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Leselupe.de > Ungereimtes
ohne blumen
Eingestellt am 08. 12. 2010 15:58


Autor
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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alles steckt mit allem unter einer decke
aus schnee rein wei├č und drunter braun vereist
auf versalzenen wegen verlieren spuren
in der wildnis die unschuld des niemandslandes
wartet hinter z├Ąunen stochern hungerdrosseln

schornsteine auf gewei├čten d├Ąchern atmen rauchend
gelb geschw├Ąngerte wolken halten noch zur├╝ck
den kalten flaum f├╝rs n├Ąchtliche prachtdaunenbett


doch
an den l├Ąrmschutzfenstern
fehlen die eisblumenstr├Ąu├če



__________________
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Perry
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Hallo Karl,

die hier eingestreuten zeilen├╝bergreifenden Konstrukte gefallen mir gut, allerdings erschlie├čt sich mir der Bezug von dieser verschworenen Winterwelt zu dem was hinter w├Ąrmeisolierenden Fenstern lebt nicht so richtig.
Im weitgespannten Sinn k├Ânnte es vielleicht den ewigen Konflikt zwischen Gut und B├Âse ausdr├╝cken.
LG
Manfred

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Karl,

f├╝r mich zeigt dieses Gedicht einen deutlichen Gesellschaftsbezug, zeichnet die Klasse der jeweiligen Volksrepr├Ąsentanten nach, wie es treffender kaum m├Âglich ist. Ebenso den ewigen Konflikt zwischen denjenigen, die im ├ťberfluss hocken und den Hungernden.

Geradezu brillant:

quote:
doch
an den l├Ąrmschutzfenstern
fehlen die eisblumenstr├Ąu├če
Verse, die auch die "Armut" der Besitzenden aufzeigt.

In anderer Lesart lauert unter der Unschuld das Verderben, hinter der Hoffnung der Tod. - Ein schlichtes Stimmungsbild winterlicher Exzesse ist es mit Sicherheit nicht; das war noch nie dein Ding.

Herzliche Gr├╝├če
Heidrun

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Lieber Manfred, liebe Heidrun,
danke f├╝r eure Interpretationen. Sie treffen auch meine Absicht. Nat├╝rlich versteckt sich hinter dem Winter- ein Gesellschaftsstimungsbild. Das Lyr-Ich kann sich (wie ich)den Winter hinter w├Ąrmenden L├Ąrmschutzfenstern ansehen...
und ahnt unter und hinter der Winteridylle unter den wei├čen Teppich Gekehrtes...
Herzliche Gr├╝├če
Karl
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