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Leselupe.de > Ungereimtes
nebelregen legt auf wiesen schleier
Eingestellt am 14. 02. 2001 10:09


Autor
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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2266
Kommentare: 11046
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nebelregen legt auf wiesen schleier
blaetter klagen unter reifentritten
neben einem schlagloch liegen eier
weichgekocht und dann entzweigeschnitten

eine sonne leuchtet violett
eine fuechsin wedelt mit dem schwanz
ein chamaeleon steigt aus dem bett
eine windbraut traegt den jungfernkranz

draehte gluehen und die pfuetze zischt
gelbes dotter leuchtet und erstarrt
wie champagner perlt die gegenwart

weil sich zeit mit roten haaren mischt
weil ein hamster in der furche fischt
weil ein lehrling seinen meister narrt



__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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connor
Guest
Registriert: Not Yet

Verrückt, aber ich könnt' mir das x-mal reinziehen, Dein Gedicht. Ich mag so Wortspielereien. Es spiegelt für mich den Moment wider. Sozusagen, es existiert nur ein 'Jetzt'.

Grüsse
connor

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Chrissie
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2000

Werke: 67
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Ja, das ist Poesie.
Manchmal komme ich mir neben Dir so richtig klein vor.
Aber nur manchmal.

Liebe Grüße
Chrissie
__________________
Pseudonym? Nein Danke!
Christine Mell von Mellenheim

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jon
Foren-Redakteur
Fast-Bestseller-Autor

Lektor
Registriert: Nov 2000

Werke: 147
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Ich weiß nicht, ich weiß nicht  – mir kommt es einerseits durchaus "perlend" vor, andererseits aber auch deutlich schaumgebremst. Keine Ahnung warum – vielleicht funktioniert bei mir die Steigerung der Absurditäten nicht richtig.

Vielleicht deswegen, weil es so "bunt gemischt" "hoch und runter" (auf der Abstraktions/Surrealitätsskala) geht. Ich nehm mal meine Eindrücke/Erkenntnisse (welche auch sonst? ) :

1. Zeile: gut sehbar und nahezu konkret (das Bild der Nebelschleier ist fast schon nicht mehr abstrakt)
2. Zeile: eindeutig absurdes Bild (Reifen treten nicht) aber ganz klarer Inhalt (Blätter geben beim Drauftreten/Drauffahren Töne von sich)
3. Zeile: wieder gut sehbar, aber der Inhalt macht es surreal (Wer hat warum die Eier dort hingelegt?)

4. Zeile: leicht vorstellbares Bild, von surrealer Wirkung, aber deutlich weniger surreal als das mit den Eiern
5. Zeile: sehr gut sehbar und real – es sei denn, man weiß so viel von Füchsen, dass man sich fragt, ob sie überhaupt wedeln können.
6. Zeile: völlig strange – noch surrealer als das mit den Eiern
7. Zeile: deutlich nur Matapher, noch ein neuer "Klang" (märchenhaft)

8. Zeile: surreal, neuer Klang (technisch)
9. Zeile: als Bild nur halb klar (wieso erstarrt es? Wegen des glühenden Drahtes eben)
10. Zeile: eindeutig Metapher – neue Stufe: Soll das das Bisherige zusammenfassen? Warum geht es dann weiter?

11. Zeile: weder als Bild sichtbar, noch der inhalt deutbar
12. Zeile: Schritt zurück zum "Was Tiere nie tun"-Bild (Füchsin)
13. Zeile: gibt sich als Erklärung, Bild ist auch klar, aber was es mit den Zeilen vorher zu hat, ist unklar.


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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