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Leselupe.de > Erotische Geschichten
homoerotische Geschichte
Eingestellt am 27. 08. 2017 19:03


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Lutz LEOPOLD
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2017

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Wolfgang
Er steht an der Theke. 19 jährig, schwarzhaarig, schlank, ein süßer Junge, ein Traum. Robert, der im Café gerade eine Go-Partie verliert, ist elektrisiert. Mit seinen 24 Jahren ist er, obwohl gut aussehend, noch immer auf der Suche nach dem Märchenprinz. Einige Frösche hat er bereits geküsst. Keiner hat gehalten, was der erste Augenblick versprach. An diesem Burschen ist etwas, was er sich nicht erklären kann, was ihn aber ungemein erregt.
„Kennst du Den?“, fragt er sein Gegenüber.
„Den Schwarzhaarigen an der Bar? Wolfgang, sein Bruder nennt ihn Wolfi, das mag er nicht“, kichert Martin.
„Spielt er auch?“
„Klar wenn du einen suchst, bei dem du noch ein Leiberl reißt, dann spiel mit ihm. Bei mir verlierst laufend“, grinst er höhnisch.
„Hm, man will auch mal gewinnen. Eine gute Ausrede, um den Jungen anzusprechen. Robert winkt Wolfgang zu. Der kommt an den Tisch.
Martin höhnt, „Mein Partner will auch einmal gewinnen. Spiel du mit ihm.“
„Ich habe dazu gelernt“, murmelt frostig Wolfgang, „aber probieren wir es doch.“
Martin steht auf, um an einem anderen Tisch mit einem anderen Partner weiter zu spielen. Wolfgang setzt sich, um tatsächlich die erste Partie zu gewinnen. Die Zweite schafft Robert. Sie spielen mehrere Partien mit wechselndem Erfolg. Robert macht einige Versuche um Persönliches zu erfahren. Er gibt etwas von sich preis, doch zu einem ordentlichen Gespräch kommt es nicht. Die Spielregel lässt wenig Konversation zu.

In der Nacht träumt Robert von ihm. Das zarte jugendliche Gesicht mit dem schwachen Bartwuchs, den dunklen braunschwarzen Augen und schmalen Lippen verfolgen ihn. Er wälzt sich hin und her. Er schluchzt vor Verlangen.
Am folgenden Donnerstag ist wieder Go-Spielabend. Robert kann es nicht erwarten. Am ganzen Körper vibrierend hastet er ins Café. Endlich, ja, da ist er. Wolfi, er nennt ihn so im Traum, sitzt bereits am Spieltisch und wartet auf ihn.
„Na, hast auch geübt? Heute bin ich in Hochform“, strahlt der zum Anbeißen hübsche Bursche.
„Ich werde es dir schon zeigen.“ Robert ist in Hochstimmung.
Kann ich ihm Heute näher kommen? Ein persönliches Gespräch führen? Intimes mit ihm austauschen? Robert ist unsicher. Wie wird er reagieren, wenn er erfährt was ich von ihm will?
Sie spielen mehrere Partien miteinander. Einige wenige mit anderen Partnern. Der Wechsel von Tisch zu Tisch lässt einige Bemerkungen zu. So erfährt Robert, wo Wolfgang wohnt, was er arbeitet und das er kein Mädchen hat. Letztes ist ihm wichtig.
Es folgen noch weitere Donnerstage. Wolfgang ist Robert zugetan, freut sich wenn er ihn sieht, und findet nichts dabei, wenn Robert ihn zärtlich berührt. Mehr traut sich Robert nicht. Dafür werden die Träume die ihn plagen immer wilder.

