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Leselupe.de > Kurzprosa
klarer als wasser
Eingestellt am 23. 05. 2002 13:47


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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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wie soll ich den geschmack von
gin-tonic beschreiben?
er ist klarer als wasser
ich wünsche mir danny de vito
als freund, und einmal möchte
ich am grab von hemingway
stehen
ich weine über das glück
weil es einfach gestrickt ist
das scheunentor meines herzens
steht weit offen
mit robert de niro eine sause machen
ich mag seine stille art
remarque hätte ich gerne kennen-
gelernt, als er sein herz an marlene
dietrich verlor
in der traumfabrik
heute trinke ich, nicht weil ich durstig
bin – sondern aus einer überirdischen
leichtigkeit heraus
heute wäre der tod eine leichte
angelegenheit
südamerikanische folklore
geisterbeschwörung in einer schäbigen
wellblechbaracke
vor der tür steht der saxophonspieler
im kostüm des todes
und spielt sein einsames solo
karneval mit orpheu negro
sticht die quelle meiner tränen an
ich stelle mir vor, dass inge mich tröstet
und wir hinterher in der „kofferfabrik“
ein bier trinken gehen
aber heute trinke ich die zeit wie einen
gin tonic
unendlich klar
unendlich benebelnd bis zur vergessenheit
tanze durch ein labyrinth, drehe mich
zurück
ich erwarte einen gast aus dem totenreich
ich will ihm ein guter gastgeber sein

ich muß ihm aufmachen

__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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nally
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2001

Werke: 137
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wenn ich das so lese, dann entstehen tolle bilder, aber auch viele fragen... aber ich finds wirklich gelungen.
__________________
"Ich werde nie aufgeben captain, denn ich will im Spiel der Mächte weiter bestehen und meinen Vers dazu beitragen."
Club der toten Dichter

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
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von der gelungenheitsstory müssen wir endlich runterkommen

eigentlich muß der autor seine sachen gelungen
finden. denn der leser mag nur sagen, ob es ihm
gefällt oder nicht. dann kommt der literaturkritiker
und maßt sich ein urteil an. das macht er von
berufs wegen. fragen, die beim lesen entstehen
sind immer interessant. diese fragen berühren
den menschen, der liest. es geht um bedeutungen,
die wir unserem leben zuordnen, und die wir immer
wieder hinterfragen. nichts anderes.

margot
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Lyra
???
Registriert: Nov 2000

Werke: 0
Kommentare: 0
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und...

der autor sollte von seinem ross absteigen und den leuten die mit ihm reden ins gesicht schauen (bildlich geschrieben).
auch wenn deine gedichte meistenteils von stars der längst vergangenen tage handeln, schön sind sie und gelungen!

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

gefällt mir wieder super..
was hältst davon,wenn wir uns auf nach Key West machen, um dort nen guten Gin Tonic zu schlabbern?
(da wollte ich schon immer mal hin)
"Scheunentor meines Herzen"..genial...

lG
Sanne

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
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hallo

danke für eure vielseitigen kommentare, als
autor wollte ich noch nie überheblich sein.
daß manche bekannte menschen - ob tod oder
lebendig - in meinem gedicht eine rolle spielen,
ist eigentlich uninteressant und nur als mein
jetziges "gespür" für die übersetzung meiner
gefühle zu deuten. ich sah vor kurzem einen
tollen film mit danny de vito. hemingway bleibt
immer einer meiner lieblingsschriftsteller,
de niro lernte ich durch den film "taxi-driver"
kennen, und seitdem ist er einer meiner favoriten.
remarque ist und bleibt einer meiner deutschsprachigen
lieblingsschriftsteller. das liegt nicht nur an
"am westen nichts neues". marlene dietrich hatte tatsächlich
ein verhältnis mit remarque. wie auch immer: sexuell oder
freundschaftlich. gabin war ihr größter schwarm.
ich mag die dietrich - mehr über ihre songs als über
ihre filme. trotz ihrer arroganz und ihrer maske ...
ist das nicht komisch?
ich habe noch viel mehr lieblinge unter den künstlern
und literaten. ob tod oder lebendig. für mich sind
sie präsent - auch in meinen gedichten.

liebe grüße
margot
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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