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Leselupe.de > Ungereimtes
produkt der nacht
Eingestellt am 23. 07. 2003 14:16


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Woschanova
???
Registriert: Jan 2002

Werke: 56
Kommentare: 98
Die besten Werke
 
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deinen körper besah ich,
so ganz ohne kleidung,
gierige augen saugten auf,
tastende finger wollten nicht glauben,
weiche sanfte schönheit,
ein saugender mund liebkost.
wahnsinn, unglaublicher
warmer feuchter, rosaroter irrsinn,
den verstand nieder ringt,
pulsende natur,
seid tausenden jahren.


die töne treibst du aus mir raus,
die worte ohne hin,
der blĂŒtenstaub der liebe
gedeihen lÀsst,
was schöner nicht sein kann.


glieder, strecken sich sehnsĂŒchtig,
nehmen jede berĂŒhrung genussvoll wahr.
bettelnde poren hemmungslos lechzen,
bring mich um - fĂŒr den augenblick,
blutdurchflutete lippen gebÀren enthemmt,
in aller wildheit zitternd, eine ungeheure lust
der erotik, die nie enden will.
millionen kleiner tode sterben wollen
damit die auferstehung zur entzĂŒckung gerĂ€t.


hungern nach dir,
jedes gramm von dir,
ein wohlgeschmack.


mit deinen augen fing es,
fackeln der lust sprĂŒhten feuer,
setzten in brand.
glĂŒhende haut weitete sich reichlich
in der hoffnung mehr zu erhalten.
eine oberflÀche der lust bebte unerlÀsslich,
feucht und nass werdend,
einerseits zur kĂŒhlung,
anderseits reibungsverluste erhöhend,
so sehr zur aufnahme bereit,
das mir gewaltig
hören und sehen verging.



neben mir,
hinter mir,
unter mir,
ĂŒber mir,
in dir,
will ich mich
wieder finden.


weich, mit zartem pflaum,
einem pfirsich gleich,
im inneren wohltuend
saftigfeucht,
so erlebte ich dich,
gierig den kern saugend.



die spannweite der flĂŒgel
von beeindruckender eleganz
in der atmosphÀre der zuneigung schwingen.
lange schwanzfedern stabilisieren,
schwebend, gleiten im aufwind der liebe
höher und höher steigend, der welt entrĂŒckt.

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La Noche
???
Registriert: Feb 2001

Werke: 114
Kommentare: 640
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Hallo,
Das ist Begierde ... seufz ...
Die Umsetzung ist schon ganz gut, ein bisschen Feinschliff fehlt vielleicht noch. Z.B. wechselst du öfters zwischen PrĂ€sens und PrĂ€teritum, aber die Handlung verlĂ€uft linear, also solltest du dich fĂŒr eine Zeitform entscheiden und diese dann konsequent durchziehen.
Die Lust der Erotik finde ich als Formulierung nicht so gut, vielleicht findest du da noch eine Alternative. Aber ansonsten hat mir dein Gedicht sehr gefallen, besonders die erste Strophe ist Wahnsinn.

LG,
La Noche

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vivien
Guest
Registriert: Not Yet

Ja Woschanova,

die erste Strophe ist super,
wĂŒrde schon reichen,
da fĂŒr mich alles
in ihr anklingt.

vlg viv.

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Woschanova
???
Registriert: Jan 2002

Werke: 56
Kommentare: 98
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Danke

allen Kritikern einen herzlichen Dank *s*
hier nun die erste Neufassung.
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deinen körper besah ich
so ganz ohne kleidung
gierige augen saugten auf
tastende finger wollten nicht glauben
weiche sanfte schönheit
ein saugender mund liebkost
wahnsinn unglaublicher
warmer feuchter rosaroter irrsinn
den verstand niederringt
pulsierende natur
seid tausenden jahren


die töne treibst du aus mir raus
die worte ohnehin
der blĂŒtenstaub der liebe
gedeihen lÀsst
was schöner nicht sein kann


