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Leselupe.de > Ungereimtes
kleines mädchen
Eingestellt am 06. 04. 2003 13:26


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margot
???
Registriert: Mar 2002

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kleines mädchen
du mußt erst tüchtig auf die schnauze fallen
kleines mädchen
du hängst dich an die falschen bärte
du bist allein und suchst halt
aber du bist auf der falschen fährte
die du suchst, sind für dich zu alt
kleines mädchen
mache mir einen gefallen
rede wieder mit mir
ich will nicht, daß ich dich endgültig
verlier
was du suchst, hast du
bei mir nicht gefunden
das habe ich nicht ganz überwunden
kleines mädchen
ich bin tüchtig auf die schnauze gefallen
ich bin allein
und suche halt
warum bist du zu mir so kalt?


(sommer 1981)
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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noel
???
Registriert: Dec 2002

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Liebe Margot,

die derbe Sprache passt zu den Bildern.
Das auf die `Schnauze fallen´ liefert
ein guten Kontrast zu der Verniedlichung
`kleines Mädchen´.
Auch der Wechsel zwischen dem DU (kleines
Mädchen), dass den Halt sucht, allein ist,
auf die schon erwähnte Schnauze fallen muss...
zu dem schreibenden Ich, das schon gefallen
ist, allein und ohne Halt ist, finde ich
gelungen. Auch, dass das Ich gefallen ist,
weil dem DU das ICH nicht genügte ist ein
gelungener Rückschluss

Gruß Noel
__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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Inu
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Ein schnell geschriebenes, ein rührendes Gedicht.
Hast dabei vielleicht sogar an Wendi gedacht, mir kam es so vor. Weil es auch mit dem Zeitpunkt ihres 'Verschwindens' zusammenfällt.

Gruß
Inu

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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danke noel, obwohl mir deine antwort leider wie die
meisten deiner kommentare zu intelligent ist.
ich mag`s lieber eindimensional. ist dann immer noch
komliziert genug.
inu, ich schrieb das gedicht im sommer 1981, wie ich
drunter schrieb. wendi verschwand doch erst vor kurzem?
mann, hatte ich nen langen black-out!!

gruß
ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

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kleines Mädchen...

Hi, margot!

Warst Du vor zwanzig Jahren wirklich so nett? Ich weiss nicht, ob ich zwanzigjahre alte Gedichte hier publizieren könnte, denn an solchen Gedichten haftet oft soviel an Erinnerung, dass ich mich darin verlieren würde. Wenn Du aber nur auf die Reaktion der Leser aus bist, dann ist das völlig o.k. - nur kannst Du dann auch nicht die verschiedenen Kommentare so runtertun, wie den von Noel... Sie hat es doch gut gemeint. Leider macht man scheinbar oft Dinge falsch, wenn man es gut meint...

Ich würde jetzt mal sagen, wenn ich davon ausgehe, dass Du damals anfangs zwanzig warst, dann hast Du ein rührseliges, sehnsuchtsgeladenes Poem geschrieben und auch ein ganz bestimmtes Mädchen vor Augen gehabt, dem dieses Gedicht gegolten hat. Spannend wäre jetzt für mich z.B., wenn ich dieses Mädchen, das nun schon längst auch zwanzig Jahre älter geworden ist, wieder sehen würde und die Gefühle meinerseits ihm gegenüber wahrnehmen würde... Wie wäre das? Ein Hauch von Romantik, oder ein Erschrecken, wie sich ein Mensch innerhalb von zwanzig Jahren so verändert haben kann...

Tut mir leid, ich wahr zu ausführlich, werde mich wieder knapper halten in Zukunft - trotzdem sind es manchmal solche Gedanken wert.

LG
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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es ist komisch, nach 20 jahren einer alten liebe
wieder zu begegnen. ich begegne lieber meinen
alten gedichten. dann bin ich allein mit meiner
erinnerung - und nicht dem horror der realität
ausgesetzt. frauen, die ich wahrhaft liebte,
höre ich nie auf zu lieben. eine begegnung schmerzt
ganz tief. unter umständen würde mich das aus dem
gleis werfen. aber es ist recht unwahrscheinlich,
daß das passieren wird. meine alten "großen lieben"
sind über die ganze brd verstreut mit kind, mann und
kegel. und ich blieb stehen ...

meine alten texte liegen mir ebenso am herzen wie
meine neueren. manche aus der anfangszeit meiner
schreibversuche sind mir sogar ungeheuer wichtig.

ralph

(1981 - da war ich 18.)
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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