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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
rheinischer Frohsinn
Eingestellt am 06. 11. 2003 15:13


Autor
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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Sie hielten ihm den eigens zur Suche hergestellten Streckbrief unter die Nase, wie auch den anderen G├Ąsten der Haifischbar. Und pl├Âtzlich der befreiende Ruf aus der hintersten Ecke der Kneipe: „ICH BIN LEHMANN!“

Der ganze Kegelclub umrundete Lehmann, neugierig darauf, ihn endlich gefunden zu haben.
Die Angaben vom Steckbrief schienen zwar in keiner Weise mit seinen Daten ├╝bereinzustimmen, aber das tat der Freude der angetrunkenen Damen keinen Abbruch. Lehmann bekam aus der Kegelkasse einen K├╝stelnebel spendiert und alle tranken auf das freudige Ereignis.
Lehmann, nicht faul, lie├č sich nicht lumpen und bestellte beim Wirt diesen Dauerbrenner:
„Lebt denn der alte Holzmichel noch, Holzmichel noch, Holzmichel noch?
Vor Freude schrien alle G├Ąste den Refrain: „Ja, ja er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch.
Ja, ja er lebt noch und stirbt nicht!“

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roland
???
Registriert: Aug 2003

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jessasnadeskommtausmrheinland

Hallo Anemone,
Dein Text geht mir nach. Ich las ihn immer wieder mal und jedesmal und immer mehr und mehr k├Ânnte ich mich innerlich zerrei├čen vor Heiterkeit ├╝ber diese Art von trockenem Witz. Mit fallen dazu Bilder und Karrikaturen, Ilustrationen ein, wie sie in derart untertitelten, sch├Ân gezeichneten Bildgeschichten zu finden sind, so z.B. im "Lektro" von Rainer Zimnik. Ja. Der trockene Witz ist der Wahnsinn unter dem Himmel der schn├Âden Langweile.
F├╝r mein Empfinden hast Du ihn hervorragend dosiert, warst bei der Wahl der Mittel bescheiden und hast wundervoll und gut damit den Frohsinn dieser Leutchen gezeigt.
Wenn ich Punkte zu vergeben h├Ątte, w├╝rde ich es hier tun. In Worten aber hab ich es getan: mein h├Âchstes Lob gebe ich Dir f├╝r diese Kraft, die Du zeigst, wenn Du solch eine Situation derart beschreibst.
lG von Roland

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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hallo roland,

dieses Lied kannte ich nicht, noch nie geh├Ârt und die Kegeldamen waren schon ├Ąlteren Jahrgangs. Sicher hatten von ihnen schon Einige Vieles durchgemacht. Es war eine billige Freude und ich kann diese Stimmung nur schlecht wiedergeben.
Jeder in der Bar verga├č f├╝r einen Moment seine Sorgen und freute sich einfach nur dar├╝ber, dass er noch lebte.

Ich freute mich dar├╝ber, weil dieser Lehmann so aussah,
wie ein l├Ąngst verstorbener Freund von mir. Er war auch Gast in der Bar und hatte eine h├╝bsche Frau neben sich.
Ich hatte Tr├Ąnen in den Augen, weil es mir so vorkam,
als w├Ąre er gesund und munter.

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roland
???
Registriert: Aug 2003

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Hallo Anemone,
"Jeder in der Bar verga├č f├╝r einen Moment seine Sorgen und freute sich einfach nur dar├╝ber, dass er noch lebte."
- genauso empfinde ich Deinen Tagebuchtext, als Beschreibung von Frohsinn, der eine Zeit lang anh├Ąlt.
Die tiefere Ebene des Gedenkens an Deinen verstorbenen Freund habe ich beim Lesen nicht gesp├╝rt - hoffentlich war meine euphorische Rede nicht schmerzlich f├╝r Dich.
Die letzte Zeile, wenn sie nicht in den Anf├╝hrungsstrichen des Liedtextes eingeschlossen w├Ąre, k├Ânnte mit ihrer starken Betonung ein Ausruf, Anklang von Tieferliegendem sein. Wenn sie urspr├╝nglich nicht zum Lied geh├Ârte, w├Ąre sie vielleicht ein kleiner Hinweis. Aber das sind Spekulationen.
Wie gesagt, die Stimmung dieser Menschen konnte ich fast "greifen" und daf├╝r danke!
Roland

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