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Leselupe.de > Kurzprosa
jetzt sind die egoisten da
Eingestellt am 19. 01. 2002 01:57


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prinzesschen
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

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sie werden es nicht glauben,aber ich hab jetzt den dreh mit dem einfĂŒgen raus. gestern konnte ich es noch nicht, aber blondinen lernen auch dazu, sie denken eben langsam,aber sie denken.
draufgekommen bin ich,als ich eine mail verschicken wollte und auf einfĂŒgen ging, und dann hatte ich statt dem gewĂŒnschten objekt auf einmal den text in der mail,den ich gestern fĂŒr sie alle ins netz hier reinstellen wollte. na sowas.
und dieser text steht neben vielen andren lustigen sachen auch in meiner homepage, die beste seite,die man mit zwei ungeschickten linken hÀnden machen kann,
Hier klicken
oh schleichwerbung am rande. da muss ich ja glatt aufpassen,dass ich auf meiner schleimspur nach oben nicht ausrutsche und nach unten falle.

Das Abnormale - so schlecht, dass es schon wieder gut ist.

Das, meine lieben Leser, sind die Außergewöhnlichen, ich wage fast, mich dazuzuzĂ€hlen, als Stammkunde in ihrem verrĂŒckten Daseinskatalog. In diesem Katalog scheinen viele Eigenbrödler, sogenannte Wunderwerke der Natur abgebildet zu sein.
Ich kam eines Tages in den Genuss, so etwas nicht AlltĂ€gliches kennen zu lernen, und zwar beim Personentransport nach KĂ€rnten, im Zug. Ich saß ganz entspannt und zufrieden mit mir selbst in einem Abteil, den Blick auf die Felder gerichtet, den Schafen zuwinkend, weil das GlĂŒck bringt, und vom GlĂŒck bin ich noch nie abgeneigt gewesen, da gesellte sich ein aufgeschlossener Mensch zu mir und meiner Einsamkeit. FĂŒr meine Begriffe zu aufgeschlossen, denn er sprach BĂ€nde, und das tat er ohne vorher danach gefragt zu werden. Er erzĂ€hlte von seinem Lebensmotto, zuerst dem Tod zu begegnen und danach dem menschlichen Leben. So besucht er zuerst in einem ihm fremden Ort den Friedhof, spaziert zwischen den GrĂ€bern umher, wie eine verlorene Seele, die ihr Heil sucht, liest die Namen an den Grabsteinen und geht anschließend mit diesem neuen Potential an Wissen ins nĂ€chste Wirtshaus. Dort hört er aufmerksam der Stammtischrunde zu, merkt sich die betreffenden Personen namentlich und stellt sich symbolisch die dazupassenden Grabsteine vor. So fĂ€llt seiner Beobachtung nach der Grossbauer Meier nach seinem Tod in das Familiengrab Meier, mit der Inschrift:
„ Hier ruht in hoffentlich ewigem Frieden Frau Meier, Herr Meier, Großvater Meier, Großmutter Meier, die in ihrer Bösartigkeit alle ĂŒberlebt hat,....."
Eine noch nicht in den Alltag aufgenommene Methode, Menschen kennen zu lernen, doch dieser Mann wendet sie bereits an, wie manch anderer das Alphabet, um Buchstaben zur Wortbildung aneinander zu reihen. Etwas zu hoch fĂŒr meinen kleinen geistigen Horizont, das muss erst gehirngerecht verarbeitet werden. An diesem Beispiel können sie nachvollziehen, dass der ganz alltĂ€gliche Wahnsinn auch in den Alltag der Bahn AG Einzug hĂ€lt.
Um den Wahnsinn nicht all zu sehr in unseren Köpfen zu verankern, jedenfalls noch nicht so schnell, möchte ich die Norm etwas mehr ins Geschehen einbringen. Hier bietet sich die Sonnenfinsternis als bestes Ereignis dieses Jahrhunderts an. Die Menschen trafen im Rudel aufeinander, drĂ€ngten in die Kernschattengebiete, um mit Pappbrillen auf der Nase nach oben zu sehen, weil alles Gute vorzugsweise von oben kommt. Sie sahen sich am helllichten Tag an, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt. UrsprĂŒnglich wollten wir im trauten Familienkreis auch losfahren, um an diesem seltenen Erscheinungsbild teilzunehmen, aber als wir die Staumeldungen der Autobahnen im Radio hörten, entschieden wir uns anders. Ich tröstete mich damit, dass andere nach Lourdes pilgern, um bei Maria nach dem ersehnten Augenlicht zu flehen, und ganz Österreich, Deutschland, Frankreich und die Schweiz damit beschĂ€ftigt sind, in den Himmel zu starren um womöglich vereinzelt das Augenlicht zu verlieren. Mit diesem positiven Gedanken setzte ich mich vor den Fernsehapparat, erlebte die Sonnenfinsternis mehrere Male hintereinander live ĂŒbertragen nicht im wartenden Zustand im Stau auf der Autobahn, sondern bequem liegend auf dem Sofa mit und war damit auch zufrieden. Die nĂ€chste Sonnenfinsternis soll bekanntlich in Afrika stattfinden, und wir spenden unsere Pappbrillen dem Kontinent. Vielleicht liefern sie mich mit einer Ladung Brillen hinunter, dann bin ich auch vor Ort, wenn der Mond scheint.
Mein Vater sagte:
„Weißt du was, mein Sonnenschein, schließe einfach im richtigen Moment die Augen, dann wird es dunkel genug in deiner Umgebung."
Das ist ein Argument. Meine Familie und meine Wichtigkeit feierten das Ereignis anschließend in Italien und verbanden es mit meiner Mutters Geburtstag, damit wir wussten, dass es sich zu feiern lohnt.
So eine Sonnenfinsternis ist ein willkommener Anlass fĂŒr die Rudelbildung, das haben wir mit den Tieren gemeinsam. Im Rudel fĂŒhlen wir uns stark, die Masse verleiht Geborgenheit und AnonymitĂ€t, und in der genormten AnonymitĂ€t wĂ€chst im Menschen die Kraft, außerordentliche Taten auszuleben. So feiern die englischen Hooligans auf ihre ganz eigene Art und Weise ein Fußballspiel, indem sie ihre Wut offen ihrem GegenĂŒber ins Gesicht werfen. So fallen ganz normale BĂŒrger wie SchachtelhĂ€user um, wenn sie in die HĂ€nde eines Hooligans gelangen, und die Polizei hat Hochkonjunktur, wenn die Halbstarken denken, sie mĂŒssten ihre FĂ€uste stellvertretend fĂŒr ihre StimmbĂ€nder sprechen lassen.
Fußballspielen ist etwas Interessantes, die Spieler laufen einem runden Ball nach, und das machen sie so lange, bis die Kugel ins Tor fliegt und den nahezu arbeitslosen Tormann ĂŒberrollt.