Wolfgang ist sexuell unerfahren. Sein älterer Bruder hat ihn in verschiedene Tanzlokale mitgenommen, damit er Kontakte knüpft. Er ist ein schlechter Tänzer und findet auf der Tanzfläche kaum Spaß. Die üblichen nichtssagenden Gespräche, die, dank der lauten Musik zerhackt rüber kommen, langweilen ihn nur. Der 21 jährige Bruder ist, was man einen wilden Rammler oder Macho nennt. Für Wolfgang ein Vorbild dem er gerne nacheifern will. Er schafft es nicht und wird deshalb noch schüchterner.
Robert, der während des Spiels immer lustige Bemerkungen macht, nimmt ihm diese Scheu. Von Donnerstag zu Donnerstag wird er selbstbewusster. Für Robert wird er dadurch immer begehrenswerter. Robert ahnt nicht, dass er der Grund für das immer lockerer werdende Verhalten Wolfgangs ist.

„Du bist verliebt“, neckt ihn der Ober im Café. „Wie du Wolfi an schmachtest, sieht das ein Blinder.“
„Wieso? Ich bin doch nicht“, stammelt Robert.
Dem Ober, einer schwindligen Tunte, ist es einmal geglückt, Robert zu vernaschen. Seither versucht er immer wieder, eine Wiederholung herbeizuführen. Den Kerl ständig belauernd, ist es ihm sofort aufgefallen.
„Na in der Familie ist ja schon einer Bi“, schmunzelt der Ober, „seinen Bruder habe ich schon gehabt.“
„Ah, schwindelst du mich an?“
„Nein der rammt alles, was sich rammen lässt“, seufzt in wohliger Erinnerung der Ober auf.
„Wolfgang ist nett, doch nur ein Spielpartner“, klingt resigniert Robert.
„Wie du meinst.“ Kichernd wendet sich der Ober anderen Gästen zu.

An einem Samstag, es ist ein warmer Juliabend, ist Robert nur auf einen Sprung ins Café hinein. Er hat gerade seinen großen Braunen bekommen, da steht Wolfgang im dunklen Anzug und rot-grün karierter Krawatte fröhlich lächelnd vor ihm. „Will gerade raus, um in eine lustige Bumsen zu fahren.“
„Ja? Hätte auch Lust darauf“, reagiert Robert schnell.
„Komm mit“, freut sich Wolfgang, „du darfst übrigens Wolfi zu mir sagen.“
„Ich habe gehört, du magst es nicht?“
„Allgemein nicht, bei guten Freunden schon.“
Robert gerät in eine Hochstimmung. Ich bin ein guter Freund. Er nimmt mich zum Tanzen mit. Soll ich mich outen? Ich bin bereits geil geworden.
Wolfgang fährt mit Robert in ein weit außerhalb der Stadt liegendes Lokal. Wie zu erwarten wird hier mehr langsame Schlagermusik der sechziger-Jahre gespielt. Am Parkett wiegen sich eng umschlungene Paare. Sie bestellen sich jeder ein Cola. Wolfgang sitzt und macht keine Anstalten, eines der herum sitzenden Mädchen aufzufordern. Robert ergreift deshalb nach dem dritten Tanz die Initiative. Er fordert an einem der Nebentische eine der dort ohne männliche Begleitung sitzenden Mädchen auf. Er tanzt, er plaudert, er tanzt mit dem nächsten Mädchen und bietet an, mit Wolfgang an ihren Tisch zu kommen.
„Wolfi, die Mädchen sind willig. Lass uns dazu setzen.“
Wolfgang schaut unzufrieden herum. „Weiß nicht, ist fad hier. Lass uns gehen.“
Robert zahlt für Beide und folgt Wolfgang erst ins Auto, dann in das nächste Lokal. Diesmal ist es eine Tanzdiele im Stadtkern. Techno-Lärm empfängt sie. Eine riesige Theke dient als Bar. Die Getränke werden stehend konsumiert. An den Säulen, die rund um die Tanzfläche die Decke halten, sind kleine Podeste angebracht, darauf können die Tanzenden ihre Gläser abstellen. Ob jeder sein Glas danach wiederfindet, bezweifelt Robert. Wieder fordert Robert herumstehende Mädchen zum Tanz. Eine stellt er Wolfgang vor, damit er ebenfalls tanzt. Wolfgang tut es, um dann weiter mir finsterer Miene herumzustehen.




