Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92277
Momentan online:
476 Gäste und 15 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
hollywood
Eingestellt am 17. 07. 2010 03:27


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
mavys
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2010

Werke: 39
Kommentare: 119
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um mavys eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es ist nur so. Ich kann ihre liebensw├╝rdige Art gut ab. Wenn sie so den ├╝blichen Schwachsinn ├╝ber die alten Freunde erz├Ąhlt und dabei l├Ąchelt als h├Ątte sie gerade die Sonne erfunden, ist es fast so als g├Ąbe es diese ganze Geschichte gar nicht, fast so als w├Ąre sie der Wind und w├╝rde mich tanzen lassen, weil ich zu leicht bin f├╝r ihre Kraft. Ihre blonden Haare, ihre gro├če \"Steffi Graf\" - Nase und dieses lasszive Rumger├Ąkel auf der Matratze wirken ebenso ungek├╝nstelt wie nat├╝rlich. Ich m├Âchte sie gar nicht umarmen. Finde sie nicht mal sexy. Finde sie weder interessant noch gro├čartig checkerm├Ą├čig. Ich finde, und das ist gef├Ąhrlich; ich finde sie einfach nur angenehm. Wenn sie redet und belanglos rumalbert, ertappe ich mich dabei, wie ich in ihren Worten ertrinke ohne Atemnot. Wie in meinen Tr├Ąumen, wenn die Luft fl├╝ssig wird und mich umschlie├čt wie Fruchtwasser. Diese verdammte Geborgenheit. Ich vertraue ihr nicht und habe Angst vor ihr. Ist sie es wirklich? Ist sie die Frau die mich komplett macht? Oder ist sie wieder nur einer dieser Illusionen, die mir sp├Ątestens nach zwei Jahren auf den Nerv gehen mit ihren Anspr├╝chen und seltsamen Milchschaum-Angenwohnheiten. Ich habe Angst. Eigentlich nicht so sehr vor ihr. Mehr vor meinem Gef├╝hl, das mir sagt: Du hast schon verloren!
Ich werde sie also tiefer in dieses Gespr├Ąch verwickeln. Ihr Lachen legt sich wie Zauberspr├╝che auf meine Wunden und vertuscht sogar Narben. Die Zeit fliegt und ich habe mein Ohr an ihre Lippen geklebt. Oh mein Gott! Ich will sie jetzt schon k├╝ssen. Schlie├člich finde ich sie sexy. Wie sie immer wieder ihre blonden Haarstr├Ąhnen hinter die Ohren zwingt. Dann sch├╝ttelt sie den Kopf vor Lachen. Habe ich etwas witziges gesagt? Nur damit die Haare wieder in ihr Gesicht fallen. Wild sieht sie dann aus. Schauen mich an, diese Augen, wie Aufforderungen zur Eroberung. \"Fass mich an!\" haucht sie st├Ąndig. Mit diesen Blicken, mit diesem Mund den sie da immer so verzieht und leicht mit der Zunge benetzt damit die Lippen voll aussehen und sch├Ân gl├Ąnzen. Diese Party ist ├Âde. Auszugsparty. Wir werden immer mehr das Zentrum des Universums. Sie sp├╝rt es. Ich sp├╝re es. Ich will sie. Ich f├╝rchte mich. Ich kenne mich. Ich bin noch nie dieser \"One - Night - Stand\" - Typ gewesen. War ich mit einer im Bett, hatten wir eine Beziehung. Ich kriege keinen hoch bei einer Frau, die ich nicht liebe. Das ist auf jeden Fall ein Evolutionsfehler. Ist es nicht so, das man erst dann erfolgreich gelebt hat, wenn man seine Gene so viel wie m├Âglich in den Genpool verteilt hat? Aber ich bin immer so der sorgsame Stecher. Ohne Kondom? Dann lieber nicht. Rumlecken? Ja! Aber reinstecken? Nein! Was hat sie gesagt? Sie ist zu Fu├č hier. Sie wohnt wohl nur ein paar Stra├čen weiter. Sie ist gar nicht mit dem Auto. Glaube ich nicht, habe ich geantwortet. Ich necke sie. Hahaha! Ich bin wohl zu Fu├č! Du bist doch die typische Frau, die sogar den M├╝ll mit dem Auto zur M├╝lltonne F├Ąhrt. Hahaha! Klar ich bin mit dem Auto hier, weil ich ja nur zwei Stra├čen von hier wohne und weil das hier in der Gegend ja auch so einfach ist einen Parkplatz zu finden. Ich glaube dir auf jeden fall nicht. Marc geht und noch irgendwelche Leute. Ich glaube es ist der Bruder von Harald. Wir werden rausgerissen. Sie steht von der Matratze auf und verabschiedet sich so lang von diesen uninteressanten Leuten. Es ist mir peinlich, da├č es so aussehen k├Ânnte, da├č ich auf sie warte. Deshalb trinke ich mein Bier schnell aus und hole mir ein neues. Sie redet dann immer noch. Ich liebe sie jetzt schon viel zu viel.....

Version vom 17. 07. 2010 03:27

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralf Langer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo mavys,

der anfang einer Liebesgeschichte also.

wir begleiten einen Typen von dem wir leider nicht viel erfahren.
Er ist ├╝ber achtzehn, f├Ąhrt Auto, benutzt zum Teil die Sprache
jugendlicher subkultur z.B. " Checker" und ist auf dem Weg
sich in eine Frau zu verliebe, die den ├╝blichen Schwachsinn redet.
Zumindest beginnt es so.
Im Laufe des Textes verf├Ąngt sich der Prot in seinen eigenen Gedanken.
Allm├Ąhlich findet er sie sexy, aber er kann keine Frau - sagen wir mal - begatten, die er nicht liebt.
Dann geht ein Marc von dem wir nicht wissen wer er ist. Au├čer der Bruder von Harald- zumindest m├Âglicherweise.

All in all:

Die Beschreibungstil vom Prot klingt autentisch nach einem teenager kurz vor zwanzig. Die Bilderwelten wissen mir zu gefallen.
Aber die Geschichte bleibt mir seltsam fremd, was m├Âglicherweise an dem etwas mageren HAndlungsablauf liegt.

Nichtdestotrotz:
Ich meine mich zu erinnern auch schon das ein oder andere Mal auf einer solchen Party gewesen zu sein.

lg
Ralf
__________________
RL

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!