Nicht nur Fußballspiele verdienen es, aufmerksam mitverfolgt zu werden, auch Volksfeste freuen sich auf regen Ansturm und liegen wegen ihrer PopularitĂ€t gut im Rennen. Nehmen wir das MĂŒnchner Oktoberfest, ein alle Jahre wiederkehrender Anlass, um den Trinkfreuden freien Lauf zu lassen und sich der guten Stimmung hinzugeben. Es sollen ja Leute existieren, die sich extra fĂŒr das Oktoberfest fĂŒr vierzehn Tage in den Urlaub schicken, nur um einige NachthĂ€lften in der AusnĂŒchterungszelle zu verschlafen. Wenn man bedenkt, wie sich AnwĂ€lte fĂŒr ihre vielleicht schuldigen Mandanten ins Zeug legen, um sie vor dem GefĂ€ngnis zu bewahren, muss man sich fragen, woher der Drang einiger Menschen kommt, freiwillig ins GefĂ€ngnis getragen zu werden. Die Wege mancher Leute sind sonderbar, besonders wenn sie hinter verschlossene TĂŒren fĂŒhren. Ich möchte das Oktoberfest keinesfalls verdammen, es lockert den Alltag, hat Tradition, vielleicht mehr Tradition als so mancher sonntĂ€gliche Kirchgang oder das Wahlverfahren, weil diese Ereignisse finden zusehends weniger AnhĂ€nger unter unserem nordeuropĂ€ischen Fußvolk, und es hebt die Stimmung.
Es werden immer wieder die tollsten Ideen aus einer Bierlaune heraus gebastelt. Trunkenheit ist auch ein willkommener Anlass, um die letzten Hemmungen fallen zu lassen und sich ungeniert zu outen. Die seltsamsten zwischenmenschlichen Begegnungen finden im betrunkenen Zustand statt. Einige EhemĂ€nner finden besonders in der vorletzten Phase des Alkoholgenusses am leichtesten zu einem neuen Flirt, auch klassisch AffĂ€re genannt. Sie fragen sich jetzt, warum man sich die vorletzte Phase aussucht, um einen Schritt zur Seite zu springen? Das ist einfach zu erklĂ€ren, in der letzten Phase ist man nicht mehr fĂ€hig, deutlich dem GegenĂŒber zu sagen, was man will, wegen der vorĂŒbergehenden Störung des Sprachzentrums, und man kĂ€mpft gewaltig gegen seine Gleichgewichtsprobleme an und ist damit vollends ausgelastet. Auch manche Ehefrauen verlieren in solchen Momenten der geistigen und körperlichen Überlastung ihre Wertvorstellungen und suchen die körperliche NĂ€he zu Gleichgesinnten, Andersgeschlechtlichen. Mann und Frau, beide gehören der Rasse Mensch an, finden dann schnell die beste Entschuldigung dafĂŒr, wenn sie wieder nĂŒchtern sind.
„Ich war betrunken, ich wusste nicht, was ich tat",
oder etwa die folgende Ausrede, die ein Mann seiner Frau auftischt, wenn er eine Nacht lang nicht das traute Bett im Familienpunker gewÀrmt hat und versehentlich in einem ihm fremden Bett erwacht.
„Schatzi, Putzi, Mausi, Herzi, mein liebstes Mausetapselchen unter den Mausetapselchens, ich war doch gestern mit Max und meinem Chef bei einem GeschĂ€ftsessen. Und du weißt doch, wie Max immer ĂŒber sein Ziel hinauswĂ€chst. Wenn ich mit dem unterwegs sein muss, wird es immer so spĂ€t."
Bereits in den langen Kosenamen kann man ein Schuldbekenntnis erkennen und heraushören, dass Max brav zu Hause geblieben ist und sich der Ehemann ohne seinen Chef amĂŒsiert hat, und das in fremden Betten.
Die beste Entschuldigung habe ich selbst einmal von einem mir nahestehenden Mann entgegengenommen, nÀmlich von einem gewesenen Freund.
„Mein kleiner Honigwurm, ich wollte doch nur wissen, ob du eifersĂŒchtig wirst, wenn du siehst, dass ich mich mit einer anderen Frau beschĂ€ftige. Und ich musste das unbedingt machen, damit ich weiß, was ich an dir habe."
Ich habe mir seine Verzeihungsrufe angehört und habe ihm danach gezeigt, wo in meiner Wohnung die AusgangstĂŒre eingebaut ist. Ich finde heute noch, dass ich so eine Entschuldigung nicht verdient habe, und zur Belohnung suchte ich mir bald darauf einen neuen Hausfreund.
Ja, die Hausfreunde, sie sind auch brauchbare Menschen, der Postbote mit seiner Hundeallergie, der Kaminkehrer, der Gasmann, der Gerichtsvollzieher, der Staubsaugervertreter, der Zeitungsjunge, der Milchmann, um nur einige davon in unser geistiges Auge zu fassen. Sie sind wahrlich die GlĂŒcksboten unter der Bevölkerung, die Sonnenspender, die in den Haushalten ein- und ausgehen. Sie beglĂŒcken die frustrierten Ehefrauen und MĂŒtter, machen in seltenen aber deutlich erkennbaren FĂ€llen frisch gebackene Hausfrauen zu werdenden MĂŒttern und sind die zweite Vaterfigur fĂŒr Kleinkinder, wenn zum Beispiel der kleine Olaf zu seiner Mutter sagt:
„Du, Mami, wann kommt eigentlich wieder mein Onkel Papi zu Besuch?"
und die Mutter antwortet:
„Morgen mein Kind, morgen kommt er, der Kamin muss nĂ€mlich wieder saubergemacht werden."
Ach ja, den Pizzaservice habe ich vergessen, der auf seine Art und Weise neben der BerufstÀtigkeit einen Teil zur Familienplanung beitrÀgt.
Wenn wir hier schon die kirchlichen SĂŒnden ansprechen, können wir uns jetzt, wo wir den Grundstein des moralischen Verfalls gelegt haben, ohne Bedenken den Rudeleinrichtungen der Gesellschaft widmen, ich spreche von Swingerclubs. Sogar der sexuelle Haushaltsbetrieb wird von einer nicht zu ĂŒbersehenden Flut des Massensektors Erotik in die Öffentlichkeit gezwungen. Wer besucht eigentlich so einen Swingerclub? Alle sexhungrigen, frustrierten, alleinstehenden MĂ€nner, alle Abnormalen? FĂŒr einen sich bekennenden Spießer wie mich ist bald etwas außerhalb der Norm. Ich sage Ihnen, wer sich zu dieser massenorientierten MitlĂ€ufergesellschaft zĂ€hlt, es sind Menschen wie Sie und ich, obwohl ich es in diesem Fall eher weniger bin; normalste BĂŒrger, vielleicht sogar der freundliche Buschauffeur, der jeden Morgen einen Guten -Morgen -Gruß aufbringt, der Höflichkeit wegen; die Marktfrau, die tĂ€glich ihre Äpfel und Birnen zum Sonderpreis in die Welt hinausschreit; der nette Nachbar von nebenan, der sich extra ein Fernglas zur rein privaten Beobachtung seines Nachbarn gekauft hat; die Betreuerin des Sonnenstudios in ihrer NĂ€he, die aus SicherheitsgrĂŒnden in den Kabinen zum Schutz der Allgemeinheit und zu anderen Zwecken eine Kamera installiert hat, jetzt braucht sie keinen Fernsehapparat mehr; und der Zugschaffner, der einmal wöchentlich meine Fahrkarten kontrolliert vielleicht auch. Sie werden sich fragen, was diese Personen im Inneren eines solchen Clubs anstellen, und ich bin mir fast sicher, wenn Sie noch nicht zum alten Eisen gehören, wissen Sie es, wenn Sie Ihre Fantasie schweifen lassen. In den meisten FĂ€llen irren Sie sich, die Besucher sitzen bis auf wenige Ausnahmen an der Bar und saugen an nichts andrem, als dem Strohhalm ihres GetrĂ€nkes und unterhalten sich.
