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Leselupe.de > Erotische Geschichten
hinter einer Maske
Eingestellt am 21. 11. 2002 18:54


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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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hinter einer Maske ...
_________________

Duftkerzen verbreiteten einen exotischen Geruch von Lavendel, Jasmin und duftendem Harz, andere ein unwirkliches, von flackernden Schatten durchsetzes Zwielicht. Im Halbdunkel bewegten sich Gestalten durch die G├Ąnge und Zimmer, oft nur schemenhaft zu erkennen, insbesondere, da auch die eigene Maske den freien Blick einschr├Ąnkte. Der Geruch nach anderen Essenzen, den die Haut der nackten Wesen verstr├Âmte, von ├ľlen und Parfum, machte die schwere Luft zu einem Aphrodisiakum. Pl├Âtzlich stand ich vor einem gro├čen Spiegel, es dauerte einen kleinen Moment, ehe ich mir dessen bewu├čt wurde und starrte fasziniert die l├╝sterne Erscheinung an, die ich selbst darbot: Denn au├čer dieser mit Federn und Seide verzierten Maske, die meine langen, weit ├╝ber die Schultern fallenden Haare nur zu einem kleinen Teil eingefangen hatte, war ich so nackt, wie Eva dereinst im Paradies vor dem S├╝ndenfall. Der S├╝ndenfall indes, der war hier in vollem Vollzuge - und so wurde ich mir dieser Nacktheit bewu├čt, ebenfalls wie sie dereinst.
Meine Haut gl├Ąnzte beinahe metallisch unter einer d├╝nnen Schicht mild riechenden ├ľls, meine Lippen waren frei gelassen von der Maske, nur ein d├╝nner Stoffstreifen bedeckte einen Teil meines Kinns. Die Lippen waren leuchtend rot geschminkt, selbst bei dieser geringen Beleuchtung strahlten sie und glitzerten aufregend.
Die ganze Atmosph├Ąre hatte dazu gef├╝hrt, da├č ich mit in einem Zustand von Aufgeregtheit und erheblicher Erregung befand - die Signale meines K├Ârpers waren unverkennbar, meine Br├╝ste waren gespannt und zwischen meinen Beinen sp├╝rte ich mehr als nur den Schleier des ├ľls auf der sorgf├Ąltig v├Âllig enthaarten Haut. Nur ein schmaler Streifen meiner Schambehaarung hatte die mehr als einst├╝ndige, fast zeremoniell durchgef├╝hrte Vorbereitung ├╝berstanden, mehr ein Alibi vielleicht - aber ich mu├čte gestehen, der Anblick, den ich nun bot, war in h├Âchstem Ma├če aufreizend. Noch etwas war mir mitgegeben - beinahe vergessen h├Ątte ich diese hochhackigen Schuhe mit den schmalen Halteriemchen. So unbequem es sein mochte, in diesen Schuhen zu laufen, so angespannt war doch auf diese Weise der ganze K├Ârper, und gestrafft von den Waden bis zum Po auf eine raffinierte Weise.




Aus dem Halbdunkel neben mir erklangen die typischen Ger├Ąusche einer wilden Kopulation, heftiges St├Âhnen und rhythmisches Klatschen von Haut auf Haut. Irgendwie unwirklich empfand ich diese Situation, lauschte dem Stakkato der unbekannten Akteure und den Ger├Ąuschen. Kleine Schreie aus einem anderen Zimmer drangen an mein Ohr, spitze, kleine und abgehackte Schreie, ich versuchte mir vorzustellen, was sie ausl├Âsen mochte, und sah im Spiegel hinter mir schemenhaft weitere Masken n├Ąher kommen. Ein Mann fesselte meinen Blick, der seine Erregung vor sich hertrug. Kaum gr├Â├čer als ich in meinen hochhackigen Schuhen, mit unter dem ├ľl erkennbaren Muskeln an den Armen und Beinen, einem wohl etwas angespannt eingezogenem B├Ąuchlein und ebenfalls, wie ich beinahe ├╝berrascht erkannte, sorgf├Ąltig enthaarter Genitalregion. Vielleicht wirkte der Cock gerade deshalb so - nun so fesselnd auf meinen Blick? Ich beobachtete ihn im Spiegel, und leicht erschaudernd hielt ich beinahe den Atem an, als mir klar wurde, da├č er neben mir stehen geblieben war. Seinen Blick konnte ich unter der Maske nur vermuten, sein Gesicht wie meines war dem Spiegel zugewand, wo er, so wie ich ihn, mich ansehen konnte. Scheinbar zuf├Ąllig - scheinbar - ber├╝hrte seine herabh├Ąngende Hand mich seitlich an der H├╝fte, l├Âste einen wilden Schauer lustvoller Empfindungen in mir aus. Ganz leicht drehte er sich zu mir hin. Im Spiegel aber war das, als zeige nun auf ganz pikannte Weise sein Spiegelbild geradewegs auf mich ...
Hatte ich eben noch gedacht, die Luft anhalten zu m├╝ssen, entfuhr mir nun nach dem Luftholen ein tiefes, wohll├╝stiges St├Âhnen. War es wahrhaftig ich, die diesen Laut von sich gegeben? Seine Hand ber├╝hrte, wieder mit dem Handr├╝cken, aber nun etwas intensiver meine Haut, und strich ein wenig dar├╝ber.
Zu sprechen, hatten sie mir bedeutet, sei verp├Ânt: eine Sprache der Gesten und Sinne werde in diesen Hallen gesprochen, die ich sicherlich gleicherma├čen verstehen werde wie Ausdrucksformen darin finden w├╝rde ...
An der anderen Seite an mir vorbeigehend lie├č eine andere Gestalt - nur im Vor├╝bergehen - lasziv die Hand ├╝ber meinen R├╝cken bis hinunter zum strammen Po gleiten. Die Ber├╝hrung ├╝berraschte mich, ihre ma├člose Intimit├Ąt lie├č mich zusammenzucken, war ich doch erstmalig hier. Mich fast reflexartig umdrehend, bot ich nun meine R├╝ckseite feil, was von der anderen Seite aber keineswegs als Abwendung verstanden wurde. Ein feuchter Pinsel malte pl├Âtzlich auf meinen Popacken Muster aus Strichen und Klopfzeichen, und seine H├Ąnde umgriffen mich, fa├čten meine sehnenden Br├╝ste und malten mit den Fingern hier ├Ąhnliche Zeichen. Hinter den Masken verborgen blieben allein unsere Gesichter, hinter der Stirn einer Frau und eines Mannes die Gedanken. Die L├╝sternheit indes verschaffte sich Ausdruck und Verwirklichung, und bald mochten andere lauschen - verwundert ├╝ber die Kl├Ąnge unserer K├Ârper im Strudel der Lust.


