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Leselupe.de > Ungereimtes
meere
Eingestellt am 30. 06. 2004 22:08


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caspAr
???
Registriert: Jun 2003

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meere (eine überarbeitung)

meere


hinein in die tiefen der unendlichkeit strebt mein blick, weiter und hoeher und immer tiefer hinauf, und je laenger ich schaue (wie schweres durchstochenes tuch ist der himmel, je laenger ich schaue, um so mehr wird geboren / oben, in schwarzer schoenheit wird die erinnerung an dich mir zum gefaehrten, und sehnsucht erschafft lautlos monde, welche nur noch staerker an dich denkend machen / ich ersehne den schlaf, um zu finden, was ich suche; ich suche die traeume und bilder von dir, doch nur punkte aus licht reihen sich, wie perlen vor meinen traenen aneinander / es sind laternen, laternen von booten, von fischern und einsamkeit, umgeben von strudeln, durchkreuzen sie die stille der welt; weit draußen, ohne hoffnung auf ein morgen / es sind meere, die uns trennen / meere, in denen netze sinken und wasser kalt umschlingt / nacht ist wie ein augenblick, ein wimpernschlag, wie eine letzte berührung von dir / und umhuellt von kriegen und konflikten, erfuellt von liebe und verlusten sterben wir / wir sterben / und am ende von allem, von uns und dem leben ist regen und eine endlose weite vor meinem gesicht; dann wellen und schatten - jetzt dein schweiß und dein koerper / und alles ist noch einmal in mir, und alles war es wert zu atmen / es sind meere, die uns trennen /

__________________
die zeit zerstört alles

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Duisburger
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Registriert: Nov 2002

Werke: 82
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... die Form, die Form.

ich sehe das Lyrische, sehe auch das Gedicht, doch so ist es kaum lesbar.
Bitte die Verse trennen und lesbar darstellen.
Dann werde ich gerne ausführlicher kommentieren und ggf. bewerten.

lg

Uwe
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

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Hallo Caspar,
du gibst uns ein Stimmungsbild, das Meer verbindet sich mit der Trauer über den Verlust der Geliebten.
Ein paar Bedenken:
1.Der Anfang ist überladen. Unendlichkeit ist viel, dann muss es nicht noch höher und weiter werden.
2.Mir ist nicht klar, was geboren wird.
3.Oben steht wie ein Planet die Sehnsucht nach der verlorenen Geliebten, und schafft sich Monde. Das ist ein bisschen seltsam.
4.Du siehst die Erinnerung, zugleich möchtest du schlafen, um zu träumen. Das passt nicht zusammen.
5.Kann man sagen: Boote mit Fischern und Einsamkeit?
6.Die Trennung von der Geliebten ist radikal. Trotzdem sprichst du von einer letzten Berührung.
7.Wie passen in dieses Bild die Kriege und Konflikte.

Der Text ist sicher aus einem großen Gefühlsstrom heraus geschrieben. Dennoch müssen die Bilder einen Zusammenhang haben und schlüssig sein.

Grüße von Wilhelm.
__________________
Wilhelm Riedel

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caspAr
???
Registriert: Jun 2003

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shalom!

@ duisburger

du siehst das lyrische, auch das gedicht, was braucht es noch, um eine (ggf.) bewertung deinerseits zu erreichen? und warum trennen? nur um einer abgeschmackten form gerecht zu werden? bestimmt nicht. wenn dies die modalitäten sind, bin ich etwas verwirrt, nicht mehr und nicht weniger.

