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Leselupe.de > Erotische Geschichten
mwananyahiti
Eingestellt am 24. 01. 2003 10:01


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pfifficus
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mwananyahiti

Die Frau war um die f├╝nfzig, ihre langen grauen Haare, hoben sich von ihrem hellrosa Pullover ab. Sie hatte ihren Zeichenblock dicht vor ihr Gesicht gehalten. Genau wie ich hatte sie gewartet, bis sich dieser Raum des verwinkelten Museums geleert hatte, vor allem die M├Ąnner verschwunden waren. Dann hatte sie vor der entferntesten Vitrine, weit weg von der eigentlichen Attraktion, begonnen, einige Skizzen zu fertigen. Sehr rasch ging sie dabei vor. Sie arbeitete sich von Vitrine zu Vitrine, betrachtete die Figuren mal von dieser mal von jener Seite. Sie malte Gesicht, Haare, Br├╝ste, Beine, M├╝nder, Arme, verspiegelte Augen, Z├Ąhne, Trommeln und Gef├Ą├če und schritt dabei langsam zielstrebig n├Ąher.
Ich hingegen hatte den entscheidenden Platz besetzt. Neben mir eine Art Altar mit einer ruhigen ewigen Ausstrahlung. Frauen hatten hier den G├Âttinnen geopfert. Muscheln, Kristalle, Lapislazuli, T├╝rkise, K├Ârner, F├Ąden, Bl├Ątter und Bl├╝ten reizten zur Ber├╝hrung und strahlten gleichzeitig Unantastbarkeit aus. Die vertrauten warmen Gegenst├Ąnde lagen in vertrauten warmen Formen: Unendlichkeitszeichen, Dreieck, Mond und Vulva.
Es gibt sie, die Sprache ├╝ber weibliche Lust. Gier. Drei Figuren, drei Symbole, die selbstverst├Ąndlich ├╝ber das Gl├╝ck in den eigenen H├Ąnden sprachen, blickten mich an. Die beiden Frauenfiguren, eine schwarz, eine r├Âtlich, trugen kein Festgewand, keinen Festschmuck. War es also Alltag? Allt├Ągliche Zufriedenheit? Allt├Ąglicher Genuss? Beide ber├╝hrten eindeutig ihren Scho├č. Keine Andeutung, keine Freiheit f├╝r m├Ąnnliche Phantasien. Endg├╝ltig eingeritzt waren gro├če und kleine Schamlippen. Im Scho├č der einen leuchtete eine prunkvolle geschwollene rote Klitoris. Erigierte Klitoris mit ein wenig Menstruationsblut. Lust und Befriedigung in den eigenen H├Ąnden und symbolisch wohl auch die Fruchtbarkeit.




Sie wirkten nicht wie entz├╝ckte Frauen aus der Werbung, nicht wie das Versprechen auf einen Orgasmus, das nicht eingehalten werden kann, keine ├╝berfreudigen entr├╝ckt l├Ąchelnden Gesichter. Sie strahlten tiefes Atmen aus, vielleicht auch ├ächzen und St├Âhnen, nichts weiter. Br├╝ste standen weit hervor, Brustknospen hoben sich l├╝stern ab. Durch den offenen Mund, die Augen- und Mundh├Âhlen schien ein windiger Orgasmus zu zucken.
Neben mir raschelte es, die rosa Zeichnerin hatte sich mir gen├Ąhert, nur noch ein Schritt, eine K├Ârperdrehung trennte sie von mir und den Lust verhei├čenden Steinfrauen. Sie riskierte einen Blick. Meine fragenden Augen verfingen sich in den ihren, da hatte sie sich schon wieder umgedreht, sich in der Zeichnung einer Janusk├Âpfigen verloren.
Mwananyahiti hei├čt das runde zwei Finger dicke und zwei Finger lange Ding. Auf dem Schild stand: „Initiationspuppen f├╝r junge M├Ądchen, die ihnen Kraft geben und ihre sexuelle Energie wecken.“ Sexuelle Energie wecken. Oben auf dem mwananyahiti w├Âlbte sich eine schmale Furche gleich einer Vagina, eine Rille. Wie benutzen sie das wohl? fragte ich mich und bedauerte, es nicht herausnehmen und ausprobieren zu k├Ânnen. Vielleicht passte ihre kleine Perle ja genau in die daf├╝r vorgesehene Rille und w├╝rde so gleich von drei Seiten gerieben. Vielleicht w├╝rde ├╝ber die Rille noch ein weicher Samt gezogen, so dass die Ber├╝hrungen besonders aufregend waren? Vielleicht gab es einfach die M├Âglichkeit vielseitiger Verwendung, zum Streichen, Liebkosen von au├čen, aber auch zum Reiben, Dr├╝cken und lustvollen Pressen innen? Vielleicht die M├Âglichkeit sich selbst in ein vibrierendes Bad zu tauchen, durch die mittlere Verj├╝ngung k├Ânnte es zwischen zwei Fingern hin- und herschnellen.
Mit roten Wangen sammelte ich meine Jacke und meinen Rucksack ein, schlenderte so belanglos wie m├Âglich nach drau├čen. Da! Ein ohrenbet├Ąubender Krach. Verwundert, was denn passiert sein k├Ânnte, wandte ich mich um. Die Rosafarbene! Mit erhitztem Gesicht hastete sie auf mich zu, erwischte mich am Ellbogen. „Tschuldigung,“ murmelte sie und verschwand zwei Stufen auf einmal nehmend ├╝ber die Treppe. Ich musterte meinen Lieblingsraum und meine Lieblingsfiguren. Da - tats├Ąchlich klaffte ein Loch. Die Steinfrauen waren umgefallen, das mwananyahiti nicht mehr an seinem Platz. Neidisch starrte ich aus dem Fenster und sah die Zeichnerin ├╝ber die Stra├če huschen.

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Zefira
???
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Werke: 14
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Gef├Ąllt mir sehr - wenn man's auch schon fr├╝hzeitig ahnt.

Aber das "feuchte Na├č", das solltest Du noch mal ├╝berdenken, ebenso wie den "krachenden Knall".

Warum nicht "Krachen und Splittern"? Es handelt sich doch wohl um Glas.

Zum feuchten Na├č schlage ich lieber nichts vor...

lG, Zefira

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
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Hallo Pfifficus,

sehr einfhlsame Beschreibungen, hat mich sehr angesprochen und mir auch sehr gefallen.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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pfifficus
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 6
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lieber ren├ęe, liebe zefira,

danke f├╝r eure netten sch├Ânen kommentare :-)

da lacht das herz

liebe gr├╝├če
pfifficus
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