Wenn wir dem moralischen Verfall noch ein wenig tiefer in seine AbgrĂŒnde folgen, gelangen wir an die Pforten des Ă€ltesten zwielichtigen Gewerbes der Welt. Klopft ein Mann an die TĂŒre eines solchen Freudenhauses, natĂŒrlich sichtbar schĂŒchtern, verklemmt und beschĂ€mt, und bittet winkend mit seiner goldenen American – Express – Kreditkarte um Einlass. Eine aufgedonnerte Dame in UnterwĂ€sche, oh, Verzeihung, in Arbeitskleidung, bittet ihn sachlich herein und erwidert seine lĂŒsternen Blicke. Er fragt höflich mit etwas unsicherer, zitternder Stimme:
„Wie viel kostet es denn?“
Worauf die Dame antwortet:
„Wir haben Pauschalpreise, Ă€hnlich wie im ReisebĂŒro. Ganz unkonventionell und schnell auf dem Teppich kostet es 100 Euro, und ausgedehnt mit allem Drum und Dran im Französischen Bett kostet es 500 Euro.“
Der Mann entgegnet freudig mit einem breiten Grinsen im Gesicht:
„Dann wĂŒrde ich gerne die 500 Euro investieren, also hĂ€tte ich gerne fĂŒnf Mal Teppich.“
MĂ€nner! Und die glauben, die Frauen wĂŒrden ihr ausgedehntes GeschĂ€ftsessen nicht fehl interpretieren, aber solche Dinge geschehen meistens aus einem simplen Grundprinzip heraus, nĂ€mlich weil Mann und Frau sich im Ehebett nicht verstehen, und solche MissverstĂ€ndnisse können auch nicht durch ein Auseinanderschneiden des Ehebettes gelöst werden. In vielen FĂ€llen, in den meisten FĂ€llen erschreckender Weise, kommt der Mann in der körperlichen Liebe zuerst, und wenn die Frau sagt, sie kommt gleich, kann es durchaus noch eine Stunde bis zum Orga(ni-e)smus dauern. MĂ€nner wollen immer schnell und leistungsfĂ€hig ans Ziel gelangen. Wenn wir uns symbolisch die Ziellinie vorstellen, so sagt der Mann:
„Aaaahhhh, ich komme, aaaaaaaaaaaaaahhhhhhh ich bin da, juhu, Erster.“
Und die Frau steht kurz vor der Ziellinie und meint:
„Ich komme gleich.“, schaut kurz nach hinten und denkt sich in diesem Moment:
„Ooohhhhh, neue Schuhe brauche ich, Schuhe kann man nie genug haben, ooohhhh, bald ist Sommerschlussverkauf, was ist denn da hinten, meine rote Bluse, aaaahhhhhhh....“
Und so werden sich Mann und Frau in der körperlichen Liebe selten einig. Der Mann will immer, die Frau selten, und wenn die Frau symbolisch im Ehebett sagt, die Börse sei jetzt geöffnet, entgegnet der Mann, die Aktien wÀren bereits unter der Hand verschleudert worden.
Das typische Denken eines Mannes, in diesem Moment bin ich wohl kurzfristig zu einem Mann mutiert, wenn ich mich das schreiben sehe.
Meine Mutter geht jetzt vermutlich in die Kirche, um fĂŒr meine arme Seele zu beten, mich vor dem moralischen Verfall zu hĂŒten, und mein Vater grĂ€bt sich unterirdische GĂ€nge durch die Stadt, damit er unbemerkt Lebensmittel einkaufen kann; das nennt man Flucht nach vorne. Aber ich konnte es nicht lassen, die MĂ€nnerwelt auf ihre Fehltritte aufmerksam zu machen. Einer muss es ja tun, oder?
In unserem automatisierten Internetzeitalter, in dem die Pizza zur HaustĂŒre hereinwĂ€chst und die alten Tante – Emma - LĂ€den am Aussterben sind, suchen die Menschen die interessantesten Orte der Kommunikation auf. Ein Armutszeichen, aber etwas leidet immer unter dem Fortschritt, und gĂ€be es keinen Fortschritt, hĂ€tte der Nachbar von nebenan keinen Herzschrittmacher, der ihn am Leben hĂ€lt. Sagen Sie, steht der immer noch mit dem Fernglas am Fenster? Dann braucht er einen sehr zĂ€hen Herzschrittmacher, keinen fĂŒr SozialhilfeempfĂ€nger, den berĂŒhmten Hamster, der am Rad dreht. Wenn beispielsweise Sie mit einem dieser optimierten Linsensysteme am Fenster stehen und durchschauen, dann begegnen Sie anderen optimierten Linsensystemen, FernglĂ€ser genannt, denn viele von uns kommen genau im selben Moment auf die gleiche Idee. Dann können Sie ihrem Nachbarn in sein Sektglas schauen und er wiederum in ihr Dekollete, ihren Kleidausschnitt.
Ich persönlich frage mich, warum zunehmend mehr Menschen im sexuellen Bereich der Norm den RĂŒcken zuwenden und sich in extreme Neuheiten der Werbeindustrie vorwagen? Haben die etwas gegen die gute alte Zweisamkeit? Normalerweise wĂŒrde ich sagen, jedem das Seine und mir das Doppelte, aber an dieser Stelle halte ich lieber meinen Mund, weil so viel Gefallen finde ich an diesem außergewöhnlichen Treiben auch nicht. Was schreibe ich da - außergewöhnlich - solche sexuellen Abwandlungen haben bereits so viele AnhĂ€ngsel, dass man wieder von einer Norm sprechen kann. Da trifft sich der Fanclub nicht mehr in der Telefonzelle, sondern im Fußballstadion.
Meines Erachtens bekennen sich die AnhĂ€nger der sexuellen Randerscheinungen zu ihren Vorlieben, weil sie von den Massenmedien zugepflastert werden, und der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier, er gewöhnt sich an alles. Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt auf unserem großen KĂŒrbis, auf dem wir von der Schwerkraft angezogen, wandeln.
Das nicht AlltĂ€gliche, aber bereits Normale spiegelt sich nicht nur in der Rudelbildung, sondern auch in einzelnen Menschen, die fĂŒr ihre AbnormalitĂ€t kein Publikum um sich herum brauchen, wieder.