„Lass uns was Besonderes aufsuchen“, fordert er von Robert nach einer knappen Stunde.
Robert ist hin und her gerissen. Was will Wolfgang? Soll er mit ihm in ein schwules Lokal gehen? Soll er, ach was weiß ich, was ich soll? Robert möchte, hat aber Angst, seine Wünsche zu erklären.
„Einen Heurigen. Da setzen wir uns einfach dazu und müssen nicht tanzen. Warum hast du mir nicht gesagt, was du willst?“
„Na gut, schauen wir hin.“ Wolfgang fährt mit Robert hin.
Sie setzen sich zu einer Gruppe, die aus zwei Herren und vier Frauen besteht. Robert hat sofort ausgespäht, wo es passt. Die von Robert gesteuerte Unterhaltung ist witzig und ungezwungen. Die jungen Frauen kommen sehr entgegen. Eine ungefähr 30 jährige fährt auf Wolfgang ab. Sie umarmt ihn und wird zärtlich. Robert wartet gespannt, wie es weiter geht. Was will der Junge? Wolfgang blüht sichtlich auf. Wie sich die Damen benehmen, gefällt ihm.
Doch als nach zwei Stunden Robert vom Klo zurück in die Stube will, fängt ihn Wolfgang ab. „Lass uns heimfahren.“
„Ja.“
Wolfgang bringt Robert vor die Haustüre. Im Auto fasst Robert Mut. „Ich weiß nicht was du gesucht hast? Komm noch zu mir rein, auf einen Abzocker.“
„Nein ich will nach Hause.“
Robert legt einen Arm um Wolfgangs Schulter. „Ich liebe dich. Komm bitte mit rein.“
Wolfgang sieht ihn aus großen Augen an. Robert kann das Glitzern der Augäpfel im Dämmerlicht der Straßenbeleuchtung sehen. Er beugt sich hinüber, um ihn auf den Mund zu küssen.
„Was? Bist du verrückt? Bist du ein Warmer?“, faucht Wolfgang. „Steige bitte aus.“
Zitternd, enttäuscht folgt Robert und steigt aus. Kaum ist er aus dem Auto, fährt Wolfgang mit überhöhter Geschwindigkeit davon. Für Robert ist eine Welt zusammen gebrochen. Er ist den Tränen nahe. Was habe ich falsch gemacht?

Am Donnerstag und auch an den folgenden, erscheint kein Wolfgang. Robert ist verzweifelt. Er ruft Wolfgang an.
„Ich habe ein Mädchen und deshalb keine Zeit für blöde Spiele“, ist sein Kommentar. Robert begreift es ist eine klare Ansage. Wolfgang will mit ihm nichts zu tun haben.

Nach über einem Monat ist Wolfgang wieder da. Robert versucht ihn als Spielpartner zu gewinnen, doch Wolfgang entzieht sich ihm jedes Mal. Nach dem dritten Versuch gibt es Robert auf. So sind sie zwar im selben Raum, nie am gleichen Tisch und wechseln auch kein Wort. Es vergeht die Zeit, in der Robert leidet. Wolfgang wird immer attraktiver, immer gefälliger, immer selbstbewusster. Robert beschließt, dem Spielklub fern zu bleiben. Er hält es nicht länger aus. Ständig den schönen Traum vor sich, der unerreichbar bleibt.

