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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
kreativität
Eingestellt am 07. 10. 2003 16:39


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Habogh
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2003

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kreativität

was ist krähaktivität?
buchsterben auf papier mahlen?
lustige leider sengen?
tonskalpturen firmen?
nix von alladin!
kuhnst ist rainer zerrfall

__________________
...,dass ich aus durst den sand trank...
heiko bogenschneider

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blaustrumpf
???
Registriert: Mar 2003

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eine frage hätt' ich doch:
bitte, Habogh, sag' mir noch,
was hat kunst mit krähenschrei
denn zu schaffen, sag' es frei!

kreatin im mittagsmahl,
oder schlicht ein zaungrenzpfahl:
alles weist mich darauf hin,
dass ich hier am grübeln bin.

also, sprich, noch besser, schreib,
mach es dir zum zeitvertreib,
schaffe eine satzskulptur
und erhell' die kreatur.

mit anderen worten:

Hallo, Habogh

Verstehe ich das miss, dass deine - mich übrigens recht erheiternde - Wortspielerei Kunst und Kreativität faktisch gleichsetzt?

Schöne Grüße von blaustrumpf
__________________
Dafür bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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Habogh
One-Hit-Wonder-Autor
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Du verstehst miss! :-)
gleichsetzen will ich diese begriffe nicht.
ich sehe die kreativität als den motor der neue kunst entstehen lässt. neue kunst entsteht nicht, in dem man bekanntes auf papier schreibt oder etwas altes nach malt. sie benötigt die kreativität, also die fähigkeit etwas neues zu entwickeln.
die frage ist für mich, ob diese kreativität immer ein bewußter akt ist?
kunst als etwas, das neu aus dem gewollten zerfall von alten denkstrukturen entsteht?
kunst als reiner zufall, wo das neue aus dem spiel mit dem bekannten entsteht?
ich denke mal, beides ist möglich.
kunst ist zufall ...ist zerfall...
liegt also irgendwo dazwischen
...ist also ein zerrfall ;-)
l.g.
heiko
__________________
...,dass ich aus durst den sand trank...
heiko bogenschneider

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Waldemar Hammel
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Kunst + Kreativität

"Kreativität" ist das bewußt benutzte oder unbewußt zugelassene Vermögen, entweder kontextuelle Semantiken von den Dingen wegzuschieben, oder, was im Resultat dasselbe ist, die Kerne in neue kontextuelle semantische Umfelder einzufügen.
Das Ergebnis solcher mehr oder weniger gelingenden Tätigkeit nennt man dann "Kunst".
Insofern schafft "Kunst" Neues aus Altem, alltäglich Vorhandenem, und insofern schafft "Kunst" neue Wirklichkeiten, vorausgesetzt, man läßt die philosophisch-konstruktivistischen Prinzipien als gültig zu.

Beispiel_1:
Ein Glas fällt vom Tisch und zerscherbelt. Andersrum passierts nie. Also "one-way"-event, irreversibel.

Kreativ ist z.B. nun, diesen Vorgang in einen anderen Bereich zu übertragen (das ist psychologisch nur die wahrnehmungskonforme Invarianzbildung von rückwärts benutzt):

"So, wie ein Glas zerscherbelt (das deine Lippen einst berührten), so unwiederkittbar ist auch unsere zerstörte Liebe."

Das jetzt, in Worten fein ziseliert und eingängig ausgedrückt, wäre "Kunst".

Beispiel_2:
Es regnet stark, und irgendwann ist das Land von Pfützen übersät..

Jetzt nehme ich nicht den Regen aus dem Bild heraus zum Verschieben, sondern das nasse Land wird auf einen anderen Kern transponiert:

"So, wie das pfützenüberdeckte Land bin ich tränenblind wegen..."

Deshalb, wegen dieser uniformen und monotonen Mechanismen, gibt es auch bzgl. Kreativität und Kunst in Wahrheit wenig wirklich "Neues". Es ist (alles) nach denselben Rezepten gekocht (Verschiebungen und damit Neugenerierung von Bedeutungen).

Nochmal schematisch:

A bedeutet im semantischen Umfeld B -> (C) (original)
A bedeutet im semantischen Umfeld X -> (Y) (Kunst)
L bedeutet im semantischen Umfeld M -> (K) (original)
V bedeutet im semantischen Umfeld M -> (Z) (Kunst)

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Franktireur
Guest
Registriert: Not Yet

Einspruch

Es ist zwar alles richtig, was Du schreibst, Waldemar - aber nach diesem Prinzip werden auch gute rhetorische Reden und Werbetexte verfertigt.
Benutzt Du den Begriff "Kunsthandwerk", kann ich Dir voll und ganz zustimmen.
Zugegeben, zur "Kunst" gehört auch gutes Handwerk - aber das ist eben nicht alles.
Außerdem bin ich auch nicht der Ansicht, daß aus Kreativität unbedingt Kunst entstehen muß bzw. Kunst
einen kreativen Akt - in dem Verständnis, wie Du es hier
beschrieben hast - unbedingt benötigt oder voraussetzt.
Kunst kann auch entstehen durch eine "Idee", als dem mir Eingehauchten, ich bin dann nur Kanal, und ich kann mir
dann bei dem, was dabei herauskommt, nicht unbedingt
sagen: dies sei ein Produkt "meiner Kreativität".
Es muß nicht "Kunst" dabei herauskommen, aber es kann
"Kunst" dabei herauskommen.
Nur so ein Gedanke, der mir zu dem Thema gekommen ist.

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