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Leselupe.de > Ungereimtes
schlaflos
Eingestellt am 31. 01. 2005 18:09


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fenestra
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nachtroman

du schlÀfst & ich wache.
auf glÀnzenden scheiben
sieht nacht was ich mache.

es hallt wenn ich lache
den alp zu vertreiben.
du schlÀfst & ich wache.

dort draußen der drache
im schneeflockentreiben
sieht auch was ich mache.

die stunde der rache:
nun wird es sich zeigen
wer schlÀft wenn ich wache

denn komm ich zur sache
wird keiner mehr schweigen
der sieht was ich mache.

ein feuer entfache
mein heimliches schreiben!
du schlÀfst & ich lache.

nacht liest was ich mache.



Anmerkung: Der ursprĂŒngliche Titel lautete: schlaflos

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Svalin
???
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Hallo fenestra,

Herzlich willkommen auf der Leselupe! Ein interessanter, weil rĂ€tselhafter Text, wie ich finde: Ein lyrisches Ich in direkter Auseinandersetzung mit Alptraumhaftem. Ein Motiv, das im Allgemeinen eher und mehr Angst, Unterlegenheit und Hilflosigkeit erwarten ließe. Hier wirkt das ungewöhnlich anders: Die Reimform vermittelt eine Struktur, in die sich das Geschehen zu fĂŒgen und damit gezĂŒgelt, steuer- und letztlich sogar beherrschbar scheint. Nimmt man dazu noch das (unheimliche) Lachen, den Drachen im Schneegestöber und die Beschwörungen kann man fast den Eindruck gewinnen, das lyrische Ich stĂŒnde hier kurz davor, in den Wahnsinn zu entgleiten. Nach dem Grad der GĂ€nsehaut zu urteilen, wĂ€re das jedenfalls meine bevorzugte Lesart

Viele GrĂŒĂŸe
Martin
__________________
Lyrik ist LogopÀdie im Zeitalter der Sprachlosigkeit. [Alexander Eilers]

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fenestra
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Hallo, Martin,

danke fĂŒr die BegrĂŒĂŸung, es ist schön, hier angekommen zu sein!

Hart am Wahnsinn...na, wenn du's sagst!

Ich hatte schon befĂŒrchtet dass es durch das Reimschema zu naiv, also gar nicht gruselig klingt. Nun bin ich mir nicht sicher, ob wirklich heraus kommt, was das lyrische Ich in der Nacht treibt: Das sollte eigentlich in der letzten Strophe klar werden. Mit dem Titel bin ich mir noch nicht schlĂŒssig, ich hatte auch an "Nachtroman" oder "Nachtjob" gedacht. Was meinst du? Und die anderen?

Viele GrĂŒĂŸe
fenestra



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Svalin
???
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Hallo fenestra,

quote:
Mit dem Titel bin ich mir noch nicht schlĂŒssig, ich hatte auch an "Nachtroman" oder "Nachtjob" gedacht.
Ja, alles besser als das neutral-nichtssagende "schlaflos"! Mit "Nachtroman" wĂŒrde auf jeden Fall der Fokus deutlicher aufs Schreiben und weniger auf Nebenaspekte gelenkt werden, wie z.B. die Rache oder "Brandstiftung"
quote:
ein feuer entfache

(was ja vielleicht durchaus auch ein interessanten Titel abgeben könnte: Brandstift.ung ) an der letztlich meine Aufmerksamkeit irgendwie hĂ€ngenblieb, weil ich nicht bestimmen konnte, ob das wirklich ausschließlich metaphorisch zu deuten ist. Wie gesagt, ein rĂ€tselhafter Text, der vielleicht sogar unter <Experimentelles> besser zur Geltung kĂ€me. Wenn du magst, könntest du ihn von Zeder dorthin "umtopfen" lassen.

Viele GrĂŒĂŸe
Martin
__________________
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fenestra
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'Schlaflos' war wirklich eine Verlegenheitslösung, weil ich zögerte, schon zu viel im Titel zu verraten. Aber ich sehe, dass es doch nötig ist, einen Schwerpunkt zu setzen.

Ich werde "nachtroman" als Titel nehmen, dadurch bleibt es zunĂ€chst noch zweideutig. Sollte ich die Titelzeile nun abĂ€ndern, oder sollten nachttrĂ€gliche Änderungen an der einmal geposteten 'Urfassung' lieber unterbleiben?

Deine Idee "brandstift.ung" ist eigentlich genial! Allerdings geht es hier wirklich nur um sprĂŒhende Gedanken und es ist auch nicht der Schwerpunkt fĂŒr mich. Vielleicht mal ein Titel fĂŒr ein neues Werk.

Vielen Dank fĂŒr deine hilfreiche Auseinandersetzung!

lg
fenestra

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