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Leselupe.de > Ungereimtes
irr weg
Eingestellt am 31. 03. 2008 18:30


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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aprilsonne wärmt
mir den starren
nacken will
weiter seh
mich nicht um

werfe aufs
hellgraue
pflaster meinen
länger werdenden
schatten


hoffe
er zeigt mir endlich
den richtigen
weg

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 31. 03. 2008 18:30

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Eve
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 28
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Hallo Karl,

sehr feinsinnig, deine Zeilen. Wenn dem LyrIch die Sonne den Nacken wärmt, dann steht sie direkt hinter/schräg über ihm ... dann führt sein Weg ihn in diesem Moment geradeaus ;-)

Besonders gefällt mir die zweite Strophe – als ob man seinen Schatten bewusst werfen könne ... dabei aber trotzdem der Hoffnung nachgeht, die Richtung (für den Weg in die Zukunft) möge dieses Mal die richtige sein.

Es ist gut, sich nicht umzusehen, denn vergangen ist vergangen, daran kann man nichts mehr ändern – nur die Richtung des Schattens scheint beeinflussbar (je nachdem, wie man sich der Sonne zu oder abwendet).

Dein Text drückt auch eine gewisse Melancholie aus (trotz der Aprilsonne), denn bisher scheint der Weg des LyrIchs wohl nicht besonders glatt verlaufen zu sein – oder zumindest nicht so, dass das LyrIch sich "richtig" gefühlt hätte ...

Gerne gelesen – auch weil es kurz zum Innehalten einlädt und dazu, an seinen eigenen Schatten zu denken ;-)

Viele GrĂĽĂźe,
Eve

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Eve,
über den eigenen Schatten zu springen ist offenbar unmöglich, über den Schatten anderer geht es wesentlich leichter.
Danke fĂĽr deine ausfĂĽhrliche Interpretation. Sie hat meinen Gedanken weiter gefĂĽhrt.
Herzliche GrĂĽĂźe
Karl

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Joh
Häufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2008

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Hallo Karl,

der April als Frühlingsmonat, der als Jahreszeit alte harte Narben, im übertragenen Sinne, mit seinen ersten warmen Strahlen/Gedanken/Hoffnungen für das beginnende, neue Vegetationsjahr, das man auch als neue Lebensphase sehen kann, weicher werden läßt, sie vielleicht löst und den neuen Weg dadurch möglich macht. Es steckt viel drin in Deinem Gedicht. Freut mich immmer wieder, etwas von Dir zu lesen, es gibt immmer etwas zum mitnehmen.

ein lieber GruĂź an Dich, Johanna

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mirami
Guest
Registriert: Not Yet

hallo karl,

den eigenen schatten zu sehen impliziert für mich einerseits etwas negatives, nämlich dass man sich der sonne abgewandt hat, anderseits aber auch etwas positives, nämlich in die richtung zu gehen in die man sieht, sozusagen seinem selbst gewählten ziel bewusst entgegen.

insofern bleibe ich gefühlsmäßig etwas zwiespältig aber durchaus angeregt sinnierend nach dem lesen zurück. :-)

freundliche grĂĽĂźe
mirami

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe mirami,
da der Schatten immer fest an seinen Schattenwerfer gebunden ist, muss der Schattenwerfer zwangsläufig seinem Schatten folgen oder stehen bleiben. Sich vom Schatten abzuwenden, kann bedeuten, einen freien Weg zu wählen.
Insofern ist dein zwiespältiges Gefühl durchaus berechtigt, da das Lyr-Ich ja auch in einem Zwiespalt ist.
Vielen Dank fĂĽr deinen Zeilen und liebe GrĂĽĂźe
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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