So existiert in unserer Mitte ein Mann, nennen wir ihn fĂŒr diesen Zweck Herr X, der sich fĂŒr Gott hĂ€lt. Sicher, Sie werden sich denken, viele Leute halten sich fĂŒr Gott persönlich in ihrer beinahe ĂŒbertriebenen Einbildung - Einbildung ist auch eine Bildung, und sie ist besser als keine Ausbildung - aber ich spreche hier von einem ganz besonderen Fall. Herr X verkörpert den Schöpfer auf seine Weise. Gott scheint fĂŒr uns Normalverbraucher unerreichbar zu sein, fĂŒr jeden gleichzeitig in einer anderen Dimension anwesend, bis wir die Bekanntschaft mit Herrn X machen. Er wechselt in seinen besten Zeiten die Straßenseite bei roter Ampel, wandert mitten im stĂ€rksten Straßenverkehr auf offener Fahrbahn des Weges, immer mit dem Gedanken, es wird schon nichts passieren, weil Gottheiten ĂŒberleben meistens, und er hat leider als negativen Beigeschmack in so manchen LokalitĂ€ten Hausverbot. Das stört ihn nicht, solange er in seiner Verkörperung Gottes und seinen dazupassenden Predigten ĂŒber uns ErdensĂŒnder nicht Weltverbot erhĂ€lt. Einer seiner Bekannten bezeichnet sich als kleines flatterndes Nachtgeschöpf, man könnte es auch Fledermaus nennen, und schwebt tĂ€glich ein paar Mal öffentlich um seine eigene Gedankenwelt herum, wie ein in der Luft vergessenes Flugzeug., das in manchen Momenten in einem Zeitloch verschwindet, wobei man dieses Zeitloch ohne weiteres auch mit „Wirtshaus an der fĂŒnften Ecke links“ bezeichnen kann. Hier, meine lieben Leser, beginnt sich das Normale mit der Fantasie zu vermischen, wie der Zucker mit dem Kaffee, vorausgesetzt, man trinkt ihn nicht ohne.
Die Fantasie lĂ€sst gewöhnlich kreative Köpfe arbeitsmĂ€ĂŸig in den Wolken schweben, aus der puren Fantasie heraus sind schon viele brauchbare Ideen entsprungen, von den weniger brauchbaren sehen wir hier einfach ab, weil es diese kaum gibt, so wie es keine alten Menschen gibt, sondern nur weise. Man nennt sie heutzutage auch „von der Schnelllebigkeit ĂŒberrollte Dinosaurier."
Manche von den Ideen, um wieder zum Thema zurĂŒckzufinden, haben den Weg in unsere florierende Wirtschaft noch nicht gefunden, wie zum Beispiel der menschliche Toilettenpapierhalter in den öffentlichen KlohĂ€usern, der automatische Einschlafdienst fĂŒr unsere Nachtmenschen, die eingebaute Souffleuse fĂŒr unsere gehirnanimierten PrĂŒfungen im Schulalltag, oder das Hausschwein, das jeden Morgen die aktuelle Zeitung bis zu uns ans Bett bringt. Das Hausschwein lĂ€sst sich notfalls durch den Hund ersetzen, aber der weiß auch noch nicht, wie er es anstellen soll, die Zeitung, die man nicht abonniert hat, vom Kiosk in die Wohnung zu transportieren, ohne dass er gleich vom Polizeihund gejagt wird., und sich denkt:
„ Wir Hunde mĂŒssen zusammenhalten."
Die Berufe der Zukunft, werden Sie sich jetzt denken; wofĂŒr importieren wir jĂ€hrlich so viele AuslĂ€nder - die mĂŒssen doch auch wo arbeiten, oder? Denken Sie nicht so abfĂ€llig, wenn Sie im Ausland sind, kommt man auch mit offenen Armen auf Sie zu. Aber Sie haben vermutlich Recht, viele der auslĂ€ndischen EhrenbĂŒrger importieren sich selbst, und wenn wir die Grenzen ĂŒberschreiten, lassen wir unser hart verdientes Taschengeld als kleines Dankeschön in dem jeweiligen Land, das wiederum tun unsere AuslĂ€nder in den seltensten FĂ€llen.
Fantasie tut jedem gut, auch mir; sie holt mich nach jedem Ausritt in meine TagtrĂ€ume wieder in die plastisch greifbare RealitĂ€t der grausamen Welt des UniversitĂ€tsalltags zurĂŒck. Sie können froh sein, dass ich nebenbei ein wenig vor mich hinstudiere, sonst wĂŒrde ich noch mehr von diesem Blödsinn schreiben, und Sie dĂŒrften es lesen.
Unsere Fantasie stĂ¶ĂŸt an ihre Grenzen, wenn wir gleich die Bekanntschaft mit Herrn Y machen, um einen weiteren Buchstaben aus unserem Alphabet sinnvoll zu verwerten. Herr Y ist in seinem ganzen Handeln der Esoterik verfallen und findet den tĂ€glichen Sinn des Lebens im Kartenlegen, auch eine Methode, den Tag beginnen zu lassen. Manche finden den Tag im Kaffeesatz wieder, manche finden ihn ĂŒberhaupt nicht und schlafen den Tag durch bis zum nĂ€chsten. Herr Y hat das Bunte eines Vogels an sich und strahlt die Ruhe eines Toten aus. Und er ist, Sie werden staunen, der faszinierendste Mensch, der mir bis jetzt in meinem ereignisreichen Leben begegnet ist. Manchmal habe ich den Eindruck, mein Leben ist ein einziger Erlebnispark, jeden Moment kann mich ein neues Erlebnis besuchen. Ich ziehe das Abnormale an wie ein Magnet. Sie fragen sich, woher ich Herrn Y kenne? Sie dĂŒrfen nicht so neugierig sein, wissen Sie nicht, dass neugierige Menschen schneller sterben? Sie haben Recht, die sterben dann wenigstens nicht dumm. Um Ihrem Wissensdrang entgegen zu kommen, werde ich Ihnen die Geschichte erzĂ€hlen. Ich lernte diesen, in einer anderen Welt lebenden, Menschen nichtsahnend ĂŒber eine altmodische Zeitungsannonce kennen, und schon war das Übersinnliche zu Gast bei mir. Wie dieses Inserat, das mich darstellte, zustande kam, weiß bis heute nur derjenige, der es veröffentlicht hat, und den kennt keiner so genau. Jedenfalls ließ ich mir als ein dem Neuen zugetragener Mensch Herrn Y bei uns einfliegen und holte ihn am Flughafen ab. Ich wartete auf einen normalen MitbĂŒrger und fand zu meinem Erstaunen Clown Habakuk am Eingang des Flughafens stehen. Ich erkannte nicht wieder, womit ich monatelang telefoniert hatte, aber ich nahm ihn und seine Tarot Karten zu mir nach Hause mit und kam in den Genuss des Kartenlegens, bis vier Uhr morgens. Wie das auszuhalten war, fragen Sie sich? Ganz einfach, er legte und ich schlief im sitzenden Zustand vor mich hin. Ich kann das, wenn mir langweilig ist, schlafe ich sogar im Stehen, und wenn ich mĂŒde zur Uni spaziere, schlafe ich im Gehen. Tags darauf in der Stadt, wie konnte es auch anders sein, fiel ich nur durch seine pure Anwesenheit auf, wo ich doch sonst das auffĂ€lligste Schild in der Umgebung bin. Meistens trage ich die Aufschrift „Wer will mich?" Tragen nicht alle Singles diese Buchstabenkombination mit sich herum? Die lebende Tarot Kartensammlung und ich, wir gingen den ganzen Tag mit seiner Kreditkarte abwechselnd essen und einkaufen, so störte mich sein Anderssein nicht sonderlich. Mir ging es in seiner NĂ€he nicht schlecht, ich ließ mich durchfĂŒttern, bestellte die Speisekarte auf und ab und kam zu dem Entschluss, dass alle Menschen einen Vogel haben, manche einen kleinen Hausspatz, andere einen Geier so groß wie ein Zeppelin, wieder andere eine Schwalbe, die sich nur im Sommer am Dach einnistet, und ich persönlich trage einen ganzen Wildentenschwarm mit mir herum.
