen zu fühlen
du kapitulierst
verweist geflissentlich

gewonnen hat nun keiner


Nun war ich ja eine gute Weile nicht hier, in der LL. Doch glaube ich, dass du schon weißt, dass ich ein großer Freund der Reduktion bin. Dein Vorschlag - der mir sehr gefält (!) - ist in der Tat so, wie ich bevorzugt schreibe. Ein bisschen Taktarbeit und es könnte wirklich g.s. darunter stehen.
Dein Vorschlag tut nichts anderes als mir Recht geben, liebe Zeder. Und das beruhigt mich sehr. Mir scheint, ich bin tatsächlich auf dem Weg.

Es ist gut Heimkommen, hier in der LL.
Hab herzlichen Dank!


LG: Gabi
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Perry
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Hallo Gabi,
wie schön dich an der lyrischen „Westernfront“ zu treffen.
Eine Einladung, ein Liebesduell, bei dem es leider keinen Sieger gibt. Gut in Szene gesetzt. Der Schlusssatz wirkt für mich allerdings dann doch wie ein Schuss ins Herz, Klappe zu Affe tot. Vielleicht solltest Du das Ende offener lassen und besser einen Bogen zum Titel zurückspannen. Wie wär’s mit
…
verweist geflissentlich
an tages statt
dass die Revolver
leergeschossen

oder so etwas in der Art.
LG
Manfred

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