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Leselupe.de > Gereimtes
reif
Eingestellt am 06. 07. 2002 20:10


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anemone
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reif

Als ich durch den Garten lief,
war mir, als ob jemand rief.
Schaute um so ganz verwegen
Denn der Garten lag entlegen.

Merkte dann vom Strauche dort
wurd gesprochen jenes Wort,
was ich schon einmal vernahm
aus `nem M├Ąrchen wundersam:

„R├╝ttel mich, sch├╝ttel mich“ kam’s aus dem Strauch.
„Hei├č ich Marie?“ sprach ich dann auch.

Sah den Strauch, der voller Beeren
sich da tat bei mir beschweren.

„R├╝tteln und sch├╝tteln das reicht nicht bei Dir,
Dich zu pfl├╝cken, dazu die Lust fehlt mir hier!

Beleidigt steht er noch immer dort.
Die V├Âgel kommen und nehmen sich fort
die Johannisbeeren, die roten
zu beschweren sich, habe ich ihm verboten.


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Haget
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MoinMoin Anemone,
hier mein Eindruck:
Du wolltest eigentlich - Strophen 1+2 - in einem bestimmten Rhythmus schreiben. Dann aber sprudelte die Fantasie zu schnell aus Dir heraus und der eingeschlagene Weg wurde verlassen, vergessen.
Versuche doch, den eingeschlagenen Weg bis zum Ende zu gehen - es geht! Und ich bin sicher, Du kannst es, wenn Du Dir Zeit nimmst! (Bei mir bleibt das Anrede-Du gro├čgeschrieben)
(Lieber: "jenes Wort, DAS" - nicht WAS)
__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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anemone
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ok Haget,

ich will es versuchen, das Du ist gro├č geschrieben, f├╝r den Rest nehmen ich mir Zeit, lass es mit Ruhe angehn.

liebe Gr├╝├če
anemone

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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reif




Als ich durch den Garten lief,
war mir, als ob jemand rief.
Schaute um so ganz verwegen
Denn der Garten lag entlegen.

Merkte dann vom Strauche dort
wurd gesprochen jenes Wort,
was ich schon einmal vernahm
aus `nem M├Ąrchen wundersam.

Sah, der Strauch, der voller Beeren,
wollte sich bei mir beschweren.
Sch├╝tteln sollt ich ihn sogleich,
meine Kniee wurden weich.

Und „Frau Holle“ fiel mir ein
Denn auch dort sollte es sein,
dass Marie die B├Ąume sch├╝ttelt,
kr├Ąftig auch an ihnen r├╝ttelt.

Guter Rat jetzt teuer war
Was zu tun war, wurd’ mir klar,
als ich diese Fr├╝chte sah,
stellte mich davor ganz nah.

Stehe jetzt noch immer dort
├ťberleg in einem fort:
Geh ich, werd’ ich nicht verschont,
bleibe ich, werde ich belohnt.

Also immer noch ich gr├╝bel:
Wer bringt mir das Gold im K├╝bel?




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