Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92203
Momentan online:
279 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
im steigen begriffen
Eingestellt am 06. 07. 2010 13:00


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1033
Kommentare: 3088
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Perry eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

im steigen begriffen

vierzehn stockwerke, spiegelnd verglast und du bist allein
in der chromverschalten kabine. noch einmal durchatmen,
bevor der knopf gedrĂŒckt, die seile stoßgedĂ€mpft anrucken.
der zuckende blick zur leuchtanzeige entspannt sich erst,
als es aufwÀrts geht. kellergeschosse beklemmen dich,
du kennst das gewicht von beton in seiner kantigen höhe.
mit leichtem ziehen im magen, der schwerkraft entfliehend,
geht es nach oben, vom schacht gefĂŒhrt wie eine rakete.
einmal die erde von oben sehen, hochhÀuser degradiert
zu statistiksÀulen, die gegen unerheblich tendieren.
vom einsetzen der bremsdĂŒsen wachgerĂŒttelt, suchst du
halt an der wand, wÀhrend dein gehirn noch weiter steigt,
bis es sanft an die schĂ€deldecke stĂ¶ĂŸt, die tĂŒren sich
pagenlÀchelnd öffnen, um dich schwankend auszuspeien.
fĂŒr den weg nach unten nimmst du die treppe.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


JackoF
???
Registriert: Jun 2010

Werke: 35
Kommentare: 313
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um JackoF eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Perry,

Oh Ja - das ist was fĂŒr mich !!!!

Als wÀren wir schon einmal zusammen per Lift in die Höhe gerauscht :-)))

Genau diese von Dir beschriebenen Einzel-Empfindungen und Gedanken in solch einer langen Lift-Fahrt sind es doch, die passieren können.

Hier wird das Überwinden von Distanzen(nun in die Höhe) irgendwie seltsam, eigen - man ist komplett involviert, und doch außerhalb einem direkten Mitverfolgen können.
Man will diese Distanz ĂŒberwinden,
weiß, was ein Fahrstuhl und deren Sinn ist,
und wird scheinbar doch komplett aus diesem Vorgang ausgeklammert.

Dieses sehbare Unbeteiligtsein, und diesem zugleich geistig/empfindend dabei sein zu mĂŒssen,
da ja hier eine reale und geistige RealitÀt passiert :-)),
und wir kennen diese Lift-RealitĂ€t im Detail – etwas ganz Normales,
und doch so immer wieder eigen-artig...., als wÀre da doch eine Unwirklichkeit....

Perry – echt, hat mir gefallen , mich in Deinen Text mit einbeziehen zu können.....,
auch sprachlich bin ich gleichsinnig gut dabei...,
einfach eine mir bekannte Fahrt in seinen eigenen Details.....

An einigen Stellen sind mir intuitiv einige Begriffs-Kritteleien in den Sinn gekommen,

guck doch mal :

im steigen begriffen

vierzehn stockwerke, spiegelnd verglast und du bist allein
in der chromverschalten kabine. noch einmal durchatmen,
bevor der knopf gedrĂŒckt, die seile stoßgedĂ€mpft anrucken.
der zuckende blick zur leuchtanzeige entspannt sich erst,
als es aufwÀrts geht. kellergeschosse beklemmen dich,
du kennst das gewicht von beton in seiner kantigen höhe. ......<= wĂŒrde ich wegfallen lassen !! versteh ich nicht zum Kontext ?
mit leichtem ziehen im magen, der schwerkraft entfliehend,
geht es nach oben, vom schacht gefĂŒhrt wie eine rakete ........<= rakete ist mir zu hart/ vielleicht blasebalg ?, oder.......
einmal die erde von oben sehen, hochhĂ€user degradiert .........<= degradieren ?/wĂŒrde das LI einbeziehen
zu statistiksÀulen, die gegen unerheblich tendieren.
vom einsetzen der bremsdĂŒsen wachgerĂŒttelt, suchst du
halt an der wand, wÀhrend dein gehirn noch weiter steigt,
bis es sanft an die schĂ€deldecke stĂ¶ĂŸt, die tĂŒren sich
pagenlĂ€chelnd(1) öffnen, um dich schwankend auszuspeien(2). <= (1)/“wie von Geisterhand“ / (2)/ „wieder freizugeben“
fĂŒr den weg nach unten nimmst du die treppe.

----------------------------------

Perry,
wieder ein gerne liftig luftiges Jacko-TschĂŒss

bis dann wieder.....

--

Bearbeiten/Löschen    


Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1033
Kommentare: 3088
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Perry eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Hallo Rhea,

freut mich, dass es dir gefÀllt.
Ich denke, den "Grabenkampf" Kurzprosa/Prosalyrik brauchen wir nicht zu fĂŒhren. FĂŒr mich sind genĂŒgend lyrische Elemente wie Alliterationen und Enjambements eingestreut und die Form bildet zusĂ€tzlich den Wolkenkratzer nach (lĂ€chel).
Danke fĂŒr dein Interesse und LG
Manfred

Bearbeiten/Löschen    


Rhea_Gift
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 325
Kommentare: 3573
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rhea_Gift eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

na - nen Wolkenkratzer stell ich mir höher vor - darauf kommt man nicht... UmbrĂŒche frĂŒher schon setzen? Damits höher und schmaler wird? So ists eher ein Container

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Bearbeiten/Löschen    


7 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!