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Leselupe.de > Gereimtes
katze
Eingestellt am 05. 12. 2010 20:45


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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

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katze

vielpfotig

mein liebchen
bist du in mein leben getreten

du schweigst so gern leise
ich lerne zu beten

__________________
Es nehmet aber
Und giebt Gedächtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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Pelikan
Guest
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Hallo, Samuel,
man kann dieses Gedicht schon verschieden lesen.
Erstens läßt es sich als eine reale Begegnung mit einer
Katze deuten, sprich das Tier hat sich eingeschlichen, in die Behausung des Lyrichs und auch in sein Herz (hier "mein Liebchen") Aus dem Schweigen der Katze, lernt das Lyrich
Ruhe zu ziehen. In der Beobachtung des Tieres wird ihm klar,
dass es noch mehr gibt als nur den Menschen, dass dies auch ein Gottesgeschöpf ist. Das Lyrich bekommt dadurch nicht nur Respekt vor den Lebewesen als solches, sondern ihm kommen im Bezug auf die Schöpfung subtilere Gedanken als sonst in den Kopf, in die Seele feinere Empfindungen. Ihm wird klar, dass
der Begriff Liebe, vor allem Gottesliebe auf alle Geschöpfe ausdehnbar ist. Das Lyrich lernt auf diese Weise eine Art Zwiesprache mit einer höheren Macht zu halten - es lernt
quasi zu beten. Das Beten muss sich nicht auf ein "leiern
von bekannten Gebeten" beschränken, sondern ein Gebet hat verschiedene Formen - schon ein Respekt vor anderen Lebewesen kann als Gebet an Gott bezeichnet werden. Die Katze hat das Lyrich ungemein bereichert...innerlich.

Eine zweite Lesem√∂glichkeit w√§re die, dass es sich hier nicht um eine wirkliche Katze handelt, sondern eine, ich w√ľrde mal sagen "raffinierte Frau" handelt, die sich ins Leben und Herz
des Lyrichs eingeschlichen hat. Sinnlich (schnurrend) anschmiegsam, schön (Katzen sind schön,vielleicht hat die Frau schöne Katzenaugen ) dennoch merkt das Lyrich, dass man dieser Frau nicht trauen kann, nicht gänzlich, hier
w√§re die Passage: "vielpfotig bist du in mein leben getreten" bezeichnend daf√ľr. Man kann sich nicht auf diese Frau verlassen, sie kann immer "auf mehreren Hochzeiten" tanzen,
mehrere Wege beschreiten (im Übertragenen) Sie ist geheimnisvoll und interessant, doch nicht zähmbar, genauso wie eine Katze es nicht ist. Das Lyrich fängt sie jedoch an zu lieben, wobei ihn eine innere Stimme dennoch warnt, irgendwie. Aus dieser Situation heraus lernt das Lyrich zu beten....."Gott, lass es nicht so sein, wie meine innere
Angst vermutet, lass mich nicht entt√§uscht werden, nimm mir die √Ąngste, lass mich vertrauen!" So, oder so √§hnlich k√∂nnte dann ein Gebet des Betreffenden ausschauen.
Mir gefällt "dieses Kurze", wegen dieser beiden Möglichkeiten
sehr gut!

mit herzlichen Gr√ľ√üen, Pelikan

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