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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
nachtlichter
Eingestellt am 29. 07. 2011 23:12


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GerhardBakenfalter
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Alter Schwede!



Seit Jahren habe ich
Nicht nur ein
Sondern Zweir├Ąder ab.
Seit heute sind sie nun zu viert.
Drum bin ich nicht mehr nur der Geradhr
Sondern ein Ger├Ądeter.
Denn die geerbte antiquierte Kiste sprang zwar an
Soff aber im n├Ąchsten Moment gleich wieder ab
Und blieb ertrunken.
Gestunken
HatÔÇÖs ziemlich und ganz besonders mir
Mitten im Dorf
Vor all den Witz
Begierigen.
Ein Hausfrauenkittel weit ├╝ber 78einhalb
Leistete dahingehend Soforthilfe
Dass sie in ihrem VogelsbergeRRRRRRRRRR erkl├Ąrte,
dass das Antiquum selbst im Winter
bei minus 24 Uhr um 2 Grad morgens
an.
Sprang!
Und lief.
Warum nicht mit mir und das um die Wette?
Oder vor mir weg?
Mobbte mich der alte Schwede?
Oder beliebte der Poltergeist
Meiner lieben verschiedenen Freundin
Mir den steifen Schabernacken zu kitzeln?

Schnurz und Mut:
Ein sonniger Engel l├Âste sich aus einem herbei geeilten Strahlenb├╝ndel, bespr├╝hte die ersoffenen Kerzen mit heiligem Wasser, z├╝ndete sie schlie├člich an und r├Âchelschnepperproch fiel dem Unboliden seine eigentliche Bestimmung wieder ein. Ich hatte ihn ÔÇô aber bitte nicht weitersagen ÔÇô insgeheim mit der Aussicht auf Langstrecken bestochen. Er sprang an und nicht mehr mit mir um. Nur noch ein ganz kleines bisschen an der Tankstelle, als die Lehne des Fahrersitzes beim Anfahren meinte, mich z├╝gig in die stabile R├╝ckenlage bringen zu m├╝ssen.

Nun bin ich wieder autorisiert.
Und sogar zu Hause angekommen.


Bakenknitter, gern ger├Ądert




__________________
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GerhardBakenfalter
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bari luys

Meine geschundenen F├╝├če kochen
s├Ąmtliche Eingeweide proben den Aufstand
und der Rest vom Beinahekadaver will
das Betriebssystem nur noch abschalten.
Jede Faser meines Herzens jedoch
sehnt sich auf der Stelle zur├╝ck
nach Hayastan.

ÔÇ×Ein Abschied von Armenien ist sehr traurig. Viel schlimmer ist es jedoch, niemals zur├╝ckzukehren.ÔÇť

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Ich komme wieder.
Bald.

Regina
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Walther
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Lb. Falter,

es reichen wir r├Ąder bis auf den (anti)poden, an jeder ecke eins. das f├╝mfte hat speichen, in die musste greifn.

Tritt dich dem l├Ąbn tritt zurick, sagten weiland meine ostpreu├čischen vorfahren. jetzt sagen sie bald nichts mehr (dazu). sprachen gehen einfach so verloren. dem saab geht das rad ab. dem fahrrad eine speiche. dem speicher das ger├╝mpel. und faltern die gute laune, wenn der flieder (nicht) wieder bl├╝ht.

mir bl├╝ht ein fr├╝hzeitiges ende (dieses texts).

W. - heute ganz ohne alt(h)er
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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GerhardBakenfalter
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Mein Pfad der Tugend begann,

nach und nach ohne mich weiterzugehen, als ich dich im Herbst 1996 kennenlernte. Mein damaliges Leben als f├╝rsorglicher Familienmensch mit gestutztem Vorgarten, aber ohne weiterf├╝hrende Hintergedanken erfuhr eine exotische Bereicherung. So eine wie dich hatte ich in den beh├╝teten 32 Jahren davor nicht kennengelernt. Eine Frau, die sich der Verantwortung f├╝r sich selbst stellt und nebenbei in der K├╝che ein Klo aus den Fugen kloppt, die auf relativ kleinen F├╝├čen ihren Weg geht, ohne vorher ihren Mann um Erlaubnis zu fragen ÔÇô fast schon be├Ąngstigend, aber hochinteressant und faszinierend. Ich wollte dich n├Ąher kennenlernen, was aber nicht so einfach war. Erst als unser kleines Schweinchen Billy meiner Unachtsamkeit und einem gro├čen schwarzen Hund mit Jagdinstinkt zum Opfer fiel, ergab sich eine vorsichtige Ann├Ąherung. Benni und ich waren zu dir geflohen, als sich unser Haushaltsvorstand wegen des stattgehabten unbequemen Todesfalles echauffierte. Wir sa├čen zum ersten Mal in deiner K├╝che, du gabst dem trauernden Neunj├Ąhrigen und mir zu essen und zu trinken, ein offenes Ohr, W├Ąrme und Verst├Ąndnis. So fing es an und ich wei├č nicht, wie viele N├Ąchte danach du und ich zusammen sa├čen, diverse Weinflaschen k├Âpften und redeten. Besagter Haushaltsvorstand sollte dir einige Zeit sp├Ąter vorwerfen, dass du so etwas wie eine Hirnw├Ąsche bei mir durchgef├╝hrt h├Ąttest. Immerhin, eine solche W├Ąsche setzt das Vorhandensein eines Denkapparates voraus. Du hast mich gelehrt, ihn sinnvoll zu nutzen, althergebrachte Wertvorstellungen in Frage zu stellen, dar├╝ber nachzudenken, ob ich nicht auch ohne die Aufsicht meiner famili├Ąren Vorgesetzten mein Leben in Freiheit gestalten k├Ânnte. Dir schlug zun├Ąchst meine Auflehnung entgegen, ich verteidigte mein bekanntes Ungl├╝ck. Du hast an Fundamenten ger├╝ttelt, die in meinem bisherigen Dasein in Stein gemei├čelt waren. Zum Gl├╝ck, kann ich heute nur sagen. Es waren viele Umwege n├Âtig, bis ich den Pfad der Tugend hinter mir lassen und meinen Weg mit Achtung auch vor meinem Leben selbst├Ąndig gehen konnte. Das vergesse ich dir niemals. Danke, Trudi.

