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Leselupe.de > Kurzgeschichten
krieg
Eingestellt am 20. 08. 2003 21:08


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Coline
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2002

Werke: 14
Kommentare: 1
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Ich stehe da. Und schaue auf die kleine Ortschaft hinunter. Eine sonderbare Stille umgibt mich. Zu still. Schwere Wolken hĂ€ngen ĂŒber dem Ort. Verbergen die Sonne. Die Hoffnung. Den Frieden. Ich höre ein MotorengerĂ€usch. Kurz darauf ist alles dunkel. Es ist zu spĂ€t. Zu spĂ€t um ein neues Leben zu beginnen. Zu spĂ€t um zu fliehen. Zu spĂ€t um irgendetwas zu tun. Einfach zu spĂ€t. Die Bombe hat eingeschlagen. Hunderte von Menschen rennen auf die Straße. Rennen um ihr Leben. Kreischen. Schreien. Todesschreie. Menschen werden ĂŒbertrampelt. Verloren durch die Angst. Niemand hilft. Niemand kann helfen. Die Todesangst lĂ€hmt alle. Versuche in den Himmel zu schauen - scheitern. Nichts ist zu erkennen. Kein Himmel. Keine Wolken. Keine Sonne. Kein Hoffnungsschimmer. Nichts. Schwarz senkt sich nieder. UmhĂŒllt die Menschen. Die Opfer. Jeder Laut wird erstickt. Eine Hitze legt sich ĂŒber ihre Körper. GlĂŒhender Hauch! Die Menschen verbrennen bei lebendigem Leib. Keine Zeit mehr zu weinen. Keine Zeit mehr Schmerzen zu spĂŒren. Keine Zeit mehr etwas, nur irgendetwas zu sagen. Augen flehen zu Gott. Blicke sagen mehr als Worte. Glasige Augen. Augen des Schicksals. Spiegeln Schmerzen wider. Grausame Schmerzen. Schmerzen der Seele. Nach Minuten gibt es kein Leben mehr. Verbrannt!
Ich stehe da. Ich versuche zu rennen. Zu helfen! Doch ich bin unfÀhig mich zu bewegen. Stehe starr da. Irgendwann geben meine Beine nach. Ich schlage auf der Erde auf. Schreie! Weine! Mein Herz blutet. Zerschlagen von der Grausamkeit!
Menschen töteten Menschen! Ihr eigenes Blut! UnverstĂ€ndlichkeit lĂ€hmt meine Gliedmaßen. Meine Arme. Meine HĂ€nde. Meine Beine. Meine FĂŒĂŸe. Nur die TrĂ€nen fließen.

Am Abend werde ich von meinem Pfleger gefunden. Er bringt mich zurĂŒck in die Klinik. Da sitze ich nun wieder Tag fĂŒr Tag und versuche meine Panikattacken zu besiegen.
Doch die Vergangenheit hat mich geprÀgt. Schmerzen der Seele verheilen nicht.

__________________
Ich kann dir nicht versprechen, dass immer die Sonne scheinen wird. Doch ich kann dir sagen, dass ich den Schirm ĂŒber dich halte, wenn es regnet!

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
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hallo coline,

aus zeitgrĂŒnden nur ganz kurz:

dein text gefÀllt mir sehr gut.

anmerkungen:

weniger ausrufezeichen verwenden.

die folgenden abschnitte sind mir zuviel zeigefinger; die wĂŒrde ich komplett streichen:

"...Schreie! Weine! Mein Herz blutet.Zerschlagen von der Grausamkeit! Menschen töteten Menschen! Ihr eigenes Blut!..."

die "auflösung" straffen (das ist jetzt aber sehr subjektiv)


grĂŒĂŸe

rainer


__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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