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Leselupe.de > Ungereimtes
reisezeiten
Eingestellt am 15. 08. 2006 19:15


Autor
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 857
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schnelllebige zeiten
in betonschachteln
frühzeitig gewöhnt an särge
und nachts hinauf zu den
sternen da oben
baumeln vergessene
beine und bunte
aussortierte fotos
lachender gesichter

sommerwind
bewegt die
traumzimmergardine
ein enkel sieht manchmal
die alten vergesslichen schweiger
und der fluss trägt
auch diesen herbst
laub und leere
tüten aus plastik
ins meer

und laut
todesanzeige gehen
nur engel auf reisen

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Feb 2006

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Dieses Gedicht gefällt mir zu gut, um so schnell auf die nächste Seite zu rutschen. Also habe ich es wieder zurückgeholt.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Danke

Liebe Franka,
über deinen Kommentar habe ich mich natürlich sehr gefreut.
Herzlichen Dank
und liebe Grüße
Karl
__________________
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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Ich denke ...

Man kann es nicht oft genug zurück holen. Ich vermeide ganz gerne allzu viel Schwärmen in meinen Kommentaren, doch der Engel auf Reisen als letzte Zeile gibt Anlass genug.

Hier las ich 'Beine' anstatt Seelen. Die baumelnden Beine sind ein nachdrücklicheres Bild und nehmen der Zeile ihren Pathos. (Auch oder weil die veregessenen Beine etwas markaber anmuten und die Stimmung zu den Särgen halten.) Was meinst du?

und nachts hinauf zu den
sternen da oben
baumeln vergessene
beine und bunte
aussortierte fotos
lachender gesichter

LG
Sandra


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Beine

Liebe Sandra,
ja, es war zu viel Pathos. Du siehst, ich "habe die Seelen schon durch Beine ersetzt". (Klingt auch schon fast wie eine lyrische Zeile!)
Danke dir!
Karl
__________________
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nachtlichter
Guest
Registriert: Not Yet

"Wenn Engel reisen, weint der Himmel Freudentränen" - mögen sowohl ihre Seelen als auch die Beine ein Zuhause finden und dem Vergessen entgehen - der gleichgültigen Vergänglichkeit zum Trotz.

Beeindruckende Bilder in diesem Gedicht, die mir unter die Haut gehen.

nachtlichter

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