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Leselupe.de > Fremdsprachiges und MundART
sächs. Mundart
Eingestellt am 08. 08. 2004 13:40


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Fellmuthow
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Dor Schnäppchnjächor
(In sächsischer Mundart geschrieben)


Seitdäm ‘s liewä Geld in unserom Läm so änne dominierende Rolle schpielt, kommt mor doch gâr ni drân vorbei zu schpârn.
Mei Altor, der is och gans schârf droff, wenn or so ä’ Schnäppchn sit. Neilich kâm or mit ännor gansn Tâsche voll mit Sockn heem. Braune Sockn - weiße Sockn - schwârze Sockn, sogâr bunte Sockn hat’or gekooft. Von jedor Sorte än Zehnor-Pack.
‘ch wâr gans orschrockn.
»Um Gottes Willn, wâs willst’dn du mit dän vieln Sockn«, frâch’ch’n. »Die vom letztn Wintorschlussvorkoof, die reichn doch schon fir dä nächstn finf Châhre.«
Mei Altor guggt mich orschtaunt ân... »Du meenst doch immor, dâss mor schpârn missn, dâmit mor in Frihchâhr wiedor nach Machorka fâhrn känn. Na wâs gloobst’dn du, wâs’ch gemacht hâb? ‘ch hâb geschpârt und wie! Iworlech ä’mâl:«
Or is ganz offgerecht und schwenkt mor so än Sockn-Packn vor dor Nâse rum.
»Wenn dä ä’ eenzlnes Pâar koofn tätst, dâs kostet acht Mârk. Nimmst’dä awor glei än Zehnor-Pack, dâ kostet’s Pâar bloß noch vier Mârk. Du schpârst also dä Hälfte von däm Geld! Nâ so änne Gelechnheet konnt’ch mor doch ni entgehn lâssn.«
Mir schwânt schlimmes, awor ‘ch lâsse’n ausredn.
»Dâmit sich’s nu och lohnt mit dor Schpârorei, dâ hâb’ch äm glei vier Zehnor-Packs gekooft. Ganse hunnortsechzch Mârk hâb’ch so off een Ritt geschpârt! Und! ‘ch hätte’s Dopplte schpârn känn, wenn’ch genuch Geld mit gehâbt hätt. Awor du hâst mor châ ni mehr gegäm.«
»Du hâst hunnortsechzch Mârk fir Sockn bezâhlt?«, frâch’n, kann’s gâr ni gloom. »Du, dâs wâr’s Kostegeld fir dä ganse Woche!«
»Nâtirlich! Und hätt’ch dreihunnortzwanzch Mârk schpârn kenn, dâ wär dâs glei dä ganse Ânzâhlung fir Machorka gewäsn«, orklärt’or, von seinor Sache iworzeicht.
Ich fâss’äs ni, bleib awor gans ruch, sâch zu’m: »Mir hâmm fir’n Urloob viertausnd Mârk off’n Schpârbuch - dâss weeßte doch?« Mei Altor nickt. »Dâ wärd’s doch nu glei ‘s Beste sein, du gist noch’ä’mâl in den Lâdn und koofst fir dâs ganse Geld Socken. Dâ hâst’dä dann viertausnd Mârk geschpârt un mir, mir känn umsonst nâch Machorka fâhrn. Dâs wär doch wâs!«
Nu iworlecht’or awor doch, wärd unruhch... »Neee...« sâcht’or. »Dâs git doch ni! Wenn’ch dâs machen tät, dâ wär doch unsor gansäs Geld futsch.« Or guggt gans vordutzt; lacht plätzlich lauthâls und meent, als’or’sch wiedor beruhcht hât: »Na weeßte, du mit deinor Schpârorei! Das is châ gans gudd und scheen. ‘s derfte bloß ni so teior sein.«

Fellmuthow im November 1999
__________________
HW

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