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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
mittagstisch/böhmisch
Eingestellt am 03. 12. 2012 13:37


Autor
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werner h. freundlich
Festzeitungsschreiber
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sagen du:
wenn essen
du noch
eine knedel
du platzen dann.

sagen ich:
du warten!
ich schnell holen
dir noch
eine knedel!

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Architheutis
Guest
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Hallo Werner,

abgesehen von der (schwachen) Pointe verstehe ich nicht, weshalb hier die Verben im Infinitv stehen (müssen). Was soll das? Was ist der lyrische Mehrwert dessen?

Isch verstehs ned.

Fragende Grüße,
Archi

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werner h. freundlich
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2012

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@archi

grüß dich archi!

im österreichischen nennt man das "böhmakeln (eigentlich: behmakln)- ein vom aussterben bedrohtes dialektunikat, überbleibsel der donaumonrchie... hier (nach eigenem ermessen) angedeutet. der lyrische mehrwert opfert sich im übrigen dabei dem nährwert. böhmischer knödel. und: da gibt es keine pointe: das ist eine familientragödie!

lg
werner

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Kommentare: 11374
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Hallo, Werner,

erstmal nachträglich herzlich Willkommen in der Leselupe.

Es ist ein interessantes Experiment mit Parallelstrukturen und mit Sprache.

Inhaltlich gibt es einen altbekannten Witz wieder, aber in anderer Form. Er zieht sich durch verschiedene Länder und Themen.

Die Struktur:

A tut etwas, was ihn umbringen kann.
B sagt darauf "Gut!" - oder verstärkt es.

Hier ist es ein Ehepaar, in anderen sind es oft Angehörige verschiedener Länder oder Orte.

In einer Richtung kommt aber etwas zum Witz hinzu, das ist die lyrische Struktur.

Die Wiederholung, die dem ganzen den Umschwung verpasst und zur Pointe führt.

Die sprachliche Gestaltung, bei der die Protagonisten und der Erzähler in einer Fremdsprache mit ihrem Akzent sprechen.

Ob die (in solchen Fällen oft verendete) Infinitivform optimal ist, darüber lässt sich streiten.

Diese Art der Transformation hat sehr vereinfacht von Altenglisch zu Mittelenglisch geführt, als sich zwei Sprachen mischten.

In unserer Sprache wird sie von vielen Leuten abgelehnt, dabei ist das aber durchaus diskussionswürdig, denn das Lernen von Fremdsprachen ist schwierig.

Im gegebenen Fall hat es zu einem Dialekt geführt.
Etwas erinnert es mich an Spejbl und Hurvinek.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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