Die Vögel, diese fliegenden Wesen auf unserem Planeten, manchmal verleiht ein Ausflug in die Tierwelt wahre ErkenntnisschĂŒbe im tĂ€glichen Umgang mit Menschen. So betiteln wir in AusnahmefĂ€llen unangenehme Mitmenschen mit den verschiedensten Tiernamen, so wird aus der geliebten Maus eine verhasste alte Ratte, das niedliche KĂŒken wird zur dummen Gans, und das HĂ€schen wird durch eine ungewöhnliche nicht nachvollziehbare Geschlechtsumwandlung zur Elefantenkuh, die Affen sind noch gar nicht zum Zug gekommen. Menschen können grausam sein, desto lĂ€nger sie den Alltag miteinander teilen. Das ist eine logische Folgerung von Alterungsprozessen, weil das KĂŒken wird tatsĂ€chlich im ausgewachsenen Zustand zur Gans; ob die Gans dumm ist, weiß nur sie selbst.
Apropos Affe, ich finde, der Mensch und diese Tierfamilie haben sich in den letzten Jahren ziemlich auseinandergelebt. So besitzt das menschliche DaseinsbĂŒndel die FĂ€higkeit des zukunftsorientierten Denkens, wĂ€hrend der Affe in der Gegenwart stecken bleibt. Wenn ein hungriger Mensch inmitten einer SteinwĂŒste auf der einen Seite steht und ein Affe glĂŒcklich auf der anderen Seite, umgeben von Bananen und KokosnĂŒssen, und die beiden trennt ein Fluss mit lauter hungrigen Krokodilen, was macht dann der Mensch, um an die Nahrung seines GegenĂŒbers zu gelangen? Er wirft die Steine zum Affen, der wird wĂŒtend und wirft die Bananen und KokosnĂŒsse ans andere Ufer, um den Menschen zu erschlagen, anstatt die gleichen Steine wieder retour zu werfen. So wird der Mensch satt, und der Affe verhungert nach einer Weile. Nun, manchmal nĂ€hert sich der Mensch dem Affen wieder, beispielsweise in den zunehmend tierisch ungehobelten, rauen Umgangsformen mancher MitbĂŒrger untereinander. Wenn Frau Meier in ihrer Wut zu ihrem Mann sagt:
„Du tollpatschiger Elch, fĂ€hrst unseren Mercedes der A – Klasse so lange im Suff zu Schrott, bis er den TĂŒv nicht mehr ĂŒbersteht.“
„Und du dummes Huhn, kannst nicht einmal im nĂŒchternen Zustand richtig Auto fahren, lass mir meinen Frieden, bis ich meinen mĂ€nnlichen Rausch ausgeschlafen habe “, entgegnet ihr Mann.
Nun haben wir auch einen Streifzug in die Tierwelt unternommen. Bei den Menschen ist es Ă€hnlich, der eine entwickelt sich weiter, der andere merkt es nicht und bleibt in seiner Arroganz stehen und prahlt mit Lebenserfahrung, bis der eine vom Zuhören mĂŒde wird und im Alleingang seine eigenen Erfahrungen sammelt.
ZurĂŒck in der menschlichen RealitĂ€t, fĂ€llt mir zum Thema AbnormalitĂ€t der Karneval ein. Einmal im Jahr gönnt es sich der Mensch, ein Narr zu sein. Das macht ihn lustig und gefĂ€llt ihm so sehr, dass er sich Pappnasen anzieht, sich BĂ€rte aufklebt und sich HĂŒte in verschiedenen Farben auf den Kopf heftet. In der heutigen Zeit tut es vielleicht gut, sich als Sparpaket zu verkleiden, als Symbol der Globalisierungsfalle, oder als blaugrĂŒne Koalition, die stellvertretend fĂŒr Österreich steht. Ich spiele mit dem Gedanken, mich dieses Jahr als pubertierenden Mitesser zu verkleiden, dann schmarotze ich damit in allen Gesichtern der Menschheit, symbolhaft gesehen, und sorge weniger symbolhaft gesehen in den Brieftaschen meiner Opfer fĂŒr Ebbe; oder ich verstecke mich in dem weiten Kleid einer Ritterbraut und lasse das Mittelalter aufleben, weil damals wurden die Frauen noch bedient und brauchten nur schön auszusehen, ohne zu arbeiten, in diesem speziellen Fall lasse ich meine Emanzipation hinter mir, so wie in den FĂ€llen des Zahlens im Restaurant.
Karneval ist die Zeit, in der sich der Grossteil der Gesellschaft aus dem Alltag entfernt und eine der zahlreichen Hochburgen aufsucht. Ich finde, das ist genug Anlass, um die Norm auf den Kopf zu stellen. Wenn man mit roter Nase, die nicht die eigene ist, eine Hochburg stĂŒrmt, fließt der Alkohol in Strömen, sodass nach einiger Zeit die eigene Nase dem Rot der Pappnase gleicht und die Norm schwindet. Es kann eben nicht alles normal sein, sonst wĂ€re alles gleich und somit langweilig.
Gott sei Dank gibt es eine Unmenge an Verschiedenem auf der Welt, die Wiesen sind voll von unterschiedlichen Pflanzen, keine Wolke am Himmel gleicht der anderen, jeder Grashalm ist ein EinzelgĂ€nger in der Gruppe der Grashalme, kein Sandkorn hat die exakte Struktur eines anderen Sandkorns, und der Mensch ist auch mit keinem anderen Menschen identisch. Sogar eineiige Zwillinge erleben verschiedene Situationen, denken unterschiedlich und sind daher nur Ă€ußerlich vergleichbar. Ich glaube, diese Vielfalt darf man nicht zu sehr in eine vorgefasste Norm stecken, sonst droht sie zu ersticken. Wir haben auch alle unsere verschiedenen Interessen, manche gehen gerne ins Kino, ins Theater, zum Schwimmen, klettern auf BĂ€ume, fallen wieder herunter, springen von BrĂŒcken und HochhĂ€usern; es gibt verschiedene Religionen, Christen, Moslems, Hinduismen, Buddhisten, Heiden, Sekten.....
Ja, Sekten sind auch so eine Art außergewöhnlicher Einrichtung fĂŒr alle, denen ein Richtungswechsel vorschwebt. Uriella beispielsweise, die Frau ist vergleichbar mit einem BĂŒrgermeister, das Oberhaupt einer ganzen Gemeinde, zĂ€hlt tĂ€glich ihre SchĂ€fchen. Ihr ist es gleichgĂŒltig, ob das Schaf schwarz oder weiß ist, ob gut oder böse, weil sie zĂ€hlt mit den SchĂ€fchen auch die Geldquellen, die in den Schafen fließen. Sehen Sie, wie strategischer Unsinn ansteckend wirkt. Ganze BĂŒrgerketten fĂŒhlen sich berufen, einem Ohmen nachzulaufen. Die werden wohl alle beim nĂ€chsten vorhergesagten Weltuntergang samt ihrer Schutzheiligen von einem Raumschiff abgeholt werden. Übrigens schwebt das Ritual mit dem Raumschiff auch mir und dem Buchhalter meiner Eltern vor. Wir sagen auch immer, wenn es hart auf hart kommt, holt uns eine fliegende Untertasse ab und bringt uns in Sicherheit.