Der Klub gibt ein Turnier. Robert erhält die Einladung. Nach längerem Hin und her beschließt er, daran teil zu nehmen.
Als er das Café betritt, dauert es nicht lange und Wolfgang tritt freundlich lächelnd zu ihm. „Hast dich rar gemacht. Wie geht es dir?“
Robert muss schlucken. Da steht der Jüngling in seiner engen Jeans, die diesen herrlichen knackigen Po zur Geltung bringen, und blickt ihn aus den verträumten dunklen Augen an. „Ja mir geht es gut. Ich bin wegen des Turniers hier“, stottert er schließlich.
„Schade und ich dachte wegen mir“, kichert Wolfgang.
„Quäle mich nicht“, murmelt Robert und wendet sich anderen Teilnehmern zu.
Robert muss tief Luft holen, bevor er die Kraft aufbringt, seine Anmeldung auszufüllen. Er wird das Gefühl nicht los, er wird von einigen Kerlen spöttisch betrachtet. Da tuscheln sie auch noch. Wolfgang hat es herum erzählt. Na, ich werde es ihnen im Turnier zeigen. Seit er den Entschluss gefasst hat, am Turnier teilzunehmen, hat er auch theoretisch geübt. Alle Meisterzüge hat er nach gespielt. Er müsste also weit nach vorne kommen. Die anderen sind auch nur im Rang von Schülern.

Es kommt auch zum Spiel Robert gegen Wolfgang. Robert hat schon einige Spiele gewonnen. Wolfgang nur ein Paar.
„Es tut mir leid, ich habe überreagiert. Ich verstehe nicht, wie ein Mann einen Mann lieben kann“, flüstert zwischen zwei Zügen Wolfgang. Er sucht dabei den Blick von Robert um ihm tief in die Augen zu schauen.
Robert muss Schlucken. „Ja, wer versteht das schon“, murmelt Robert. „Mache mich bitte nicht nervös. Ich will dich besiegen.“
„Gut bin schon ruhig“, kichert Wolfgang.
Den schaffe ich schon, hofft er, habe gegen ihn mehrere Male gewonnen. Tatsächlich gewinnt Robert und steigt in die nächste Runde auf. Wolfgang scheidet aus.
In der Pause spricht Wolfgangs Bruder Robert an. „Wenn du nochmals meinen Bruder an baggerst, gibt’s was auf die Nase.“
„Hm.“ Robert ist klar, er muss Wolfgang fern bleiben. Seine Entschuldigung vorhin sollte wahrscheinlich nur das Spiel beeinflussen.
Robert belegt den zweiten Platz. Wolfgang beglückwünscht ihn überschwänglich. Als er brüderlich seinen Arm um Robert legt und ihn an sich drückt, fürchtet Robert, den Verstand zu verlieren. Ihm wird heiß. Warum tut er das? Ich muss weg von hier. Robert verlässt fluchtartig das Café.

Viele feuchte, heiße Träume verfolgen Robert in den kommenden Nächten. Unausgeschlafen, mit schwarzen Augenringen kommt er zur Arbeit. Im Büro beginnen sie, ihn zu hänseln. „Hast eine wilde Biene im Bett?“ „Treibst dich in den Puffs herum?“ „Übernimm dich nicht.“ So geht es andauernd.