In diesen bewegten Zeiten haben wir den einen oder anderen lustigen Ausflug links vom besagten Tugendpfad gemacht. Irgendwann hattest du auf deiner Couch gesessen und missbilligend drau├čen die Laternenpfosten betrachtet, die von Wahlplakaten der Republikaner verschandelt waren. ÔÇ×Die m├╝ssen weg!ÔÇť, war unsere einhellige Meinung. Und so stapften wir im n├Ąchsten Morgengrauen mit einer Trittleiter und einem Seitenschneider ausgestattet zu den besudelten Pfosten. Du hieltest die Leiter fest und ich durfte die Laternen von den schmutzig-braunen Plakaten befreien. Wir schleppten sie in deinen Keller, die Aussicht aus deinem Wohnzimmerfenster war gerettet. Dummerweise prahlte ich vor meinem Exmann mit dieser Heldentat, was mir geh├Ârigen ├ärger von wegen Polizei, Staatsgewalt und Rache der Rechten einbrachte. Ich h├Ątte die Klappe halten sollen, du hattest ja recht.

Ein anderes Mal hattest du mich abends zum feudalen Essen eingeladen. Wir spiesen vortrefflich, gl├╝hten uns mit Wein vor und zogen schlie├člich weit nach Mitternacht mit deiner Schubkarre los. Hinter der Bushaltestelle befand sich ein Materiallager f├╝r Stra├čenbauarbeiten, und da du deinem wunderbar wilden Garten einen kleinen Weg schenken wolltest, klauten wir diverse Betonplatten, die wir kichernd zu dir nach Hause karrten.

Auch deine letzte einsame Aktion passt ins Bild. Ihr Ergebnis macht mich sehr traurig. Dennoch freue ich mich f├╝r dich, dass du nun endlich in Frieden schlafen kannst, ohne dass die Schatten deiner Vergangenheit dein Dasein verdunkeln. Ich bewundere deinen Mut und deine Konsequenz.


Regina

22. Juli 2011
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GerhardBakenfalter
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Verst├Ârung

Heute Nacht
drangen Gigallionen Voltagen
(folglich nicht nur Zillionen Watt
sondern Megaliter Unw├Ątter)
glei├čend
in meinen Alptraum ein
und schlugen meinen Schlummer tot.

Apokalyptotischer Weltenbruch ins Nulloversum!

Hellwach analysierte ich
mein auswegsloses Vorbei
Zum Gl├╝ck fiel mir ein
dass ich schlimmstenfalls sterben w├╝rde ÔÇô
das war so lange tr├Âstlich.
bis ich blitzgeblendet anfing
├╝ber den Weg dorthin nachzudenken

Heute fr├╝h
frisch geduscht und freitagspoliert
lachte mich meine Stra├če
einfach aus.



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Morgenschwund

Vorhin, kurz nach dem Aufstehen, bewegte mein klammes Hirn die bange Frage, wo denn eigentlich der Kaffee geblieben sein k├Ânnte, der in meiner Kanne fehlteÔÇŽ? Offensichtlich stand das Teil schief unter der Eintropfanlage, doch konnte die Pf├╝tze, die die halbautomatische Kaffeekochapparatur dekorativ einrahmte, nicht die fehlenden Schlucke erkl├Ąren. Eigenartig, aber zu kompliziert f├╝r meinen postkomat├Âsen Zustand, zumal die hei├če Bohnensuppe schmeckte wie immer. Nach der zweieinhalbsten Tasse dann br├╝llte mein Magen nach Aprikosenkonfit├╝re. Also Toasts in die Schlitze, Teller gez├╝ckt, Butter raus, ein energischer Griff zur Schublade ÔÇô schwupppppppps. Kalter Kaffee plantschte mir entgegen, schwappte ins Freie, w├Ąhrend die kleinen Teel├Âffel bibbernd ein rabenschwarzes Vollbad nahmenÔÇŽ
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