Wo wir beim Thema Sicherheit sind, haben die AnhĂ€nger von Uriella eigentlich genĂŒgend Platz in dieser SalatschĂŒssel? Das muss so eine große SalatschĂŒssel sein, dass ich ein ganzes Jahr zum Vegetarier tendiere. Mir wĂ€re ja so ein Kapselchen viel zu eng. Ob wir das noch miterleben werden, den nĂ€chsten Weltuntergang? Das bezweifle ich stark. Mit dieser Frage haben sich unsere Vorfahren bereits beschĂ€ftigt, die einige Fehlprognosen erdulden mussten, wobei ein kleiner Teil diese Fehlprognosen nicht ĂŒberlebte, vermutlich wegen zu großer GlaubwĂŒrdigkeit und der daraus resultierenden Angst, dieses Weltwunder alleine ĂŒberleben zu mĂŒssen. Aber das ist wie mit der Wettervorhersage. So einen wahrheitstreuen menschlichen Frosch hat es bis jetzt noch nicht gegeben, der im April Sonne vorhersagt, wenn es zwei Stunden spĂ€ter regnet, und der stolz auf seine Falschaussage ist. Sie gehen doch auch nicht mitten im Winter mit Sonnenhut und Bikini auf die vereiste Strasse, nur weil jemand Ihnen euphorisch erzĂ€hlt, dass es gleich heiß wie in der WĂŒste wird. Sehen Sie, diesen Fehler machten einige Leute, als sie beim letzten fehlgeschlagenen Weltuntergang von uns gingen. Ich glaube, ich eröffne demnĂ€chst auch eine Sekte: „Die Zeugen Elisabeths." Bei mir geht dann die Welt planmĂ€ĂŸig zur nĂ€chsten Jahreswende unter, und nur meine AnhĂ€nger, diese treuen Seelen kommen in den Himmel. Als Gegenleistung mĂŒssen sie sich bloß von ihren materiellen Dingen, vorwiegend vom irdischen Reichtum, dem Geld, loslösen, und ich gehe dann am zweiten Januar des darauffolgenden Jahres zu Hertie oder Kaufhof einkaufen. Das nötige Kleingeld fĂŒr grĂ¶ĂŸere Anschaffungen hĂ€tte ich dann beisammen. Benötigt man dafĂŒr auch einen Gewerbeschein, oder verlĂ€uft das in ehrenhafter Schwarzmarktstrategie?
Die Zeugen Jehovas haben die Welt auch schon einige Male untergehen sehen, und heute weilt sie noch immer unter uns, die Welt, weil wir stehen darauf. Ich sage Ihnen, das ist Betrug. Wenn ich ein treues Mitglied dieser Sekte wĂ€re, wĂŒrde ich mich beim fĂŒhrenden Machtpol ausheulen, weil ich es ungerecht finden wĂŒrde, dass die Welt mir so was antut. Und wenn ich der FĂŒhrungspol wĂ€re, mĂŒsste ich mir eingestehen, dass es ein MissverstĂ€ndnis höherer Gewalt wĂ€re, dass die Welt nach meiner Diagnose weiter vor sich hinsteht.
Liebe Leser, wir können froh sein, dass wir unserem Verstand mehr oder weniger nahe sind, ĂŒberhaupt ich, wo ich doch einer der grĂ¶ĂŸten Kapitalsammler, Kapitalisten oder wie sich das Zeug noch schimpft, im ĂŒbertragenden Sinn bin, sonst wĂŒrden wir vermutlich alle an Wasser und Brot nagen und uns einer gehirngerechten Massage mit psychischen Folgen unterziehen. Geld ist angenehm, wenn man rechtzeitig darauf achtet, dass man es hat, wenn man es braucht. Die besonders GenĂŒgsamen unter Ihnen werden jetzt sagen:
„Geld ist nicht alles auf der Welt."
Vermutlich haben die genug davon. Im Grunde stimmt die Aussage, Geld ist nicht das Wichtigste, weil neben Geld darf man die tollen Urlaubsreisen nicht außer Acht lassen, man sollte auch die große Villa mit Meerblick zu schĂ€tzen wissen, die vielen kleinen Dinge wie Pelze, Autos, teure Kleidung, Schmuck und exotisches Essen. Das alles ist auch wichtig und bildet neben dem Geld einen großen Bestandteil unseres Lebens.
GĂŒte, Teilen, Verschenken und Barmherzigkeit wollen wir hier nicht breittreten, dafĂŒr findet sich bestimmt ein anderes Buch, die Bibel. Ach ja, haben Sie schon die traurige Nachricht gehört? Der Herr Verschenker ist neulich verstorben, an Armut - er gab sein letztes Hemd und seinen Hut her und erfror im Winter als es ihn auf den kahlen Kopf schneite. Begraben hat man ihn in einer Ecke des Friedhofs. BegrĂ€bnis konnte er sich keines mehr leisten. Da sorgen andere wiederum vor, die bestellen sich ihren Sarg schon zu Lebzeiten zum Probeliegen, damit er auch nirgends kneift, wenn sie eines fernen Tages tot darin liegen mĂŒssen. Die besonders Kreativen unter uns schneidern und entwerfen Totenkleider, diese Kleider zieht niemand mehr aus, somit stirbt auch der Beruf nicht aus. Unser Bestattungsamt meint, es ist ihm jeder willkommen, der gestorben ist. Ich sage Ihnen, das GeschĂ€ft mit dem Tod ist zwar makaber und eine reine Geschmackssache, aber im Grunde nicht schlecht. Sterben muss jeder einmal, das weiß auch der LeichengrĂ€ber, dem jeder Tote recht ist.
Das GeschĂ€ft stirbt nie aus, da können noch so viele Neuheiten das Berufsbild umĂ€ndern. Die ganze Bevölkerung beteiligt sich aktiv oder passiv daran; GrabkrĂ€nze, Kerzen, SĂ€rge, Grabsteine und Grabreden werden bestellt; Einladungen zum BegrĂ€bnis fĂŒr die Hinterbliebenen, Trauerkleidung in der Farbkombination schwarz-schwarz fĂŒr die Erben oder auch liebevoll Erbschleicher genannt, die schon lange das Ereignis herbeisehnen, schwarze HĂŒte fĂŒr die lustige Witwe, Grabinschriften und alles was dazu gehört zu einem gelungenen BegrĂ€bnis werden besorgt; das Essen danach, welches nicht zu schwer im Magen liegen darf, wenn man keinen weiteren Gast aus der Familie verlieren will und die gleiche Prozedur von vorne beginnt, und der jĂ€hrliche Beitrag ans Magistrat sind nicht zu vergessen.
Wollen wir einmal nachsehen, ob es nicht noch eine so ertragreiche außergewöhnliche Sparte in der Wirtschaft gibt, die annĂ€hernd so viel Gewinn abwirft; in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung wohl nicht, aber die Versicherungsgesellschaften kommen dem sehr nahe. Eine Versicherung zahlt selten, aber sie ist stets um ihre MitgliedsbeitrĂ€ge bemĂŒht, denn ohne sie können wir nur schwerlich existieren, auch ein Weg, um Geld zu sparen. Die Versicherung kann ohne uns nicht leben, weil wir ihre Einnahmequelle, sozusagen ihr tĂ€glich Brot sind, und wir können ohne sie nicht existieren, weil wir sonst gegen nichts versichert sind, deshalb nicht mehr schlafen können und an Herzinfarkt oder KreislaufschwĂ€che sterben, weil wir keine Krankenversicherung haben, die uns die Krankenhauskosten zu einem Teil ersetzt.
