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Leselupe.de > Ungereimtes
hinter den augen nistet
Eingestellt am 13. 01. 2006 06:57


Autor
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noel
???
Registriert: Dec 2002

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in die stadt gehe ich manchmal
um t├Âne
zwischen den wOrtfragmenten
zu schauen
um zu f├╝hlen
was an ungesagtem
hinter den augen nistet
lange dachte ich
am anfang war das wort
aber es muss das wort gewesen sein
dass den text diktierte
am anfang war klang
vielLeicht auch farbe
aber als das wort auftauchte
waren die ersten wellen schon verebbt
manchmal gehe ich
im stechschritt
in die stadt
nehme
zahle
gehe

__________________
┬ę noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ┬ęnoel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizit├Ąt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

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Hallo noel,
gef├Ąllt mir gut bis auf:

quote:
aber es muss das wort gewesen sein
dass den text diktierte
- bedeutet ja: "das wort diktierte den text" - und das soll so nicht sein, nicht wahr?
der text soll das wort diktieren - o.k.
du dachtest am anfang war das wort. - jetzt denkst du aber nicht mehr so.
du denkst also "am anfang war der text"
"aber es muss das wort gewesen sein
dass den text diktierte" - du hoffst also, dass der text nicht durch das wort diktiert wurde, UND bist aber ├╝berzeugt, dass das wort den text diktierte. das ist ein widerspruch.

quote:
aber es muss das wort gewesen sein
dass den text diktierte
- ...das den text... muss es hei├čen.

lg

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noel
???
Registriert: Dec 2002

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ola rosste

dein r├╝ckschluss ist selektiv und textimmanant
erkl├Ąrbar
aber nicht der einzig m├Âgliche
& hier auch nicht der gemeint_geschriebene

quote:
lange dachte ich
am anfang war das wort
aber es muss das wort gewesen sein
dass den text diktierte

will meinen, das wort sprach sich selber in
form des textes dazu aus, aber eigentlich WAR & IST

quote:
am anfang war klang
vielLeicht auch farbe
aber als das wort auftauchte
waren die ersten wellen schon verebbt

es geht hier um die t├Âne & kl├Ąnge die zwischen den augen nisten, zwischen den wOrten
VOR den worten und um die ├╝bersch├Ątzung ( am anfang war das wort) der worte etc.

noel
__________________
┬ę noel
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NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizit├Ąt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
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Guten Morgen,

spontan w├╝rde ich eher sagen, "in" den Augen nistet, statt hinter.
Hinter den Augen passiert ja sehtechnisch einiges.

Man kann ja aus Augen eben einiges "lesen", drum dachte ich so.

Mehr kann ich grad nicht sagen, nur ein Gedanke.

lG
Sanne

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Mirko Kussin
Foren-Redakteur
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 8
Kommentare: 501
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Hallo noel,
ein sehr sch├Âner Text. Sehr sch├Ân finde ich die Gegen├╝berstellung manchmal - manchmal an Anfang und Ende des Textes, die gehetzen drei Worte nehme-zahle-gehe, setzen sich wunderbar zu den langsamen Gedanken im ersten Teil des Textes ab.
Vielleicht etwas zu unvermittelt der ├ťbergang, aber auch das passt f├╝r mein Gef├╝hl zumindest ganz gut zum Text.
Lyrik ist es allemal und sogar empfehlenswerte
Gru├č
Mirko
__________________
"I am only what you made me - I am a reflection of you"
Charles Manson

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10343
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Liebe noel,

diesen Text kann ich Dir gut nachempfinden. Das Wort und die W├Ârter sind nun einmal zweierlei Dinge. Das Wort wiederzufinden ist uns unm├Âglich, und so bleibt uns nichts Anderes als auf die Suche zu gehen, um hinter den Dingen auch hinter Sprache etwas Eigentliches zu entdecken.
Farben und Kl├Ąnge haben ihren Ursprungsquell besser bewahren k├Ânnen als W├Ârter.
Den Schluss "├╝bersetze" ich mir so: Manchmal ist das Lyri unterwegs,entdeckt etwas von dem Eigentlichen und gibt daf├╝r etwas zur├╝ck innerhalb von Sprache.
Ein gegl├╝ckter Versuch, ein Ungen├╝gen an Welt zum Ausdruck zu bringen.

Also, so lese ich Deinen Text und er gef├Ąllt mir.
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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