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Leselupe.de > Ungereimtes
ignorantengrab...
Eingestellt am 14. 01. 2005 21:13


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sirprise
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2004

Werke: 30
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ignorantengrab

im staub der worte
nackt und blo├č
liegt vor dir
mein ICH

in worte gekleidet
deine streitaxt
schl├Ągst du zu
und triffst

nur DICH

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Sandra
Guest
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Hallo sirprise,

Nur an einer Stelle geht die Silbenzahl einher mit dem Klang. Es ist die dritte Zeile zweiter Vers. Dort fehlt eine Silbe zur dritten Zeile erster Vers. Im Gegensatz zu den anderen Zeilen h├Ârt man es hier und es st├Ârt. Ansonsten ist die Aussage des Gedichtes gut formuliert und es gef├Ąllt mir.

LG
Sandra

im staub der worte
nackt und blo├č
liegt vor dir [3]
mein ICH

in worte gekleidet
deine streitaxt
schl├Ągst du zu [3]
und triffst

nur DICH

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sirprise
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2004

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oops...

richtig....habe ich glatt vergessen !

danke sandra, f├╝rs aufmerksame lesen *laut bestimmt, nicht so wie ich nur mit den augen?!*

liebe gr├╝├če aus krefeld

S.

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bonanza
Guest
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ein guter gedanke, sirprise.
in der realit├Ąt trifft die streitaxt schon den
vermeintlichen gegner. da├č die "gemeinheiten" der menschen
sie selbst richten, ist eine wunschvorstellung der opfer.

ich r├Ątsele ├╝ber den titel "ignorantengrab".
der mensch begr├Ąbt sich unter seiner ignoranz ...
vielleicht ein lebendig begraben sein.

dein gedicht ri├č mich nicht gerade vom hocker.
es zeigt sich mir einfach und gut nachvollziehbar.
und aus irgendeinem grunde spricht es mich zur zeit
pers├Ânlich an.
ich hoffe, das ignorantengrab bleibt mir erspart.

gru├č
bon.

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sirprise
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2004

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bon...

..was mich zu diesem text bewegte, war so mancher "seelen-stripease" der vollzogen wird...das innerste nach aussen gekehrt, sich offenbart zu haben, sich mitgeteilt und teilhaben lassen von dem was man f├╝hlt und denkt...dann wieder erfahren m├╝ssen, wie sehr darauf oft, so oft eingedroschen wird, eben mit jener verbal gef├╝hrten streitaxt...

du hast recht, wenn du sagst das im realen leben diese axt ihr ziel finden mag und das alles andere ein wunschdenken bleiben w├╝rde.
nun, nur nicht so aussschlie├člich wie es vielleicht scheint, denn andererseits wird auch so ziehmlich vieles vom "axtschwingendem" offenbar...ist das nicht sch├Ân zu erleben ?

ich hoffe ebenso wie du.

liebe gr├╝├če aus krefeld

S.

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

sirprise, t├Ąter und opfer offenbaren sich gleicherma├čen.
du hast recht. oft sind sie nicht einfach in ihren rollen
zu erkennen. der t├Ąter bezeichnet sich selbst als opfer.
die tragik ist, da├č das opfer sich auch noch als opfer
rechtfertigen mu├č, um gerechtigkeit zu erfahren. ich
nenne zb. manches vergewaltigungsopfer.
oder das opfer des holocaust, das, um eine entsch├Ądigung
zu erhalten, unter einer beweispflicht steht.
w├Ąhrend manche t├Ąter in amt und w├╝rden munter weiter
leben, ohne zur rechenschaft gezogen worden zu sein.

im privaten bereich zwischen liebenden gibt es keine
instanz, welche gerechtigkeit herstellt.
das vertrauen, das mi├čbraucht wurde, bleibt meistens
eine offene rechnung; und nur die zeit kann die wogen
gl├Ątten.
manchmal ist unsere rolle als opfer auch nur eine
einbildung aus einer tiefen verletztheit heraus.
wir verkraften nicht, da├č unsere liebe einem menschen
gegen├╝ber nicht erwidert wird, wie es unserem wunsch-
denken entsprochen h├Ątte.
das ist hart. und wir sp├╝ren die streitaxt, wie sie
auf uns niederf├Ąhrt. wir erfahren, da├č es in der
liebe keine gerechtigkeit gibt, und da├č das wort
liebe scheinbar von jedem menschen anders gebraucht wird,
mit anderen vorstellungen verbunden ist.
es gibt schmerzen, die uns niemand abnimmt.
h├Âchstens durch einen guter freund, der mit tr├Âstenden
worten verst├Ąndnis zeigt.

geht meine interpretation zu weit?
ich erw├Ąhnte im voraus, da├č ich dein gedicht sehr
nah sp├╝ren kann.

bon.


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