Die Menschen versichern sich heutzutage gegen alles nur Denkliche. So ist Frau Meier gegen ihre Katzenallergie versichert, die Katze aber nicht gegen sie, und so schmust sie so lange mit dem armen Tier, bis es an einer Allergie gegen Frau Meier stirbt. Man versichert sich gegen Feuer, Umweltkatastrophen, Einbruch, aber der Einbrecher versichert sich nicht gegen die Schusswaffe des Einzubrechenden; gegen Nachbars Zierhahn, der morgens vor dem Wecker als erster erwacht und das gleich der ganzen Umgebung mitteilt; gegen die bösen Schwiegereltern versichert man sich durch den Bau kleinerer HĂ€user, sodass sie keinen Platz haben und nicht auf die Idee einer Mehrgenerationengemeinschaft mit vorprogrammiertem Generationskonflikt kommen; gegen die Mosquitos werden Netze gespannt; es gibt sogar Leute, die versichern ihre gesunden GoldzĂ€hne, haben aber wenig davon, wenn sie irgendwann doch ausfallen. Da hilft dann auch nur Omas altes Gebiss, um wieder kraftvoll zubeißen zu können. Wenn man keine ZĂ€hne mehr besitzt, ist man verdammt dazu, Milch zu trinken und Brei zu essen, damit kann man sogar kleine Kinder jagen.
Ja, Kinder, das sind wohl die außerordentlichsten Wesen, die auf dem Erdball herumlungern. Sie lassen sich in keine Norm pressen, sie sagen das, was sie fĂŒhlen und denken, sogar der nackte Kaiser wurde von ihnen aus dem Traum der neuen Kleidung gerissen, wenn man an das MĂ€rchen von „des Kaisers neue Kleider“ denkt. Kinder fragen viel.
„Mama, warum kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein? Der passt doch da mit seinem neuen Schlitten gar nicht durch", fragt Else ihre Mutter.
„Weißt du, klein Elsechen, er lĂ€sst doch seinen Schlitten vor dem Kamin stehen", entgegnet die Mutter freundlich.
„Aber der Weihnachtsmann wird doch ganz schmutzig dabei", meint Else.
„Ja, Elsechen, er wĂ€lzt sich anschließend im Schnee und ist wieder sauber", sagt die Mutter und erinnert sich, dass der Kaminkehrer, ihr persönlicher Hausfreund und Liebhaber schon lĂ€ngere Zeit nicht mehr vorbeigekommen war. In Österreich nennt man den Kaminkehrer „Rauchfangkehrer“, weil wir Österreicher haben statt einem Kamin einen „Rauchfang“ ans Hausdach gemauert bekommen.
Else fragt sich dann laut denkend:
„Ich wundere mich, warum ich zu Weihnachten im Schnee nie Aschespuren sehe, wenn sich doch der Weihnachtsmann auf diese Weise reinigt."
„Else, was musst du immer so schwierige Fragen stellen", murmelt die Mutter in sich hinein und sehnt sich gleichfalls nach Aschespuren im Schnee, nach denen des Kaminkehrers.
Ein Kind sieht die Welt durch seine eigenen Augen, sieht noch die Tatsachen und nicht die Schublade, in die die Tatsachen zusammen mit der Norm gesteckt werden. Wenn wir Else ein weiteres StĂŒck durch ihre Kindheit begleiten, werden wir Zeugen einer Diskussion ĂŒber den Storch.
„Mama, wie kommen eigentlich Kinder zur Welt?"
„Ach kleine Else, da fragst du den Papa, wenn er heimkommt."
„Aber der Papa kommt doch erst am Wochenende, wenn Onkel Paul wieder gegangen ist. Weißt du es denn nicht, ich dachte immer, Erwachsene sind so gebildet."
„Ach Else, du kannst nerven, natĂŒrlich weiß ich, wie Kinder zur Welt kommen, sonst wĂŒsste ich nicht, wie du in unser Haus gekommen bist. Die Kinder bringt der Storch“, meint die Mutter und denkt insgeheim nach, wie Else wirklich in dieses Haus gekommen ist, da sie nicht die leiseste Ähnlichkeit mit ihr aufweist. Im Krankenhaus muss es wohl eine Verwechslung gegeben haben.
„Auch die Tierkinder, Mama?“
„Ja, auch diese.“
Else greift sich an die Nase und meint:
„ Nun, und wer bringt die Kinder des Storchs? Wo kommen die her?“
„Else, die Kinder des Storchs bringt der Affe, und so helfen sie sich gegenseitig“, entgegnet Elses Mutter denkend daran, dass sie schon lange keinen Sex mehr hatte, und dass Else vermutlich wirklich von einem Affen gezeugt wurde, nĂ€mlich von dem Affen, dem sie bereits volle neun Jahre ihrer kostbaren Jugend geopfert hat, ihr trauter aber stets fremdgehender Ehemann. Kein Wunder, dass sie sich von Zeit zu Zeit den Postboten und den Schornsteinfeger zum FrĂŒhstĂŒck leistet; gleiches Recht fĂŒr alle Lebenden in der heutigen emanzipierten Wegwerfgesellschaft.
Else ist nun wirklich ĂŒberzeugt davon, dass ihre Mutter keine Ahnung vom Kinderbekommen hat. Sie ist fest entschlossen, ein Adoptivkind zu sein, oder ein mitgebrachtes vom Vater, und sie fĂŒgt noch hinzu:
„Mama, Kinder kommen zustande, wenn ein Mann mit einer Frau schlĂ€ft, dann gelangt der Samen in die Eizelle,......Das solltest du mit Papa auch machen, dann bekomme ich eine Halbschwester.“
Die Mutter lĂ€sst vor Schreck das BĂŒgeleisen fallen und entscheidet sich dafĂŒr, ihre kleine unverdorbene Tochter nicht mehr der bösen Welt anzuvertrauen.
WĂŒnsche und Zorn werden von Kindern auch mit viel Offenheit prĂ€sentiert. Sie sagen der Tante mitten ins Gesicht, dass sie hĂ€sslich ist, wenn sie die verbitterte Frau nicht sehen wollen. Dann sagen sie, dass sie lieber zur Oma gehen möchten, weil die Großmutter ein grĂ¶ĂŸeres Herz fĂŒr Kinder hat, ein Doppelherz, seit sie einen Herzschrittmacher trĂ€gt, und dieses Herz liegt in Form von SĂŒĂŸigkeiten in der obersten Schublade links in ihrer Wohnung. Wir wissen doch, dass Schokolade das Beste fĂŒr einen unausgereiften Kindermagen ist.
Ein Erwachsener wĂŒrde das nie direkt auf diesem Weg sagen. Er wĂŒrde vermutlich die obligatorischen Kopfschmerzen, oder den schon lĂ€ngst fĂ€lligen Waschtag vorschieben, weil im Kleiderschrank schon seit Tagen nichts mehr Brauchbares zum Anziehen hĂ€ngt. Hat da jemals was Brauchbares gehangen?
Kinder können aber auch grausam sein und ihresgleichen mit den gezielten Worten: „ Brillenschlange, Holzbein, einarmiger Bandit oder Semmelgesicht“ krĂ€nken, und wenn die Brille kaputt geht, wird aus der Brillenschlange eine Blindschleiche.
Wenn die lieben Kleinen dann erwachsen werden, lernen sie frĂŒh genug, wie der Umgang mit den Mitmenschen funktioniert, so schnell wie die Tischmanieren oder den Höflichkeitsgruß des Nachbarn, die Freundlichkeit gegenĂŒber einer Person, von der man was braucht, oder die Zwangskomplimente an Vorgesetzte. Oder sie fallen aus dem Gleichgewicht der Norm heraus und entwickeln sich zu etwas eigenartigeren Wesen.


