Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92265
Momentan online:
263 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
nach las vegas wollte ich nie
Eingestellt am 10. 07. 2010 19:29


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1029
Kommentare: 3099
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Perry eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

nach las vegas wollte ich nie

amerika ist eine reise wert, pries der prospekt.
von miami ├╝ber new orleans nach las vegas.
wenn ich w├╝ste sehen will, brauche ich keine
reklamebeleuchtung und versp├╝re ich fernweh,
gehe ich in mein stammlokal. die inhaberin
fl├╝stert love me im l├Ąssigen westk├╝sten dialekt
und im hinterzimmer steht ein einarmiger bandit.


Version vom 10. 07. 2010 19:29

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Perry ein sehr eigenwilliges Lyrich, dieses hier.
Doch es gef├Ąllt mir, wie es sich dem G├Ąngigen: Man muss unbedingt nach Amerika (warum eigentlich?)widersetzt.
Wenn man "W├╝ste sehen will" braucht man dieses Land hier nicht zu verlassen - die Realit├Ąt unserer St├Ądte spricht daf├╝r. Die Wohnsilos der Ballungszentren sind reine Steinw├╝sten. Man braucht zwar keine Neon-Reklame, doch man bekommt sie in unseren St├Ądten gratis. Sie ist zwar nich derma├čen pomp├Âs, wie die in Las Vegas, doch sie ist mindestens genauso seelent├Âtend wie dort. Unter diesem grellen Licht verbergen sich dann die inneren W├╝sten des Menschen, sprich seine Einsamkeiten, seine Hoffnungslosigkeiten etc. Ich finde dieses Gedicht gerade an der Stelle so herrlich ironisch. Im Grunde genommen brauchen wir unsere St├Ądte (die gro├čen) gar nicht mehr zu verlassen um in anderen L├Ąndern deren St├Ądte zu besichtigen. Die St├Ądte heutzutage sind auswechselbar in ihren Gesichtern: Die Neon-Schminke grell aufgetragen, das Amerikanisierte allerorten
und kein eigenes, gewachsenes Profil mehr. Alles geht in einer Einheitsso├če unter. Ich denke, dass Dein Gedicht dieses zwischen den Zeilen kritisiert. So lese ich es auf jeden Fall. Und all dies wird im Zuge der Globalisierung noch gepriesen. Und dies w├Ąre jetzt f├╝r mich das Stichwort um nachzufragen, ob es sich im W├Ârtchen "prie├č" um einen Fl├╝chtigkeitsfehler handelt, oder ist das bewu├čt so geschrieben? M├╝├čte es nicht "pries" hei├čen? Doch ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, herf├╝r

mit lieben Gr├╝├čen, Pelikan

Bearbeiten/Löschen    


3 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!