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Leselupe.de > Gereimtes
schimmer (gelöscht)
Eingestellt am 07. 11. 2004 23:11


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Walther
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Walther
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Gabriele
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Hallo Walther,
die erste Strophe hat mir sehr gefallen, doch beim Weiterlesen war ich dann ein wenig enttäuscht. Nachdem ich auch Dein Gedicht über die Rosen gelesen habe, glaube ich, da wäre - evtl. ohne Reime - mehr drin gewesen.
Gruß
Gabriele

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Walther
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Liebe Gabriele,

in der Tat muß man manche Gedichte später noch einmal mit dem Auge des Lesers betrachten. Nicht alles, was zuhause gut ankommt, muß auch "in der Fremde" gut sein, gerade wohl bei Gedichten über und um die Liebe herum.

Ich habe oben schon einmal einen Holperer ausgebaut.

Letztlich ist es wohl so, das zeigt das bisherige, eher flaue, Feedback, daß meine Verswerk nochmal in die Werkstatt zum Feinschliff muß. ;-)

Danke für Deinen offenen Hinweis.

Grüße an Dich und die Leselupenden

W.
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Walther
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lapismont
Foren-Redakteur
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Hallo Walter,

der Gesamteindruck nach dem Lesen ist zunächst:
Unbeholfene Komik.
Ich versuche einmal diesem gefühlten Eindruck auf die Schliche zu kommen:

"lass mich in
deine augen fallen"
Die Redewendung: etwas fällt mir ins Auge, für eine besondere Aufmerksamkeit, den berühmten Augenöffner, verwendest Du hier mit Bezug auf das Ich.
Nur irgendwie bildet sich mir im Geiste ein Kopfspringer der in übergroße Pupillen stürzt. Das liegt vor allem am "lass".
Du verwendest es hier garantiert als "lass du mich". Es liest sich aber eher als "ich lass mich". Daher auch das Bild des Kopfspringers.
Vielleicht:
fall ich dir
in die augen

"liebste
und sinnlos worte lallen"
das "lallen" betont durch seine Unernstheit sogar noch das Bild des Springens. Irgendwie kommt hier keine Romantik rüber.

"lass mich alle tode
schwören
nur du und du
mich sollst betören"
Es klingt so, als ob Du hier einen Treueschwur bis in den Tod beschreiben willst, aber durch die Mehrzahl von Tod, denkt man an eine vielfältige Vielzahl, an verschiedene Todesarten, was dem Schwur einiges seiner Ernsthaftigkeit nimmt.
Vielleicht würde schon die Umstellung zu:
sollst mich betören, die Strophe anders wirken lassen.
"nur du und du" lässt mich an eine Schlagerzeile denken. Es ist keine sehr lyrische Wendung und hat zu sehr den Geschmack des Lückenfüllers.

"schau nicht so
bös du nymphe
damit ich
mit dir schimpfe"
Also wenn sie lieb ist, schimpft er mit ihr?
Der Reim ist nicht sauber. Zudem ist die Strophe etwas hilflos in der Art der Neckerei. Eine Nymphe maßregelt man ja eigentlich nicht. Sie verführt. Darauf weist ja auch die vorhergehende Strophe hin. Mir kommt es so vor, als ist hier ein Reim auf Nymphe gesucht worden.

"dein blick mit
diesem schimmer
und ich liebe
dich noch schlimmer"
Das schlimmer macht es tatsächlich schlimmer. Schimmer ist ein so schönes Wort, es könnte hier Wunder wirken.
Wenn man die Strophe kürzt:
"dein blick mit
diesem schimmer
und ich liebe
dich"
dann erkennt man, wohin "schimmer" den Text bringen kann.

Fast möchte man raten, den Text noch satirischer zu gestalten und unter Humor zu posten. Besonders die Reimpaare lassen hier einen Ulk entstehen.

cu
lap


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Walther
Routinierter Autor
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Lieber Lapismont,

zuerst sei angemerkt, daß dieses kleine Gedicht sicherlich nicht zu meinen besseren gehört. Das habe ich inzwischen eingesehen.

Es ist lustige Liebesgebrauchslyrik und hat - richtig vorgetragen - durchaus die beabsichtigte Wirkung. Nämlich mit Worten hintersinnig und augenzwinkernd mit einer erotischen Stimmung zu spielen. Wer mich kennt, der weiß, daß die sog. unfrewillige Komik des Textes durchaus in Gernhardtschem, Morgensternschen, Ringelnatzschem Sinne beabsichtigt und geplant ist.

Des weiteren sei an dieser Stelle vermerkt, daß man durchaus einem gebildeten Menschen unterstellen sollte, daß er weiß, was eine Nymphe ist und daher das Reimpaar schimpfe-nymphe alles andere als bemüht und konstruiert, sondern absichtsvoll so gesetzt annehmen darf. Der Hinweis sei gestattet, daß das mit dem Überheben über die Qualitäten und die Fähigkeiten anderer in der Kritik von Texten durchaus ein zweischneidiges Schwert ist, das dem Kritiker erheblichen Schaden zufügen kann (und das in dieser Stellungnahme auch getan hat). Kurz: Bescheidenheit und Respekt ist die Ursuppe guter Literatur und guter Literaturkritik.

Ich bemühe mich in meinen Kommentaren und Beiträgen aus leidvoller Erfahrung sehr darum, dem Autor erst einmal das ehrliche Bemühen zu unterstellen, einen guten Text zu schreiben. Danach setze ich da an, wo man am einfachsten kritisieren kann, ohne wirklich zu verletzen: Das sind die Formalia und das behutsame Hinterfragen von Metaphern, wenn sie denn gar zu abstrus erscheinen.

Gerade Moderatoren in Foren wächst hier eine besondere Verantwortung zu. Sie sollten sich in der Bewertungen weder von persönlichen Vorlieben leiten lassen noch sollten sie meinen, nur ihr Geschmack und ihre Vorstellung von Lyrik sei die allein Seligmachenden. Wer Beiträge, die mehrere Leser mit 7 und mehr Punkten bewerten, kommentarlos mit zwei Punkten versieht, der muß sich fragen lassen, ob er richtig gelesen hat oder sonst irgendetwas danebengegangen ist, besonders, wenn dies immer wieder geschieht.

Doch nun zu diesem Text zurück: Er ist schon deshalb verbesserungsbedürftig, weil er diese Debatten ausgelöst hat, also mißverständlich ist. Daher kommt er, wie oben bereits gesagt, in die Werkstatt zurück.

Ich habe an dieser Stelle gesagt, was m.E. zu diesem Gedicht und allgemein zu manchen Aktivitäten in diesem Forum zu sagen war. Damit soll's jetzt auch gut sein.

Liebe Weihnachtsgrüße an Dich und die Leselupenden entbietet

W.

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Walther
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lapismont
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Hallo Walther,

Du verwechselst hier etwas.
Ich habe Dir keine germanistische Kritik spendiert, sondern einzig meine persönliche Meinung als Leser.

Dir steht es gewiß zu, meine Meinung als komisch zu betrachten, so wie es Dir auch zusteht Deinen Lesern Inkompetenz zu unterstellen.

Doch warum fragst Du nach meiner Meinung, wenn Du eine objektive Gedichtanalyse möchtest?

Das kann ich Dir nicht geben. Das hat nichts mit Moderation oder Forenbetreuung zu tun. Meine Meinung ist immer persönlich.


cu
lap
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