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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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caruso
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die Spannung ist f├╝hlbar

Da sp├╝rt man die spannung der Elektrizit├Ąt die her├╝ber kommt.
Das muss ein Erlebnis gewesen sein

*l├Ąchel*

LG caruso

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Hallo Aceta,

das ist wirklich wundersch├Ân erz├Ąhlt. Feinsinnig und statisch aufgeladen. Da pflichte ich auch Caruso bei, man sp├╝rt die Elekrizit├Ąt bei jedem Wort.
Danke f├╝r das Lesevergn├╝gen.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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damaskus
Guest
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Hmmm ... o-Gott, ich kann nicht anders, ich muss Meckern, der Zwang ├╝berw├Ąltigt mich. Ich will n├Ârgeln, schimpfen, dich verfluchen. Das ist einfach gro├čartig. Wundervoll geschrieben, was f├╝r eine Schriftstellerin, weit ├╝ber dem Standard der hier angebotenen Texte (habe ich schon mal einen schlechten Text von dir gelesen????). Ich k├Ânnte mich nicht erinnern. Aber f├╝r diesen Text braucht man Zeit (zumindest war es bei mir so, aber Damaskus ist ja immer ┬┤n bisschen langsam). Von meinem Gesamteindruck her, sage ich, dass es teilweise etwas undeutlich war: "Duftkerzen verbreiteten einen exotischen Geruch (was die Autorin darunter versteht, wird wohl f├╝r immer ein Geheimnis bleiben ... s├╝├č, sauer, w├╝rzig, lieblich, stechend, etc. ...?) Aber das ist eher nebens├Ąchlich. Wichtiger ist, dass mir der Text gefallen hat, wie wenig zuvor in der LL.

Damaskus

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Danke f├╝r Euer Lob,
Ihr tut mir gut!

Da war ich mit besten Vors├Ątzen zu einer Tagung gefahren, und in diesem Hotel funktionierte wirklich gar nix!!! Keine Chance, "online zu gehen" ...
Nebenbei wurde daheim ein "Router" installiert - e-mail funktionierte danach auch nicht mehr. Ich war total happy, k├Ânnt ihr mir glauben!!

Aber die Zeit der Ruhe habe ich - allein mit meinem Laptop, wo wir nicht "online" gehen konnten ... genutzt. Hoffe und sehe teilweise schon: es kommt an ...

"Selbst erleben" - damit der Geruch von intensiven D├╝ften mit hocherotischen Essenzen erlebbar wird -
tja -
soll ich demn├Ąchst einen "Exkurs" anbieten?
*l├Ąchel*

Aceta




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caruso
Guest
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echt?

Du hattest bei dieser Masken-Erotik Deinen Laptop dabei?

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Hi Caruso -

*l├Ąchel*
Kein Drehbuch, keine Filmszene, kein "online-Laptop" ... neee: wo sollte das denn noch untergebracht sein? Da gab es nicht einmal ein Strumpfband!
War drei Tage "offline" - und habe in meiner Freizeit einfach an sch├Ânen Geschichten gearbeitet - so war das gemeint!
*l├Ąchel*

Aceta


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