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Leselupe.de > Gereimtes
hin und her
Eingestellt am 03. 10. 2008 01:47


Autor
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Papalagi
???
Registriert: Sep 2003

Werke: 164
Kommentare: 41
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In den Wolken In den Meeren
Zwischen W├Âlfen, F├╝xen, B├Ąren
Ganz tief unter meiner Decke
Bis ich dich niemals erwecke

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust hin und her
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert

Ganz egal was, wo und wer
Welten schwirren hin und her
Ja sie schwirren hin und her
Ganz voll, halb und dann auch leer
Unter Schreien, Fragen, Schmerzen
Mit Plakaten, Uhren, Kerzen
In Garagen, leeren Z├╝gen
Vagen Scherzen und den L├╝gen

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust hin und her
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert

Nachts verschluckt ein Hund die Sonne
Und der Frost malt die Ikone
Bis das Fenster strahlt und bl├╝ht
Bis das Licht in Mir vergl├╝ht

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust hin und her
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert

In der Nacht fragt mein Herz still
Ob ich es noch haben will
Meine Seele will es wissen
Ich bin hin- und hergerissen
Denn in mir immer mehr
Saust alles hin und her

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust hin und her
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert

Version vom 03. 10. 2008 01:47

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Duisburger
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 82
Kommentare: 2116
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Mhmmm. kann mir das mal einer ├╝bersetzen?
Dieses Sammelsurium von Pseudobildern und reimgeschuldeter Unverst├Ąndlichkeiten (f├Ąngt schon in der ersten Strophe an, mit dem Fux und dich niemals erwecke) scheint mir ohne roten Faden und wohl auch ohne erkennbaren(!) Sinn zu sein.
Formal (Silbenzahl, Hebungen Senkungen) auch jenseits von Gut und B├Âse. Es holpert und poltert.

Mir ist aufgefallen, dass deine Werke wohl immer "gewichtig" klingen sollten, danach scheint sich dein Schreiben zu richten. Du f├Ąngst mit den Bildern an, ohne die Intention als Leitlinie zu nehmen. Einen roten Faden vermag ich hier wie auch in den meisten deiner anderen Werke nicht zu finden. Deine Werke scheinen immer etwas wirr.
Ich w├╝rde einfach mal den anderen Weg probieren.
Schreibe deine Idee auf ein Blatt Papier und zwar ganz so, wie sie dir gerade in den Sinn kamen. Schn├Ârkellos, nicht ausformuliert. Nimm diesen Gedanken als Grundstock und fange vorsichtig an, diesen lyrisch umzusetzen. Suche dir passende Bilder (Metaphern, wenige nur), die dem Leser deine Intention vermitteln k├Ânnen. Bau diese in deinen Gedanken ein und verdichte ihn. Auch hier ist weniger mehr. Dann versuche dein Gedicht so aus zu formulieren, dass du den Leser an einem roten Faden zu deiner Intention f├╝hrst. Die muss nicht sofort klar zu erkennen sein, lass deinem Leser Raum f├╝r eigene Interpretationen (kein erhobener Zeigefinger, kein Schulmeisterwerk).
Noch etwas. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber das Reimen ist (noch) nicht dein Ding. Ein gutes Gedicht muss nicht immer gereimt sein. Ein ungereimtes Gedicht mit Klang und Rhythmus kommt beim Leser besser an, als ein Reimgedicht, bei dem einige seltsame Formulierungen dem Zwang zu Reim geschuldet sind.

lg
Duisburger

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Cosi
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2005

Werke: 4
Kommentare: 242
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Lieber Papa,
Dein Gedicht hat durchaus Melodie.
Dazu tragen auch die inhaltlichen Dyslogiken und Spr├╝nge bei.
Vertreter der Gattung Canis, die unser Zentralgestirn oral einfahren, finden durchaus mein Gefallen.

Darum schmerzt es umso mehr, da├č Du an einzelnen Stellen den Rhythmus verl├Ą├čt!



quote:
In den Wolken In den Meeren
Zwischen W├Âlfen, F├╝xen, B├Ąren
Ganz tief unter meiner Decke
Von der Betonung her w├Ąre "Tief dort" besser!
Bis ich dich niemals erwecke
Merkw├╝rdiger Halbsatz ...

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust X hin und her
(unbetonte) Silbe fehlt!
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert
??? Was sucht denn (das grauenhafte Wort) "gebiert" in dieser Aufz├Ąhlung?

Ganz egal(,) was, wo und wer:
Welten schwirren hin und her
Ja, sie schwirren hin und her
Ganz voll, halb und dann auch leer
Ich nehme mal an, da├č "ganz" ein Attribut f├╝r "voll" sein soll und nicht eigenst├Ąndiger Teil der Aufz├Ąhlung.
Dann darf es aber nicht betont sein!
Wie w├Ąre z.B. es mit:
>>Voll, dann halb und schlie├člich leer<<?

Unter Schreien, Fragen, Schmerzen
Mit Plakaten, Uhren, Kerzen
In Garagen, leeren Z├╝gen
WVagen Scherzen und den L├╝gen
Ich nehme an, der Gro├če Wagen war nicht gemeint!

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust X hin und her
s.o.
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert
s.o.

Nachts verschluckt ein Hund die Sonne
Und der Frost malt die Ikone
(unreiner Reim)
Bis das Fenster strahlt und bl├╝ht
Bis das Licht in Mir vergl├╝ht
Beim Ich ist die Gro├čschreibung klar. Wenn es aber das "Mir" hier geben sollte, dann m├╝├čte es "im" hei├čen.

