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Leselupe.de > Ungereimtes
ohne mich
Eingestellt am 04. 09. 2005 14:34


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joyce
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ohne mich


der Platz im Nacken ist besetzt
erdrosselt jener Honigton
der rĂĽber weht vom satten Feld
der Wunsch nach mehr erkaltet

in Falten legt sich fahle Haut
das Fingerspiel klingt knöchern
plump fällt die Nacht auf müdes Fleisch
die Elstern jubilieren

oft stirbt im Morgennebel schon
was mich und Tag verbindet
verloren scheint die Achtsamkeit
wo Selbstverlust sich findet


© Joyce 09-05

__________________
Du musst das Leben nicht verstehen,dann wird es werden wie ein Fest.Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt. (Rainer Maria Rilke)

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Sandra
Guest
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Ein sehr schönes Gedicht, joyce, welches durch den Rhythmikwechsel gewinnt und akzentuiert.
Es wäre schön, wenn sich der Reim im letzten Vers z.B. im ersten wiederholen würde oder du ganz darauf verzichtest, damit es nicht nach Zufall aussieht.
Gern gelesen
LG
Sandra

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Perry
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Hallo Joyce,
ich lese Resignation und Antriebslosigkeit in den Zeilen. Am besten gefällt mir der letzte Vers. Probleme habe ich mit dem "plump", das ist nicht lyrisch und für mich unnötig. Wenn unbedingt ein Adjektiv, dann vielleicht schwer."
LG
Manfred

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joyce
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an sandra

quote:
Ursprünglich veröffentlicht von Sandra
Es wäre schön, wenn sich der Reim im letzten Vers z.B. im ersten wiederholen würde oder du ganz darauf verzichtest, damit es nicht nach Zufall aussieht.


-stimmt, du hast damit sicher recht und ich denke nicht erst seit deinem kommentar darĂĽber nach. doch wie so oft gibt es zwei seiten, zwei seelen in einer brust.
zufällig sollte der schluss allerdings nicht wirken. es war meine absicht, hier einen reim zu haben.
fĂĽr mich macht genau dieses reimen am schluss die aussage rund, betont das wichtigste der ganzen situation besonders.

danke dir fĂĽrs lesen und die anmerkung. ich nehme das gerne an und werde das thema noch nicht so schnell wegpacken ;-)

liebe GrĂĽĂźe
Joyce
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joyce
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an perry

danke für´s lesen und die anmerkungen, die mir immer sehr wichtig sind!
ich kann gut nachvollziehen warum dir der letzte vers gefällt. auch mir gefällt er so wie er ist und hat eine ganz bestimmte bedeutung (siehe anmerkung oben)

der erste und zweite vers machen, und das soll so sein, etwas anderes,sprechen ein anderes empfinden an als der letzte.
Dies ist gewollt, genauso wie mir das wort "plump" (ob lyrisch oder nicht) genau an dieser stelle sehr wichtig ist.
vielleicht sollte man die ersten zwei verse eher fĂĽhlen als verstehen.
genau dieser ĂĽbergang vom hinfĂĽhlen zum verstehen war mir wichtig. damit geschieht beim genauen und wiederholten lesen genau das was mir wichtig war. zeigt es doch wie wir vom puren fĂĽhlen heraus ins wissen gelangen und doch fĂĽr den moment machtlos sind.

lieben gruĂź

joyce
__________________
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