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Leselupe.de > Ungereimtes
ohne Frühstück
Eingestellt am 11. 11. 2008 15:47


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Franka
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ohne Frühstück

glaubst du etwa noch an uns
hast du gefragt
und im Gehen
die Tür geschlossen

ja rufe ich
wollte nie nur auf Seide liegen
auch
manch hartes Wort
haben wir schon weichgeküsst

doch die Tür ist zu
Worte prallen an ihr ab
ich kehre sie zusammen
und füttere Schwäne schwarz





__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

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Inu
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Gedichte einfacher Machart und mit klarem, ehrlichem Gehalt werden hier ironisch abgetan und extrem schlecht bewertet. Manche, obwohl handwerklich und von der Stimmung her, gut gemacht, landen dann sogar in der Textklinik. Siehe 'Herbstgefühle' von Kitty blue.
Inzwischen versuchen immer mehr Leute hier, ihr Poem ( auch wenn es in Wirklichkeit von ebenso einfachem, alltäglichem Gedankengehalt ist) durch raunend klingende, rätselhafte oder kompliziert konstruierte 'Glanzpunkte' künstlerisch ... nein k ü n s t l i c h aufzuwerten.

quote:
... und füttere Schwäne schwarz.
Liebe Franka
Du weißt, dieser hochkarätige Schlusseffekt, wenn er auch etwas unzugehörig und abgehackt vom Rest des Gedichtes wirkt, ist doch angetan, die Poetenseele jedes wahren Lyrikkenners im Tiefsten vor Verzückung jubeln zu lassen und dann ist der Klick zur 9er Bewertung nur noch eine Frage von Sekunden. Oder?

LG
Inu

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lapismont
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ja, Inu gibs uns!



Mir gefällt das Weichküssen aber sogar noch mehr. Wunderbar, wie locker Franka Geschichten mit einige Versen erzählt, die bei anderen kaum für den titel gereicht hätten.


__________________
Kunst passiert.

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Inu
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Lapi, Du schreibst:

quote:
Wunderbar, wie locker Franka Geschichten mit einige Versen erzählt, die bei anderen kaum für den titel gereicht hätten.


Was für Geschichten? Das ist Nabelschau, trotz 'künstlerischer' Verbrämung immer dasselbe Ich-bezogene -auf der Stelle - Treten. Mich langweilt das langsam. Ist vielleicht eine modernere Art der Blümchendichtung?

Gruß
Inu

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Heidrun D.
Guest
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Liebe Franka,

auch ich gehöre zu den leicht Entzückbaren (Inu hat ja sooo Recht) und bin es hier.

Zu meiner "Verteidigung" kann ich nur stammeln, dass es sich ja bei dem "Schwan schwarz" ebenso um einen "Schwan, schwarz" handeln könnte, gelle? -

Sicherlich ist es so, dass Franka mit einem Verlust noch nicht fertig geworden ist. - Doch was ist daran verwerflich? Solange die Gedichte gut sind, ist mir das Thema (tatsächlich!) eher nebensächlich (dies gilt natürlich nicht für Rechtsradikales, Verherrlichendes usw.).

Selbst der vielgeschätzte Karl Feldkamp hat es im Herbst sehr gern mit Friedhöfen und dackelzerrenden Alt-Damen ... Ist er deshalb vielleicht kein Künstler?

Leicht grummelnde Grüße
Heidrun

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Franka
Foren-Redakteur
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Hallo,

erst einmal danke für das positive Feedback, aber auch die Ausführungen von Inu kann ich nachvollziehen, aber manchmal lässt sich ein bestimmtes Gefühl eben nur über ein bestimmtes Bild, eine bestimmte Wortschöpfung wiedergeben. Das Bild mit den schwarzen Schwänen habe ich schon einmal benutzt, wobei es hier verschiedene Deutungen zulässt;
z.B.: alles schwarz sehen, die schwarzen Schwäne an sich, Trauer tragen, u.a.m.

LG Franka

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HerbertH
???
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Hallo,

ich kann die beschriebene Situation sehr gut nachempfinden.

Ohne die Schlußzeile hätte etwas gefehlt.

Schwäne schwarz füttern, das ist für mich ein sehr gelungenes Bild vom Absturz trotz intensiver Bemühung, die Beziehung immer wieder anzufüttern, und doch, am Ende kleidet sich der weiße Schwan der Beziehung in die Schwärze der Trauer, die Stimmung schlägt um von der
durch das Schwanenbild implizierten Weisse der Hoffnung in die Schwärze der Verzweiflung.

So lese ich diese Zeile.

Liebe Grüße


Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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