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Leselupe.de > Ungereimtes
leb-haft
Eingestellt am 07. 05. 2008 20:14


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Vera-Lena
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leb-haft

Wenn meine Fingerkuppe
deine rĂŒhrt,
hab nicht ich dich
und du nicht mich
erschaffen.
Nicht eins und eins
taktet zur Symmetrie.
Ein aufgeschÀumtes
du im ich
sucht seine Filter,
ein Egowallen
nebelt vor sich hin.

Erst aus dem Bodensatz
ersteht das bunte Bild.

Großmut allein
hilft dir und mir
zu tragen, was umrisshaft
sich wechselseitig spiegelt
und tausendmal verzerrt noch
hintreibt durch die Zeit.







__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 07. 05. 2008 20:14

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Thys
Guest
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Uff Vera-Lena,

kannst Du mir dazu mal deine GedankengĂ€nge erklĂ€ren (natĂŒrlich nur, wenn Du willst). Seit wann schreibst Du denn sowas :-)

Elektrolyse handelt vom Trennen, ist klar, oder?

GrĂŒbelnde GrĂŒĂŸe

Thys

PS: Hat was. Weiss nur nicht was.

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Vera-Lena
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Lieber Thys,

ab und zu habe ich, glaube ich, schon mal auf die Mathematik, auf Physik und Chemie seltener zurĂŒck gegriffen.

Wenn Du eine Kathode und eine Anode hast und fĂŒgst einen gelösten Stoff hinzu, und setzt die Anordnung unter Strom, dann gehen die einen Teilchen des Stoffes zur Anode, die anderen zur Kathode. Dort entladen sich die Teilchen und scheiden sich als neutrale Atome (MolekĂŒle)ab, oder sie gehen mit dem Lösungsmittel eine neue Reaktion ein.(dtv-LexikonBD.5)

Wenn ich jetzt die NĂ€he eines Menschen suche, und er sucht auch meine NĂ€he, wird sich Ähnliches abspielen. Da zeigt man jetzt dieses Bild von sich und spĂ€ter ein anderes, versteht den anderen aus seiner Sicht heute als ein Wesen mit diesen oder jenen Eigenschaften, morgen wieder anders.

Die Egoismen, die jeder so mitbringt, werden, wenn die Beiden zusammenbleiben wollen, eine weite Strecke zurĂŒcklegen, bis jeder gewillt ist, sich um der "Gemeinsamkeit" willen von diesem oder jenem Verhalten zu trennen.

Dann erwÀchst allmÀhlich das Bild, das in den Augen Beider etwas mehr Bestand haben könnte.

Aber diese "Arbeit" ist nie beendet, immer wieder taucht bei einer lebendigen Beziehung etwas Neues auf, weil beide sich ja auch stÀndig verÀndern.

Will man diesen Prozess auf Dauer durchstehn, ist Großmut wirklich eine UnterstĂŒtzung. Klarheit ist gut. Die Dinge genau nehmen ist gut, aber kleinlich sein wird einem immer im Wege stehen.

Vielleicht brigt diese ErlĂ€uterung schon ein bißchen Licht in den Text.

Danke fĂŒr Deine Antwort!
Herzlich grĂŒĂŸt Dich
Vera-Lena
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Thys
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Vera-Lena,

ok, versteh was Du meinst. Ist mir schon klar, was Elektrolyse ist. Gerade deswegen bin ich aber in's GrĂŒbeln gekommen, weil Elektrolyse einen Trennvorgang beschreibt, und zwar einen Trennvorgang mittels Strom.
Elektrolyse benutzt man z.B. zur Metallauflösung oder aber auch zur Beschichtung von OberflÀchen.

Ich hĂ€tte bei Deinem Text und dem Hintergrund die Überschrift Synthese besser gefunden.

Gut geschrieben ist er natĂŒrlich wie immer bei Dir.
Hab jetzt keine Zeit. Ich muss mir den nachher noch einmal in Ruhe ansehen, um mit mir und dem Text ins Reine zu kommen ;-)

Gruß

Thys

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Vera-Lena
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Hallo Thys,

es geht mir aber gerade nicht um eine Synthese, dieses fĂŒr alle Zeit auf gleiche Weise Verbundensein.

Es geht mir um den Prozess, was Du ja nun auch herausgelesen hast.