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prinzesschen
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La Luna
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....und wann kommen die Narzissten?...*schmunzel.




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wann?? wo??

narzissten, wann? wo??
aber die blondinen kommen stattdessen, mein nÀchstes fettnÀpfchenbuch heisst: das abstrakte denken einer blondine.
ich bin ja selbst so blond
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ex-mact

???

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Moin,

obwohl ich es verstĂ€ndlich finde, daß Du hier massiv fĂŒr Dein Buch werben möchtest, muss ich auch mal eine Kritik loswerden: ich kann mit Deinem "Brachial-Humor" wenig anfangen. Es gibt sehr viele Autoren und Redakteure, die diesen Stil verwenden - und bei manchen klappt das sogar recht gut. Es gehört aber eine innere Distanz dazu, die Bereitschaft, ĂŒber sich selbst lachen zu können. Fehlt diese, wird der Text schnell anstrengend.

Ich finde es schwer, Deinen Text _durch_ zu lesen, da viele Wendungen und "Pointen" (so man sie so nennen kann) bereits bekannt sind und wenig Neues bieten.

Im Rahmen der Leselupe wĂŒrde ich mich freuen, wenn Du hier auch Texte, die nicht aus Deinem Buch stammen, veröffentlichen wĂŒrdest - vielleicht Texte, an denen eine Kritik nicht "sinnlos verglĂŒht", weil sie schon zur Veröffentlichung freigegeben sind (ĂŒbrigens macht es mehr Sinn, fĂŒr BĂŒcher zu werben, die bereist im Handel sind - zum Zeitpunkt dieser Nachricht ist Dein Buch NICHT verfĂŒgbar, es erscheint ja erst im MĂ€rz diesen Jahres).

(Eine weitere Frage habe ich: findest Du meine Rezension von Kai Beisswengers Buch wirklich so grottenschlecht - oder warum hast Du sie mit "nicht hilfreich" bewertet?)

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mact-vier sinnvolle buchstaben

macht nichts,negative kritik hat mich noch nie gestört.weisst du,der buchhandel ist einfach zu langsam,im januar angemeldet,alle zwei monate mal ne neue cd-rom,da hÀngt man ein wenig hinterher,bei meinem verlag gibts das schon zu bestellen.
ach du warst das mit der rezension.
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