@ wilhelm riedel

um dir das poem begreiflich zu machen, muss ich es zerreissen. das tut weh, ist aber gelegentlich nicht zu vermeiden.

zu 1.

als überladen empfinde ich an dieser stelle nichts. ein blick in den kosmos ist ein blick in die bzw. eine unendlichkeit, und diese visuelle konzentration ist steigerbar. würde ich in einen dunklen brunnen schauen, so hätte ich ebenso das gefühl, als verliere sich mein blick darin, so als würde er verschluckt werden.

zu 2.

je länger du in den himmel starrst, um so mehr sterne werden vor deinen augen erscheinen, natürlich nur in einer klaren nacht, dies ist bestimmt auch physikalisch belegbar (pupillen weiten sich, mehr licht fällt ein - usw. und so fort, ich bin nicht so die leuchte auf diesem gebiet)

zu 3.

nun gut, du empfindest dieses bild als seltsam. das ist o.k, wenn nicht sogar geschmackssache. ein wenig expressionistisch, das gebe ich zu. aber sonst?

zu 4.

eine erinnerung kann so fern, so ungreifbar sein, dass man im traume vielleicht näher am puls des ersehnten ist. erinnerungen sind geschehene momente, träume enstehen in der realität.

zu 5.

ja man kann.

zu 6.

ja klar.

es sind meere, die uns trennen / meere, in denen netze sinken und wasser kalt umschlingt / nacht ist wie ein augenblick, ein wimpernschlag, wie eine letzte berührung von dir /

wie, wie, wie nicht ist, ist, ist. "es ist wie" heißt noch lange nicht "es ist so". junge, junge..oder habe ich deine anmerkung jetzt falsch verstanden?

zu 7.

ja wir sterben. und eben nicht nur egostisch abkratzend, sondern als teil des ganzen, als teil dieser welt, und eben deshalb die kriege und konflikte, die liebe und der verlust.


vielen dank für euer feedback. ich freue mich auf weitere reaktionen. gute nacht.


__________________
die zeit zerstört alles

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lapismont
Foren-Redakteur
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Registriert: Jul 2001

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Hallo caspAr,

die Schrägstriche in Deinem Text kann ich nicht zuordnen.
Was sollen sie bedeuten?
Pausen?
Wenn ja, warum nicht wirklich Verse bilden?
Ich finde es so sehr umständlich zu lesen. Du zerschneidest einen fließenden Text, das finde ich schade.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Cirias
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Registriert: May 2004

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Hallo casPAr,
dir ist ein unglaublich schönes Poem gelungen, deine Sprache hat sich dem Meer anverwandelt, wie eine Welle bleiben Sehnsucht, Entgrenzung und Grenze zugleich, das schmerzlich schöne der Erinnerung geborgen, ein leiser Rhythmus schläft in deinen Zeilen, dem ich mich gerne überlassen habe, so wie den Wellen des Meeres...
Allerdings stören auch mich die Schrägstriche- entweder/oder: das scheint mir nämlich ein Zugeständnis an die eingeforderte Versform, es zerhackt den Lesefluss und ist inhaltlich durch nichts zu rechtfertigen- ein Prosagedicht wie deines braucht eine solche Unterteilung nicht,
ansonsten ziehe ich aber nur den berühmten Hut...
Cirias

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ardice
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2004

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<<ich suche
<<weit draußen
<<hinein in die tiefen der unendlichkeit

das poem kreiselt um's 'ich' und lässt adressaten und situationen austauschbar erscheinen. nicht die schrägstriche erschweren den zugang zum gedicht sondern der fehlende bogen zwischen 'du' und 'ich'.

'du' ist fern,
'du' ist irgendwer,
'du' reflektiert nicht

'du' könnte heute diese und morgen jene person beschreiben, 'du' kann existent sein, muss es aber nicht zwangsläufig. und - 'du' kann ebenso einen bestandteil des 'ich' darstellen.

dieses gedicht ist zeitlos und unabhängig von einer neben dem lyrischen ich bestehenden person. denn dieses gedicht kann in 3 jahren, unter betrachtung ganz anderer situationen, in einem ganz anderen kontext eine ähnliche bedeutung, den selben sinninhalt haben, wie zu diesem zeitpunkt. das lyrische ich sowie das empfinden um eine eingetretene situation ist gleichbleibend, aber 'du' ist eine andere person. 'du' wurde im rollenspiel ausgetauscht, von einem anderen darsteller besetzt. mir scheint das ist als ob man immer die selbe zugstrecke fährt, aber zur änderung der gegebenheiten immer einen neuen zug besteigt, damit wenigstens irgendetwas neu und andersartig erscheint.

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