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Leselupe.de > Ungereimtes
nur ein paar
Eingestellt am 24. 05. 2009 22:30


Autor
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ENachtigall
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???

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nur ein paar

zweige brachst du mir
aus dem ge├Ąst als du fielst
aus deinem siebten himmel
dem meine krone nicht gewachsen
war unter der last nur die
losigkeit verkommener liebe?

ich wei├č meine stecklinge wurzeln
auf festem grundgesunden boden
wieder dem sommerlicht entgegen

denn die ihre trauer weidet
ist eine andere ich
h├╝te nur zu meinem fu├če
diese herde schwarzer schafe
und erbebe das streicheln
der bl├╝tenk├Ątzchen

(die biegsame)

┬ę elke nachtigall
mai 2009


__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Vera-Lena
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Liebe Elke,

gro├čartig, wie Du im Bild geblieben bist und hast doch etwas ganz Anderes ausgesagt, als was man ├╝ber B├Ąume und Weidenk├Ątzchen aussagen k├Ânnte. Einzig die "schwarzen Schafe" hast Du noch gebraucht, um Deine Aussage zu vervollst├Ąndigen.

Lyrik, wie sie sein sollte! Dezent in der Wortwahl doppelt aber klar in den Deutungsm├Âglichkeiten. Hier muss niemand r├Ątseln.

Aus dem Menschenbereich hast du ausschlie├člich den "siebenten Himmel" eingef├╝gt und " denn die ihre Trauer weidet ist eine andere".

Eine grammatikalische Ungereimtheit hast Du drin, aber das w├╝rde ich so stehen lassen. Ich erbebe unter dem Streicheln, m├╝sste es hei├čen. Nun hast Du das "erbebe" ins Passiv versetzt, was in der deutschen Sprache so nicht vorgesehen ist. Ich w├╝rde es, wie gesagt, trotzdem so lassen, weil es ganz nah bei "erlebe" steht, so dass man f├╝r sich auch lesen k├Ânnte, im Kopf, nicht auf dem Papier, "ich erbebe, erlebend".

Denn hier geht es um Leben und Erleben.
Da kommt jemand mit aller Wucht und beeintr├Ąchtigt das Lyri,
dass es sich geradezu zweiteilen muss, um diesen Schlag zu verwinden. Aber es hat einen enormen Lebenswillen und so wei├č es sich zu helfen und besinnt sich auf seine Qualit├Ąten, die ausreichen, diesen Schlag zu ├╝berwinden. Hier ist nur einiges zerbrochen, aber das Leben ist f├╝hlbar geblieben kaftvoll und empfindungsf├Ąhig.

Grandios! Meinen Gl├╝ckwunsch!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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ENachtigall
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Liebe Vera-Lena,

ganz herzlichen dank f├╝r Deine fundierte Analyse! Besonders ├╝berrascht hat mich die Treffsicherheit mittels derer Du den Gebrauch und die dahinterstehende Absicht des Begriffs "erbeben" erkannt hast. Genau das war es n├Ąmlich, was mich bewog; beide Bedeutungsinhalte, die von Erleben und erbeben lassen zu verschmelzen.

Auch inhaltlich bringst Du es souver├Ąn auf den Punkt: es ist das Ringen darum, durch Entt├Ąuschung und Schmerz nicht hartherzig und f├╝hllos zu werden.

Ganz herliche Gr├╝├če,

Elke
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