glieder strecken sich sehnsĂŒchtig
nehmen jede berĂŒhrung genussvoll wahr
bettelnde poren hemmungslos lechzen
bring mich um - fĂŒr den augenblick
blutdurchflutete lippen gebÀren enthemmt
in aller wildheit zitternd eine ungeheure lust
die nie enden will.
millionen kleiner tode sterben wollen
damit die auferstehung zur entzĂŒckung gerĂ€t


hungern nach dir
jedes gramm von dir
ein wohlgeschmack


mit deinen augen fing es an
fackeln der lust sprĂŒhten feuer
setzten in brand
glĂŒhende haut weitete sich reichlich
in der hoffnung mehr zu erhalten
eine oberflÀche der lust bebte unerlÀsslich
feucht und nass werdend
einerseits zur kĂŒhlung
anderseits reibungsverluste erhöhend
so sehr zur aufnahme bereit
dass mir gewaltig
hören und sehen verging



neben mir
hinter mir
unter mir
ĂŒber mir
in dir
will ich mich
wieder finden


weich mit zartem pflaum
einem pfirsich gleich
im inneren wohltuend
saftigfeucht
so erlebte ich dich
gierig den kern saugend



die spannweite der flĂŒgel
von beeindruckender eleganz
in der atmosphÀre der zuneigung schwingend
lange schwanzfedern stabilisieren
schwebend gleiten im aufwind der liebe
höher und höher steigend
der welt entrĂŒckt.

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vetiver
Guest
Registriert: Not Yet

lieber woschanova,

puh, um ehrlich zu sein, ganz schön schwĂŒlstig empfinde ich deinen text. da wimmelt es nur so vor lust und gier, vor feuchtigkeit und wĂ€rme, es wird auch viel gesaugt, und wir empfinden wahnsinn, irrsinn, ungeheure lust, entzĂŒckung, und es wird unerlĂ€sslich gebebt und in aller wildheit gezittert. man vergisst ganz, dass es ums vögeln geht.

dann bringst du auch ein paar brĂŒche im sprachstil, die nicht gerade beabsichtigt erscheinen: anderseits reibungsverluste erhöhend und lange schwanzfedern stabilisieren. und verflixt lang ist das gedicht geworden, und so quillt die ganze wabernde masse irgendwie aus dem mußtopf heraus. man hat fast gefĂŒhl du hast dich (entschuldige bitte, aber das bild drĂ€ngt sich mir auf) zum orgasmus schreiben wollen. um es kurz zu machen: too much!

ein beispiel, wie du kĂŒrzen könntest:
mit deinen augen fing es an
fackeln der lust sprĂŒhten feuer
setzten in brand
glĂŒhende haut weitete sich reichlich

wie wÀre es stattdessen so:
deine augen sprĂŒhten feuer
setzten meine haut in brand

auch so wird deutlich, dass es mit den augen anfing, du sparst einmal lust, und das holperige weitete sich reichlich entfÀllt.

andererseits sind da ein paar sehr schöne bilder und formulierungen, die in dieser masse einfach untergehen. es ist so, als hÀttest du perlen in eine betonplatte eingearbeitet. gefallen hat mir zum beispiel:
pulsierende natur seid tausenden jahren (aber bitte seit mit t)
bettelnde poren (das hemmungslose lechzen danach klingt allerdings misslungen)
bring mich um - fĂŒr den augenblick (obwohl das auch ein bissel zwiespĂ€ltige gefĂŒhle auslöst)

ich hoffe, du kannst was anfangen mit meiner kritik

vetiver

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B.Wahr
???
Registriert: Dec 2001

Werke: 188
Kommentare: 1661
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Hallo Woschanova,

ja, die erste Strophe ist wirklich ein Gedicht fĂŒr sich!
Ein "Nix zu meckern" wert.

Der Rest enthÀlt Interessantes, aber nicht durchgÀngi interessant ist er nicht. Mach doch drei Gedichte draus!?! Oder feil halt dranrum. Mir persönlich sind drei kurze (wohlgemerkt: kleingeschrieben) allemal lieber.
Laß Dich aber nicht verunsichern, denn der Ansatz und sie Grundlage sind gut!

LG
B.Wahr

__________________
Auch Schweigen kann Vielsagend sein!

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