Einige Wochen wartet Robert vergeblich. Donnerstag fĂĽr Donnerstag sieht er erwartungsvoll zu jedem Eintretenden. Kein Wolfgang. Er versucht ihn zu vergessen.
Da ist er. Wolfgang setzt sich lächelnd zu Robert. „Na Lust auf ein Spiel?“
„Ja, ja oh ja.“ Für Robert ist alleine der Anblick des Burschen eine freudige Erfüllung. Sie spielen mehrere Partien. Wolfgang ist nicht in Form. Er hat länger nicht gespielt.
„Ich habe morgen schon am Nachmittag frei.“ Wolfgang strahlt Robert an. „Hast auch Zeit? Wir könnten im Wienerwald Schwammerln suchen.
„Ich? Ja! Ich kann mir freinehmen.“ Robert überlegt nicht lange. Egal was sie in der Firma sagen, er nimmt sich frei.
Um 13 Uhr, kurz nach dem Mittagessen, treffen sie sich. Wolfgang fährt mit Robert in den Wald hinaus. Sie suchen. Sie erklären sich die Pilzarten. Sie tauschen ihre Kenntnisse über die Natur aus. Sie stellen viel Gemeinsames fest. Zum Abendbrot lädt Robert Wolfgang in ein Gasthaus an der Höhenstraße ein.
Als Wolfgang ihn später vor seinem Haus absetzt, „du hast doch einen guten Cognac?“
„Ja habe ich. Komm mit rein.“ Robert klopft das Herz bis zum Hals rauf. Es muss so laut sein, das es Wolfgang hört.
In Roberts kleinem Zimmer stehen sie am Schreibtisch und nippen am Glas. Es ist wenig Platz. Sie stehen knapp, auf TuchfĂĽhlung beieinander.
„Liebst du mich noch immer?“ Wolfgang strahlt Robert an.
Dem wird heiß und kalt. Er beugt sich leicht nach vorne, um Wolfgang auf den Mund zu küssen. Wolfgang lässt ihn. Robert schiebt ihm seine Zunge zwischen die Lippen. Wolfgang lässt ihn. Robert fasst ihn mit beiden Händen an der Hüfte und zieht ihn fest an sich. Wolfgang lässt ihn. Wortlos beginnt Robert, ihm das Hemd aufzuknöpfen. Er zieht es ihm aus. Mit zittrigen Fingern macht er ihm die Hose auf.
„Es darf niemand erfahren“, haucht Wolfgang, „erzähle es ja niemanden.“
„Ja, Liebling, ja, was immer du willst“, murmelt erregt Robert.
Ruhig beginnen sie sich nackt auszuziehen. Beide mit einer Erektion, sinken eng umschlungen auf das Bett. Vorsichtig, zärtlich führt Robert seinen Traum in die Geheimnisse der Liebe ein. Wolfgang gibt sich ihm völlig hin. Das Spiel dauert lange und ist für beide eine große Befriedigung. Sie schlafen gemeinsam. Jedes Mal, wenn Einer erwacht, küsst und streichelt er den Anderen. Im Morgengrauen kommt es zum zweiten Akt.
„Bekomme ich auch ein ordentliches Frühstück“, fordert anschließend Wolfgang.
„Klar, bringe ich gleich.“ Robert springt auf, um aus der Küche das Gewünschte zu holen. Danach die Morgentoilette, ein gemeinsamer Besuch eines Flohmarktes. Wieder stellen sie viel Gemeinsames fest. Ob Objekte, ob Stile, ihre Interessen stimmen überein. Ein Essen in einem Stadtlokal, anschließend ins Bett. Verspielt kost jeder den Körper des Partners. Erfüllend ist der Höhepunkt. Robert befindet sich im 7.Himmel. Wolfgang gibt sich ihm wild und hemmungslos hin. Sie benützen noch die paar Stunden der Öffnungszeit zum Einkaufsbummel. Danach ein Heurigen-Abend. Diesmal ist Wolfgang offen und kontaktfreudig.
„In deiner Gegenwart ist alles so leicht“, erklärt er Robert.
Die Nacht wird zum Erlebnis. Mehrere Liebesspiele, die Robert vorschlägt, werden von Wolfgang mit großer Neugierde angenommen. Am Sonntagmorgen sind sie beide erschöpft und doch erfrischt. Sie beschließen, zur Baumesse zu gehen. Das imaginäre Haus wird von ihnen gemeinsam gebaut, gemeinsam eingerichtet und vor allem gemeinsam bewohnt. Robert ist von Wolfgang begeistert. Der Junge will es genauso wie er. Wolfgang fühlt sich wohl. Der Kerl versteht ihn. Er will genau so leben, wie er es erträumt. Früher als gewohnt essen sie zu Abend, um danach rasch ins Bett zu hüpfen. Beide sind wieder heiß gelaufen. Die Lust hat sie voll im Griff. Robert nimmt Wolfgang her, wie er noch nie zuvor einen Burschen gepackt hat. Wolfgang jubelt. Er hat seine Jungfräulichkeit verloren und kann nun nicht genug bekommen. Am Montagmorgen trennen sie sich nach dem Frühstück.
„Sehe ich dich am Abend wieder?“, hofft Robert.
„Nein heute nicht. Wir sehen uns am Donnerstag wie üblich.“
Robert ist enttäuscht. Er will dass Wolfgang zu ihm zieht.

