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Leselupe.de > Kurzgeschichten
in memoriam
Eingestellt am 01. 06. 2001 00:24


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Anches-en-pa-Aton
Hobbydichter
Registriert: May 2001

Werke: 6
Kommentare: 7
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*.*
Heuchler!
Alles Heuchler.
Elendige, schleimende LĂŒgner!
Sich in der Sonne aalende BaumstĂŒmpfe,
von außen normal – innen zerfressen, faulend, hohl.
Hohle Heuchler, heuchelnde Hohlköpfe ohne Wirklichkeiten.
Alles imaginÀr.
Ihre Klunker, ihr Grinsen, ihre auftoupierten Haare, ihre Sonnenbrillen, ihre TrÀnen, die sie dahinter verstecken. Alles nicht Wirklichkeit, alles Betrug, TÀuschung.
Ihre Bewegungen, die zur Nase gefĂŒhrten SeidentaschentĂŒcher, ihre schleppenden Schritte, als sie an sein Grab gehen, alles nur gespielt, nicht Echt, eine einzige riesige FĂ€lschung, imaginĂ€res Plunder.
Sie werden nicht einmal rot, als sie Beileid wĂŒnschen.
BEIleid. Ja, die leiden wirklich mit, die alten Tanten und Onkel, die (in) sein Grab schaufeln, und sich dann das Feuchtigkeitstuch reichen lassen zum HĂ€nde Abwischen.
Und wĂ€hrend sie dann die HĂ€nde neu eincremen, fĂŒhren sie eine Diskussion.
„Woran er wohl gestorben sein mag, er war doch noch so jung.........???“
Ich weiß es, ich!
An euch, an eurem Klunker ist er erstickt, in euren Frisuren hat er sich verfangen, an eurer Wirklichkeit ist er gestorben.
In eurer Wirklichkeit ist er gestorben.
In der wirklichen Wirklichkeit hat er sich umgebracht, er hat sich das Leben genommen.
Aber das paßt nicht in eure Wirklichkeit.
In eurer perfektes Glanzfoto der Familie.
Er wollte nicht mehr mitspielen, euer Gesellschaftsspiel mit den hunderttausenddreihundertundvier LĂŒgen, Unwahrheiten, Heucheleien.
Zum Beispiel: Er hatte einen Unfall.
Ja – wirklich zufĂ€llig, daß er mitten am helllichten Tag auf einer kerzenschnurgeraden Straße gegen den einen Baum fĂ€hrt, der dort steht.
Gegen den einzigen Baum auf einer Gerade am hell erleuchteten Tag.
Unfall!
Zufall!
Kann ja jedem passieren.
so `was, sowieso, ĂŒberall und jederzeit!
Klar doch!
Und eure schleimige RealitÀt
eure imaginĂ€res DenkgefĂŒge
in euren fiktiven Gehirnen
nimmt diesen fadenscheinigen Betrug auf.
Ignoriert doch alles, was wirklich Wirklichkeit ist.
Bei euch ist Wirklichkeit wirklich nicht wirklich!
eure verwirrt vervierte Gesellschaft der Spatzenhirne.
Ihr rosa BrillentrÀger,
ihr elendigen Schleimer.

Meine subjektive Wirklichkeit hat ihn nicht umgebracht.
Unter eurem Druck ist er gestorben.
Ihr, die ihr durch Leistung, Betrug, Bestechung und Gedankenmord
ihm den Kragen zuschnĂŒrtet
und ihm schließlich den seidenen Faden zuschicktet,
an dem er sich erhÀngen sollte.
Und ihr wißt es!
Eure realistische Fiktion kann das nicht abschirmen,
nur verdrÀngen,
oder verschönern,
auftakeln.
Aber nicht auslöschen,
ungeschehen machen.
Es verschwinden lassen.
So wie auch eure Wirklichkeit verdampfen wird
so schnell wie jeder Tropfen Zeit
am glutheißen Stein der Ewigkeit.

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Anches-en-pa-Aton
Hobbydichter
Registriert: May 2001

Werke: 6
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in memoriam

ein krÀftiges hallo an alle!

die dame mit dem namen, bei dem sich jeder inklusive ihr selbst fragt, was er bedeutet, hat was in das netz gestellt, um zu erfahren, was andere zu diesem thema denken...
also bitte kritisiert nach herzensliebe, ich freu mich drĂŒber....

Anchsi

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