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust X hin und her
s.o.
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert
s.o.

In der Nacht fragt mein Herz still
"Mein" zu betonen ist suboptimal!
>>In der Nacht, mein Herz fragt still<<
oder
>>Schon ist Nacht, mein Herz fragt still<<

Ob ich es noch haben will
Meine Seele will es wissen
Ich bin hin- und hergerissen
Denn X in mir immer mehr
Saust grad' alles hin und her
Silben fehlen!

Alles, alles und noch mehr
Schwingt und saust X hin und her
s.o.
Alles schwebt und alles schimmert
Alles schreit, gebiert und wimmert
(s.o.)



@D├╝si:
Wie ich gerade auf "Vorschau" klicke, sehe ich Deinen Kommentar.

quote:
Du f├Ąngst mit den Bildern an, ohne die Intention als Leitlinie zu nehmen.
Das denke ich auch. Nur sehe ich es nicht als prinzipiellen Nachteil an!

├ťbrigens klingen deine Ausf├╝hrungen hier unglaublich ├╝berheblich.
Nur mal als Hinweis.

quote:
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber das Reimen ist (noch) nicht dein Ding.
Das sehe ich anders!
Denn bis auf die Holperstellen hat das Gedicht durchaus eine Melodie, die auch zum "Inhalt" pa├čt.
Ich denke ├╝brigens, da├č es ein Liedertext ist.

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
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Hi Papalagi,

also ganz so negativ wie Duisburger seh' ich's nicht. Ich erkenne durchaus einen roten Faden: Das Gedicht ist eine Art Alptraum, und es gibt auch genug Hinweise darauf, dass das Lyri nachts unter der Decke liegt und alle diese Bilder sieht:

quote:
Ganz tief unter meiner Decke
quote:
Nachts verschluckt ein Hund die Sonne
quote:
In der Nacht fragt mein Herz still
Ein Alptraum muss nicht logisch sein, und auch deine Herangehensweise, mit den Bildern anzufangen, ist ok.
NUR ist f├╝r diese Art von Gedichten eine saubere, fl├╝ssige Form das absolute A und O! Du musst den Leser in einen Rhytmus-Strudel rei├čen, dem er sich nicht entziehen kann, so dass er nicht die Gelegenheit hat, ├╝ber die einzelnen Verse genauer nachzudenken. Also: Bitte die Form ganz dringend ├╝berarbeiten!!!

Besonders gelungen finde ich ├╝brigens (vom Inhalt her):
quote:
Nachts verschluckt ein Hund die Sonne
Und der Frost malt die Ikone
Bis das Fenster strahlt und bl├╝ht
quote:
In der Nacht fragt mein Herz still
Ob ich es noch haben will
Auch der Refrain und die Aufz├Ąhlungen passen. Andere Verse sind hingegen unfreiwillig komisch, weil sie nicht nur logisch keinen Sinn machen, die w├╝rde ich auch inhaltlich ├╝berarbeiten:
quote:
Bis ich dich niemals erwecke
quote:
In Garagen, leeren Z├╝gen
Wagen Scherzen und den L├╝gen
Aber Potenzial hat das Ganze!

Lg presque

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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P.S.

Lese grade die ├ťberarbeitungsvorschl├Ąge von Cosi und kann ├╝berwiegend nur zustimmen.

Gebiert finde ich allerdings passend, gerade in der Reihenfolge schreit - gebiert - wimmert: Vor der Geburt wird geschrien, danach wimmert das Neugeborene (oder auch das Geb├Ąrende beim Anblick des Geborenen). Sch├Ân auch, dass das normalerweise obligatorische Objekt wegf├Ąllt - hat was.

Zu Voll, dann halb und schlie├člich leer: Ist auf jeden Fall besser, als im Original, aber ich finde ein Wort wie schlie├člich passt hier irgendwie nicht rein (zu formal? Ich wei├č nicht, warum). Mir gefiele besser: Voll, dann halb dann g├Ąnzlich/pl├Âtzlich leer

Mit Ikone habe ich auch Schwierigkeiten, nicht nur wegen des Reimes, sondern auch weil der definite Artikel impliziert, es gehe um etwas ganz bestimmtes oder etwas, was man kennen sollte - das passt nicht. Vielleicht:
Nachts verschluckt ein Hund die Sonne,
Frost malt Bilder voller Wonne

Hmm, gef├Ąllt mir nicht so Recht. Aber irgendeine Ver├Ąnderung muss da her.

Was h├Ąltst du von:
Nachts fragt Herz mich immer still?

Lg presque

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Cosi
Wird mal Schriftsteller
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@Presque

quote:
Nachts verschluckt ein Hund die Sonne,
Frost malt Bilder voller Wonne
Diesen Reim tr├Ąt' in die Tonne
ich sogleich, das wei├čt Du schonn, n├Ą?
Er geb├Âre n├Ąmlich Schmerzen
Meinem kleinen Dichterherzen


Bei "gebiert" k├Ânntest Du schon richtig liegen ...
Nur eben finde ich das Wort an sich grauenhaft ...

>>das Geb├Ąrende<<

k├Ânnte zu einer meiner Lieblingsformulierungen werden ...

Auf jeden Fall schreit vor der Geburt wohl nur Letzteres, w├Ąhrend das postnatale Wimmern ja eher dem Geborenen zuzuordnen ist.

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