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Leselupe.de > Ungereimtes
inaniel
Eingestellt am 19. 02. 2008 09:57


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Otto Lenk
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ein dumpfer glockenton,
der nicht verklingt.
ein bild,
aus asche auferstehend,
sich immer wieder
selbst verbrennend.
ein hoffnungsschimmer,
der im traum beginnt
und stirbt.
eine träne,
die ihren weg nicht findet.
eine trauer,
die das leben bindet.
ein sterben,
das nie wirklich endet.
ein ich,
das leise ist.
dessen wesen
in all jenem mündet,
das ihn geformt
und still beweint.
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Haki
Guest
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Hallo Otto,

das Gedicht gefällt mir, auch wenn mir der Titel nichts sagt...
ich würder vielleicht noch ein wenig verdichten, in etwa so:


ein dumpfer glockenton,
der nicht verklingt.
ein bild,
aus asche auferstehend,
sich immer wieder
selbst verbrennend.
ein hoffnungsschimmer,
der im traum beginnt
und stirbt.

eine träne,
die ihren weg nicht findet.
eine trauer,
die das leben bindet.

ein sterben,
das nie wirklich endet.
einstummes ich,
das leise ist.
dessen wesen
in all jenem mündet,
das ihn geformt
und still beweint.hier stimmt etwas nicht, das wesen mündet in all jenem, das ihn geformt hat, oke bis dahin nachvollziehbar, aber dann "und still beweint" passt grammatikalisch nicht, oderß

So fände ich es prägnanter, aber es ist vorher auch schon schön, das "leise" war mir zu schwach, am schluss stolpere ich ein wenig...
Vielleicht magst du ja das ein oder andere übernehmen...
Trotz allem: ein gutes Gedicht!

Liebe Grüße,
Haki


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ENachtigall
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Lebensmale

Hallo Otto,

ich kenne den Song "Inaniel" vom Album "Crippled Crow" von Devendra Banhart. Falls du dich davon hast inpirieren lassen, teilen wir diesen Nischen schmückenden Musikgeschmack. Die Stimme des Musikers erinnert an den unvergleichlichen Marc Bolan in seinen besten Zeiten. Banhart allerdings bringt seinen Zauber durch den Einfluss indianischer Mythen und Weltsichten in die Texte.

Inaniel ist ein - in meinen Ohren - meditativer Name, wessen auch immer. Meditativ wie die transzendierenden Lebensmale in deinem Gedicht. Sie zeichnen eine von Vergehen und Entstehen durchwirkte Schöpfung, als deren Teil der Einzelne sich erlebt und in deren Kräfte er beständig unvollkommen einfließt.

quote:
ein ich,
das leise ist.
dessen wesen
in all jenem mündet,
das ihn geformt
und still beweint.

Die spirituelle Idee ist hier auf ganz leichte natürliche Weise in Worte gefasst. Das macht die Wirkung des Gedichtes für mich großartig.

Allein bei "in all jenem mündet" bin ich nicht sicher; meinst du auch hier den Kreislauf von Entspringen und Münden im Ursprünglichen oder ein finales Einfließen? Dann müßte es aber "in all jenes mündet" heißen, wenn ich nicht irre.

Grüße von Elke

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Otto Lenk
Routinierter Autor
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Während ich den text schrieb, lief im hintergrund inaniel. Wahrscheinlich wäre es ein anderer text geworden (mit einer anderen note), ohne dieses lied. Ja…ich teile diese nische mit dir,liebe elke. Und ja…es ist dieser kreislauf im ursprünglichen.
Ich mag an diesem text nichts ändern, Haki. Aber ich habe sehr gerne über deine worte nachgedacht, sie mit meinem empfinden verglichen…geprüft. Es wäre ein anderer text, nicht meiner.
Eve, Wando, Beba…Merci.

Alles Liebe euch

P.S.: hier der link zum lied

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Eve
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Hallo Otto,

eine Frage habe ich doch noch

quote:
ein ich,
das leise ist.
dessen wesen
in all jenem mündet,
das ihn geformt
und still beweint.
das Wesen bezieht sich ja auf das Ich - müsste es dann nicht heißt "... das es geformt ..." statt ihn?

Viele Grüße,
Eve

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