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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
kleiner versuch der weltverbesserung in einem satz
Eingestellt am 05. 08. 2002 19:41


Autor
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Elmar Feische
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2001

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Kleiner versuch der weltverbesserung in einem satz

gestern war der punkt der entscheidung den ich vielleicht verpasst habe andererseits war das auch nur einer dieser momente wo man meint man k√∂nnte die welt anhalten aber die dreht sich weiter was soll sie auch sonst tun so lange wir sie nicht endg√ľltig aus ihrer umlaufbahn werfen immerhin haben wir es dank galilei geschafft f√ľr ihn weniger erfolgreich die welt als eine runde sache anzusehen die strittigerweise irgendwann entstanden ist beginnend mit dem urknall oder vielleicht der sch√∂pfungsgeschichte eine interessante frage ist ob sich einstein vielleicht durch eva h√§tte den apfel reichen lassen oder ob er √ľberhaupt eine rippe hergegeben h√§tte um relativierend die menschheitsgeschichte in gang zu bringen die man ehrlicherweise bei den vielen negativen entwicklungen vielleicht besser da gelassen h√§tte wo sie hergekommen ist allerdings gibt es auch sch√∂ne anf√§nge und gott sah dass es gut war aber damals machte man sich noch keine gedanken √ľber sehsch√§rfe vielleicht hatte man etwas √ľbersehen oder sollen wir nochmal von vorne anfangen und die erde war w√ľst und leer und es war finster auf der tiefe und dann es werde licht stell dir vor wir hatten alle m√∂glichkeiten am anfang lassen wir darwin etwas aussen vor keine affen zu sein ist auch kein vorteil denn wer sagt uns da√ü wir die intelligenz haben und nicht die affen haben die denn probleme in ihrer entwicklungsgeschichte gehabt wir profitieren nur davon dass wir jetzt aufrecht gehen k√∂nnen allerdings m√ľssen wir eintritt zahlen um zu sehen wo wir hergekommen sind da haben uns die affen etwas voraus k√∂nnen sich von baum zu baum schwingen d√ľrfen sich √∂ffentlich zwischen den beinen kratzen w√§hrend wir wegen der h√∂heren intelligenz verstohlen in die hosentasche greifen um uns durch anheben und verteilen von links nach rechts oder umgekehrt erleichterung zu verschaffen aber h√§ngt davon etwas ab wie wir zu unseren eigenen genitalien stehen vielmehr sollten wir uns gedanken machen ob es √ľberhaupt sinnvoll ist lustgef√ľhle im unteren bereich zuzulassen w√§hrend unsere welt tag f√ľr tag mehr vor die hunde geht nicht lang ist es noch hin dann d√ľrfen wir wieder mitsprechen daf√ľr gibt man uns einen zettel und einen bleistift und wir k√∂nnen unter einer vielzahl von m√∂glichkeiten durch zwei kreuze entscheiden wer uns in den n√§chsten jahren nein nicht an den genitalien sondern an der nase herumf√ľhrt und uns als herde mi√übraucht um ihre sch√§fchen ins trockene zu bringen fr√ľher blieb der hirt √ľber nacht bei seiner herde und entfachte feuer um die w√∂lfe und schakale von rei√üerischen ambitionen abzuhalten auch ging er tagelang auf die suche um den neunundneunzig das eine wiederzugeben das verloren schien heute l√∂schen die herdenf√ľhrer die feuer rechtzeitig um zu verhindern da√ü das aus dem feuer entstehende licht schatten wirft auf ihre wolfsgestalt was k√∂nnen wir √§ndern allein oder auch gemeinsam um wieder zu dem zu gelangen was uns aufgetragen wurde vor langer zeit und du sollst deinen n√§chsten lieben wie dich selbst aber wer bin ich selbst und liebe ich mich selbst auf eine art und weise die ich anderen zumuten darf lass uns lieber wieder kinder werden denen noch alles offensteht das w√§re eine chance etwas zu √§ndern kind zu sein und fehler korrigieren zu k√∂nnen bevor wir jemanden weh getan haben wahrscheinlich wird es zu sp√§t sein wenn sich uns die augen √∂ffnen dann ist das kind in den brunnen gefallen und es wird kein froschk√∂nig hervorspringen und uns mit gl√ľck beh√§ufen sondern wir werden nur die gurgelnden ger√§usche des ertrinkenden kindes aus der tiefe des brunnens h√∂ren dann werden wir weinen und wehklagen ob der ausgelassenen chancen und doch noch ist zeit zu sagen wir schaffen alles neu werfen die alten ausgedienten regeln √ľber bord und brechen auf zu helleren ufern immerhin sind wir aus der evolution als der vermeintliche sieger hervorgegangen den beweis daf√ľr sind wir zwar in den wenigen millionen jahren schuldig geblieben wir sind die mit dem aufrechten gang aber unsere gesichter sind dick mit dem staub bedeckt den wir auf der wanderschaft aufwirbeln ich gebe die hoffnung nicht auf dass es gelingt dem anspruch gerecht zu werden der an uns gestellt wird wie leicht ist es markierungen vorzunehmen und mit einem tastendruck alles auf null zu stellen wer auch immer das erschaffen hat was wir welt nennen k√∂nnte alles was wir an vermeintlich bleibendem in und auf dieser welt angeh√§uft haben auch markieren und l√∂schen wir k√∂nnten eine neue chance erhalten nochmals an der stelle zu beginnen und die erde war w√ľst und leer, und es war finster auf der tiefe.



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