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Leselupe.de > Gereimtes
ich schiebe dir mein marmela
Eingestellt am 26. 11. 2015 17:53


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Mondnein
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    ich schiebe dir mein marmela


ich schiebe dir mein marmela
    denbrot gern zwischen die kiemen
ans b├╝gelbrett gelehnt du f├Ąllst
    nicht um du w├╝rdest ja fliegen
so leicht bist du mein federchen
    mein spatz ich sehe dich liegen

schon auf dem brett das hei├č - das hei├čt -
    da├č - hei├ča! werd ich dich b├╝geln!
du wirst mit glatter hand die platte
    stirn dir schlagen - mich z├╝geln
und rittlings auf mir sitzen - ja ich
    unterliege dem staunen

bin ich die satteldecke die
    geworfen ├╝ber den braunen
das muskelspiel dir weitergibt
    vom r├╝cken dieser geballten
geladnen kraft der sklavenschaft
    gestalten - schaft der gewalten?

die schaffen schaffen schaffen schaffen
    schaffen schaffen und beamen
hin├╝ber ├╝bers wurmloch sich
    zu dir um sich zu vergn├╝gen
die schaffen sich durch lichtes um
    kehr einla├č in deine daunen

du mondestochter marsbraut-rot
    zu dir zu deinem erstaunen
du venustochter kupfer-rot
    zu dir zu deinem vergn├╝gen
wirst sonnentochter morgenrot
    du meinen pegasus striegeln?


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

Version vom 26. 11. 2015 17:53

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HerbertH
???
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Lieber Mondnein,

ich denke grade heftig nach, ob ich die Form kenne. Sie ist - hat man sie erst einmal erkannt - sehr sch├Ân und l├Ąsst den Inhalt fein beschwingt vor├╝bergleiten.

Das kontrastiert nur unter einem bestimmten Blickwinkel zu Inhalt, unter einem anderen, den ich vorziehe, passt diese t├Ąnzerische Form sehr gut zum verspielten Inhalt.

Gerne gelesen!

Liebe Gr├╝├če

Herbert

PS: S4Z6 f├Ąllt leicht aus dem Rahmen, metrisch. Ist das gewollt?
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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Mondnein
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um kehr

gut bemerkt, HerbertH: urspr├╝nglich waren die je zwei zeilen eine l├Ąngere mit sieben hebungen, und so sind sie auch fl├╝ssig durch-zu-lesen. in der regel endet die jeweils erste zeile der paare bzw. h├Ąlften betont und die einger├╝ckte zweite h├Ąlfte beginnt unbetont.
die verse sind iambisch, die enden der einger├╝ckten sind adoneen, sie enden also wie hexameter auf XxxXx.
Du hast recht: wenn ichs anpasse, siehts so aus:

quote:
die schaffen sich durch lichtes um
    kehr einla├č in deine daunen
es w├Ąre dann die zweite stelle mit einer trennung mitten im wort: die erste schafft das gek├╝rzte "marmela" des komischen titels, und dann l├Ąuft es eher nat├╝rlich fl├╝ssig weiter.
was meinst du: sollte man diese stelle anpassen, also zwischen um und kehr trennen, um eine einheitliche metrik zu gewinnen, oder l├Ąuft sich der scherz durch wiederholung tot?
immerhin erg├Ąbe sich eine optisch abbildende "um-kehr". hat auch seinen reiz.


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Mondnein
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iambischer heptameter mit adoneus-klausel

so, vollzogen: um / kehr

der reiz der aufspaltung k├Ânnte im auf und ab der spannung liegen, im iambischen spannungsaufbau wie bei einer harmonischen kadenz, wo die dreiklangsfolge von der tonika erst einmal in die subdominante aufsteigt und dann von der dominante wieder in die tonika hinab- bwz. zur├╝ckf├Ąllt.
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