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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
ohne liebe
Eingestellt am 30. 10. 2003 16:23


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trÀumerin
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2003

Werke: 4
Kommentare: 8
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(Irgendwie scheinen mir meine Texte in keine der Kategorien hier zu passen, aber ich hatte keine Lust mehr auf das Gepöbel in der Erotik-Abteilung... Also, was haltet Ihr jetzt davon: )


Liebe und Sex sind zwei ganz unterschiedliche Dinge, hatte S. gemeint. Man kann sie kombinieren, muß aber nicht. Diese Worte aus ihrem Mund hatten mich erstaunt.
NatĂŒrlich kann ich Menschen lieben, ohne mit ihnen schlafen zu wollen, dachte ich, aber ich kann doch nicht mit jemandem ins Bett, den ich nicht liebe.

Doch da lag er nun neben mir auf seinem Sofa, wie immer, und ich erinnerte mich an KĂ€stners "sachliche Romanze":
"Als sie einander acht Jahre kannten, und man kann sagen, sie kannten sich gut, kam ihre Liebe plötzlich abhanden, wie anderen Leuten ein Stock oder Hut..."
- In diesem Fall waren waren es etwa zwei Jahre und er war ahnungslos. Da lag er, und ich sah ihn an und fĂŒhlte nichts, außer mich von ihm weggestoßen, die dumpfe Erinnerung an die Autofahrt ein paar Tage zuvor, als er völlig ausgerastet war, seine laute, harte Stimme, die mich so sehr an meinen Vater erinnerte, daß ich in TrĂ€nen ausbrach. Er wĂŒrde genauso werden. Ich hatte es immer geahnt, bis dahin verdrĂ€ngt. Wie konnte ich jemanden lieben, der mich an den Menschen erinnert, den ich am meisten verabscheue?
Aber ein bißchen Sex wĂ€re jetzt nicht schlecht. Ich sah ihn wieder an, eher flĂŒchtig, sah immer noch nichts besonderes. Es ging mir ja nicht um ihn in diesem Moment. Ich kĂŒĂŸte seinen Hals, zog ihn aus, zog mich aus, so schnell wie noch nie. Er war ĂŒberrascht und begeistert. Es war gut, wirklich, nur dieses GefĂŒhl danach blieb aus, diese völlige GlĂŒckseligkeit zweier nackter Körper, die sich erschöpft, zufrieden, liebevoll aneinander schmiegen. Er strahlte mich an, ich zwang mich zu einem LĂ€cheln. Ich wollte mich nicht an ihn schmiegen, ihn streicheln, ihm nahe sein, neben ihm einschlafen. Ich wollte gehen.

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roland
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 1
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Abschied, Anfang eines Abschieds?

Hallo TrÀumerin,
schon lÀnger wollte ich Dir hierzu schreiben.
      In die Beziehung der Protagonistin ist still die Notwendigkeit hinzugekommen, sich vom Partner zu trennen. Also verspĂŒrt sie auch die zum Abschied gehörende Trauer, das Bedauern, damit doch nicht auszukommen, daß er dem Vater immer Ă€hnlicher wird.
Sie vermag den inneren Abschied mit einem Trost zu versehen, also sich mit dem Partner zu trösten, gleichzeitig ihm ein Abschiedsgeschenk zu machen, vielleicht. (Denn er ist noch nicht fremd, aber nicht mehr der GefĂ€hrte fĂŒr "immer"; der Schnitt wird kommen.)
Daß die Situation unverĂ€ndert auf Trennung hinauslĂ€uft, zeigt sich zuletzt, als sie nicht unbeschwert und entspannt sein kann wie sonst. Es bleibt der Wunsch zu gehen.
Nur der Mut muß noch aufgebracht werden, in diesem oder einem beliebig nahen Augenblick die bevorstehende Trennung anzusprechen und sich zu anderen Menschen zu bewegen.

Das beschriebene Ereignis stammt aus dem wirklichen Leben und ist fĂŒr mich schlĂŒssig.
Nur... wenn die Protagonistin unentschlossen bleiben sollte, verzögert sich die Trennung leicht um lange Zeit. Das kommt sicher oft vor. Die Kinder dieser Beziehung werden von ihrem Ausgang betroffen sein und ein altes Karussell dreht sich weiter im Kreise...
Ich wĂŒnsche der Protagonistin einen krĂ€ftigen Sprung herunter vom Karussell!
lG. Roland






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