Was die chemische Reaktion anbetrifft, so gibt es auch den Prozess des Vereinigens:
Deuterium lÀsst sich durch Wasserelektrolyse zu "schwerem Wasser", D2O anreichern. Es entsteht also aus Deuterium und Wasserstoff mittels einer sehr langsamen Reaktion eine neue Verbindung. (Findest Du bei Wikipedia)

Letztlich ist natĂŒrlich auch schweres Wasser eine dauerhafte Verbindung, aber darum geht es mir nicht, sondern die Elektrolyse steht hier fĂŒr den ablaufenden Prozess.

Danke fĂŒr Deine nochmalige Antwort!

Liebe GrĂŒĂŸe!
Vera-Lena
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Thys
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Vera-Lena,

da bin ich wieder. Hab jetzt mehr Zeit. Muss Dir leider
immer noch widersprechen auch auf die Gefahr hin, dass ich
Dich nerve und Du mich schlÀgst. Das muss ich dann wohl oder
ĂŒbel durchstehen.

Ich habe mir noch einmal in aller Ruhe durchgelesen, was
Du aussagen willst. Leider, passt Elektrolyse immer noch
nicht zu Deiner Intention. Tut mir leid.

Elektrolyse heißt nicht nur, "etwas durch ElektrizitĂ€t
trennen", genau das passiert auch immer als "Hauptreaktion".
Es wird IMMER zuerst eine chemische Verbindung getrennt oder
aufgespaltet. NatĂŒrlich hat diese Aufspaltung in Folge einen
beabsichtigten Sinn. Der Sinn kann als Beispiel sein

* Produktion eines der Spaltungsprodukte
-> Wasserstoff
* Erzeugung EINES neuen STABILEN Erzeugnisses mittels einem
der durch die Aufspaltungsreaktion erzeugten Elementes
-> OberflÀchenbeschichtung oder schweres Wasser.

Erst immer die Spaltung und dann das daraus erzeugte
"Produkt".

Du schreibst selber, dass es Dir nicht um eine neue
dauerhafte statische Verbindung geht. Aber das genau
passiert z.B. als Ergebnis bei Deinem schweren Wasser.
Mehr noch, ist Elektrolyse kein stetiger dauerhafter Vorgang
sondern ein zeitlich begrenzter Vorgang. Mit Abschluss der
Elektrolyse hast Du genau das, worum es Dir eben in deinem
Text NICHT geht; der Prozess ist beendet und es gibt keine Reaktionen mehr.


Wenn ich jetzt die NĂ€he eines Menschen suche, und er sucht
auch meine NĂ€he, wird sich Ähnliches abspielen.


Ne, das bestreite ich. In einer gesunden Beziehung "löst"
sich kein Mensch auf, auch nicht im ĂŒbertragenen Sinne.
Wenn ein Teil sich in einer Beziehung ĂŒbertragen gesehen
"auflösen" wĂŒrde, sich selbst verleugnen, sich selbst
aufgeben zu Gunsten des Anderen, dann wÀre das eine sehr
einseitige und ungesunde Beziehung zwischen beiden. Solche
Beziehungen machen weder glĂŒcklich, noch halten sie ohne
Gewalt auf Dauer. Somit taugt die Elektrolyse eben nicht als
Bild. In einer gesunden Beziehung kommt es zu
Wechselwirkungen zwischen beiden Parteien, die nicht zur
"Auflösung" eines Partners fĂŒhrt um daraus entweder zwei
neue "Spaltpartnermenschprodukte" oder ein
"Spaltrestpartnermenschprodukt" und ein neues
"Vereinigungsmenschprodukt" zu erhalten. In einer gesunden
Beziehung sollten beide Partner als Person bestehen bleiben
und sich ergÀnzen zum Gewinn beider.


Aber diese "Arbeit" ist nie beendet, immer wieder taucht bei
einer lebendigen Beziehung etwas Neues auf, weil beide sich
ja auch stÀndig verÀndern.


Auch das hat mit dem elektrolyischen Prozess nichts zu tun.
Der ist zeitlich begrenzt und irgendwann mal sinnvoll
abgeschlossen. Kein elektrolytischer Prozess lÀuft stetig ab
und produziert dann auch noch immer wieder was Neues u.U.
sogar Unvorhersehbares.

Was Du beschreibst darf man getrost als Symbiose bezeichnen.
Darauf passt Deine Absicht und Deine ErklÀrung.

Symbiotische GrĂŒĂŸe

Thys

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