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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
mondlichttränen
Eingestellt am 19. 10. 2008 05:07


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Milko
Autorenanwärter
Registriert: Nov 2006

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Mitternacht

es ist ein weiter wehmütiger Blick
der die geschliffenen Körner des Strandes
so verführerisch zart streift
dass er den Sand erkennt
welcher das Meer formt
und die Weite des Ozeans
wann und wo immer verdrängt

so als hätte jemand Mitleid mit dem Sandkorn gehabt
im Mondscheinlicht


Tränen


__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Mir geht es ähnlich wie Elke. Ich möchte folgendenVorschlag machen:

Mitternacht

es ist ein weiter wehmütiger Blick
der die geschliffenen Körner des Strandes
so verführerisch zart streift
dass er den Sand erkennt
welcher das Meer formt
und die Weite des Ozeans
wann und wo immer verdrängt

so als hätte jemand Mitleid mit dem Sandkorn gehabt
im Mondscheinlicht


Tränen

Und dann für Mitleid und Tränen zwei andere Begriffe finden, in Richtung genauer Sichtweise (Mikrokosmos, Mikroskop); hoffentlich verstehst du, was ich meine.

Den ersten Teil deines Gedichts finde ich bezaubernd.

Liebe Grüße
Heidrun

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penelope
Guest
Registriert: Not Yet

lieber milko,

ja... bin wieder da (ohne da zu sein, eigentlich, aber auch egal)... dein text berührt: warum?
weil man sich in dieser mitternacht der dichtung schon verlieren kann, oder erfühlen, was nicht vorher versammelt worden ist, geerntet, aufgetürmt, geschichtet... es ist ein weiter wehmütiger Blick, der von dir geschichtet wird, in trächtigem rot, dem goldblau kobaltener geschirre oder serviceplanem grau? (ich weiß es nich so genau!)... dennoch organsystemfarben, welcher das Meer formt, bleibe ich darin stecken, im gewirr/gewusel deiner feinen und genialen tüncherei, die von außen anrollt. über mich kommt mit grellem gellen, gelle?, das nicht vor noch zurück unter sich lässt. ein über-gestreifter mann-tel, voluminös, in dem ich mich und meine arme/n ge-beine gut unterkriege: das sollte einem echten lyrischem sprechen nicht fremder sein als der tod. auch das ist in deinem gedicht, oder etwas anderes, pelziges und ohrenblättrig, wann und wo immer verdrängt, dieses etwas, was wir ahnen, aber nicht einfach so erfahren, akzeptieren wollen. wörter, die uneinnehmbar über uns thronen: drohnen: dropse. ich übertreib, doch bleib ich hoffentlich bei deiner sprache!
ist eigentlich überhaupt hier jemand, der vermeint, das gehöre hierher nicht? wohin sonst? was denn damit anfangen, wenn die große gabel schon drinsteckt? mit der dieser eigenartige schreiberling durch dick und dünn geht, und dickes und dünnes mitgehen lassen will. tötet, leben lässt, indem er es konserviert in text und takt, mit taktgefühl und texteinsatz... einfach dicht. dichter. ein echtes gedicht, aus dem es sprinkelt über uns, über unsere schlaflaboroffenen augen, mit denen wir einnehmen, was auszunehmen war: milkos wörter, milkos mitternacht...

bis dann

lg penelope


p.s.
die zeile,

so verführerisch zart streift

die geht für mich nicht auf, da zu nah an banaler literatur, wie wir sie tausendfach lesen können (weiß nicht warum diese abneigung, doch sie ist da, bei mir, und sie ist dennoch deine entscheidung: von mir nur mein gefühl dazu)...




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