Am Donnerstag wartet er vergeblich. Am Freitag versucht er Wolfgang telefonisch zu erreichen. Seine Mutter ist am Telefon. „Wolfgang ist abgereist. Bei Tante Julisch.“
Noch zwei Mal versucht es Robert.
Schließlich bekommt er den Bruder ans Telefon. „Ich habe dir doch gesagt, es gibt eins auf die Nase, wenn du Wolfi an baggerst.“
Robert verzweifelt. Er lauert in der Nähe des Hauses. Er sucht an allen möglichen und unmöglichen Orten. Wolfgang bleibt verschwunden.

Nach über zwanzig Jahren steht er plötzlich vor Robert. Die Jahre sind an dem nun 40 jährigen nicht spurlos vorübergegangen. Männlicher, breiter, mit schütterem Haar ist ihm nur das verschmitzte Lächeln, das Robert so aus der Fassung bringt, geblieben.
„Hallo Robert. Wie geht es dir? Du hast dich kaum verändert“, strahlt ihn Wolfgang an.
„Oh, gut. Wolfgang, ich habe zufällig heute an dich gedacht.“
„Ich denke oft an dich. Die drei Nächte mit dir waren das Schönste, was ich je erlebte.“
„Warum bist du verschwunden? Deine Familie hat abgeblockt. Ich durfte nicht wissen wo du warst.“
„Ja ich habe bald geheiratet. Dort drüben, das ist meine Frau. Wir haben vier Kinder.“ Teils stolz, teils wehmütig informiert ihn Wolfgang.
„Dann bist du wie dein Bruder ein wilder Hengst geworden“, lächelt Robert, der sich über die nicht gerade attraktive Frau wundert.
„Nein, sie ist die einzige Frau in meinem Leben.“
„Aha und ich der einzige Mann.“ Robert findet es lustig.
„Nein, mit Männern habe ich es noch viermal probiert. Dir konnte keiner das Wasser reichen.“
„Warum hast du mich nicht angerufen?“ Robert ist entsetzt. Es wäre doch noch schön geworden.
„Du warst zu gefährlich. Man macht es nicht mit Männern. Mein Bruder hat mir die Frau besorgt. Mein Vater hätte mich erschlagen, wenn er je etwas von dir erfahren hätte. Mutter, der ich etwas angedeutet hatte, ist darüber unglücklich. Robert ich habe mich für ein normales Familienleben entschieden.“
„Und es mit Männern probiert?“ Bitter stößt es Robert hervor.
Wie kann ein Bursche so dumm sein und wegen der Anderen seine GefĂĽhle verleugnen.
„Wir hatten es schön. Die Erinnerung daran reicht für ein ganzes Leben.“ Wolfgang strahlt, dreht sich um und verschwindet im Gewühl.

„Wer war das?“ Oskar der Abstand gehalten hat, ist zu Robert getreten.
„Eine wunderschöne Erinnerung, die für ein ganzes Leben reicht.“
Nachdem Wolfgang unerreichbar geworden war, hat Robert weiter Frösche geküsst um endlich den Froschkönig zu finden. Einige Jahre später hat er Oskar kennen gelernt. Mit ihm ist er seit 15 Jahren glücklich.

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

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Lutz LEOPOLD
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