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Leselupe.de > Ungereimtes
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Eingestellt am 03. 02. 2018 17:18


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Tula
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2016

Werke: 139
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da steht es nun vor mir
das Wort

ein fernes Licht in dunklem Feld
im Schnee die erste Blume
ein HĂŒhnergott von meinem Strand
den suchte ich fĂŒr dich
drei NĂ€chte lang

das Wort wird manchmal ungestĂŒm
und glaubt es wÀr' das Schwert im Stein
ein Schwur der tausend Heere schlÀgt
und dich aus dem Verlies befreit

dann wieder wird es Rosenzweig
und unverhĂŒllte Konfession
bisweilen auch ein breiter Strom
der schweigend durch die TrÀume treibt

geduldig ist das Wort
und wartet auf den nÀchsten Tag
wie jeden Tag
dann kleidet es sich liebevoll
mit meinem Blick
fĂŒr diesen einen Augenblick

obwohl es weiß
du liest es
nicht

Version vom 03. 02. 2018 17:18

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revilo
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 85
Kommentare: 7249
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sorry Tula...du bist ein guter Dichter....aber bei der dritten Strophe sind dir offensichtlich alle GĂ€ule durchgegangen...warum immer diese Dramatik?....und das mit dem Kamin ist wirklich nicht der Bringer.........schreib mit weniger Pathos......LG revilo........
__________________
Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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Artbeck Feierabend
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2017

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Guten Abend, Tula!

Das perfekte Gedicht aus meiner subjektiven Sicht! Wort-Findung ganz umfassend beschrieben. Besonders gefĂ€llt mir der bildliche Vergleich mit dem HĂŒhnergott - das richtige Wort als GlĂŒck bringender GlĂŒcksgriff - liebevoll (weil aufwĂ€ndig zu suchen und nur selten zu finden) dem Du gewidmet! Kein Pathos, wie revilo meint, sondern romantische AnklĂ€nge sind hier zu finden. Gelungen gerade auch die letzten drei melancholischen Verse, weil sie die vorherigen “traum-haften“ Zeilen ins Reale erden.

Gruß,
Artbeck

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Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

Werke: 611
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GrĂŒĂŸDich, Tula!

quote:
obwohl es weiß
du liest es
nicht

Können Worte was wissen?
Wenn ja, dann wissen sie sich im Denker, und dann, wenn sie geschrieben sind, im Leser. Und wenn sie veröffentlicht sind, im Autor als erstem Leser.

Der schĂ€kert jetzt damit, daß sein von ihm gelesenes (weil geschriebenes) Wort nicht weiß, daß er es lieb hat.

Das ist die Wahrheit: Dichter sind Narziß, der mit seinem Spiegelbild flirtet. Mit dem Echo-Bild seines Sichnichtkennenlernenwollens.

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

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Kommentare: 4164
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GrĂŒĂŸDich, Tula!

quote:
Hallo Mondnein

vielen Dank fĂŒr deine Gedanken zum Gedicht, welche diesen hier weiterspinnen.
In der Tat wirkt das geschriebene Wort auf jeden Leser anders und fĂŒhrt somit ein “eigenes Leben” von seinem Entstehungsmoment an. Erst vorgestern las ich ein wunderschönes Gedicht eines der hiesigen (ein leider ser jung verstorbener) Dichter, Daniel Faria und seine “Do ciclo das intempĂ©ries”. Er beschreibt zum Vergleich die Magnolie, dessen Wurzeln ins Gedicht hineinwachsen; die BlĂŒte, einmal dem
Geschriebenen entwachsen, wird der Autor nie wieder kennen oder gar pflĂŒcken können, auch wenn der Leser sie zurĂŒckweist.

Dann dient das Wort auch der narzisstischen Selbstbetrachtung; volle Zustimmung, worauf es mir hier allerdings weniger ankam. Eher die begrenzte FĂ€higkeit des Autors, den Leser genau so zu erreichen wie es eigentlich beabsichtigt war.

Wie dem auch sei, das Wort löst sich auf die eine oder andere Weise von seinem Urheber, wird 'selbststĂ€ndig' und verliert sich auch hin und wieder, wie hier, ungelesen 


LG
Tula


Ja, das stellt Dein Gedicht gut in klare ZusammenhÀnge.
Ich bestĂ€tige es hier als "tiefere Analyse", mit der ich so ĂŒbereinstimme, daß ichs entsprechend in die so genannte Katgorie hinaufrĂŒcke.

grusz, hansz


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