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Leselupe.de > Ungereimtes
mama, nach dem anfall
Eingestellt am 24. 03. 2006 21:19


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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

Werke: 354
Kommentare: 605
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sie sitzt jetzt starr,
schlagartig
ist das innere nach außen getreten;
wenn sie erst asche ist,
schimpft sie nicht mehr.
__________________
Es nehmet aber
Und giebt GedĂ€chtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.


Version vom 24. 03. 2006 21:19

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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

Werke: 354
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gegensÀtzliche bewertungen

mich wundert die große unterschiedlichkeit der bewertungen; ich wĂŒrde gern mal ein paar begrĂŒndungen dafĂŒr lesen.
danke! lg samuel
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Es nehmet aber
Und giebt GedĂ€chtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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Denschie
Guest
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hi samuel,
ich habe noch gar nicht bewertet, aber heute mittag
gelesen und ĂŒberlegt, ob ich es stinklangweilig oder
sehr ansprechend finden soll.
die ersten drei zeilen kann ich mir erklÀren. in kurzen
worten viel gesagt. das gefÀllt mir und ist richtig
unheimlich, wenn man sich vorstellt, was da alles so zum
vorschein kommt von innen.
die letzten beiden zeilen verstehe ich einfach nicht.
meinst du, wenn sie tot ist, schimpft sie nicht mehr?
warum schimpft sie jetzt? ist das das innere, das nach
außen getretene ist? eine cholerische persönlichkeit, die
sich richtig gehen lÀsst?
oder deutet die formulierung: "wenn sie erst asche ist"
auf einen ganz anderen zusammenhang hin? geht es gar nicht
um eine mĂŒtterliche person, die einen schlaganfall erlitten
hat und ich habe bloß alles zu wörtlich genommen?
in seiner gesamtheit fĂŒr mich noch verwirrend.
keine ahnung, ob du licht ins dunkel bringen möchtest.
vg, denschie

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samuel
gesperrt
???

Registriert: Feb 2004

Werke: 354
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hallo, denschie!
danke, dass du geantwortet hast! schön, dass dir die ersten drei verse auch gefallen. die waren, als ich das gedicht schrieb - mutter und tochter in einem restaurant beobachtend -zuerst da: situationsbeschreibung quasi, pointiert. dann folgten die nĂ€chsten zwei, die ich schon lĂ€nger Ă€hnlich in mir hatte und die sich mir jetzt ergĂ€nzend aufdrĂ€ngten: "die asche schimpft nicht mehr" habe ich vor ein paar jahren gedacht - anlĂ€sslich der beerdigung einer frau, die ich gekannt hatte, die sehr unglĂŒcklich gelebt hatte und sehr unglĂŒcklich gestorben ist - und die immer, immer geschimpft hatte; ich dachte das, als ich, fast hinhorchend, auf die urne blickte.
soviel zur entstehung. mehr deuten und erklĂ€ren möchte ich nicht. soll doch der text fĂŒr sich selbst sprechen!
ich dachte (und meine es eigentlich immer noch), die beiden teile des gedichts zu einer einheit verbunden zu haben...mhh...
lg samuel
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Und giebt GedĂ€chtniß die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen.

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

Werke: 156
Kommentare: 2423
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Hallo Samuel,

die folgende mögliche Leseart hat zu meiner Wertung gefĂŒhrt:
Hier wird ein Mensch Àhnlich wie ein Gegenstand aus der Beobachterperspektive "abgehakt".
"sie sitzt jetzt starr,
schlagartig
ist das innere nach außen getreten;"
... eine Beschreibung, die eine bildhafte PrÀzision vortÀuscht, wo eigentlich keine sein kann. Was "sieht" das lyrische Ich wirklich?
"wenn sie erst asche ist,
schimpft sie nicht mehr."
... in Kombination mit dem ersten Abschnitt könnte das im schlimmsten Fall auch der Spruch eines Serienkillers sein.

Nachdem Du erklÀrt hast, wie dieses Gedicht entstanden ist, kann man sich sicher auch andere Lesearten einfallen lassen.
Ich denke nur, das wird an dem emotional distanzierten und in der Summe m.E. abwertenden Blick auf einen Menschen nicht viel Àndern, den Dein lyrisches Ich hier transportiert.

Schöne GrĂŒĂŸe, NDK

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

Ă€ußerst gefĂŒhlvoll, wie das meiste von dir.
das geheimnisvolle an deinen texten interessiert mich immer wieder.
vg,
Prosa.

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