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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
schüttele
Eingestellt am 28. 11. 2008 19:37


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arnoreis
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2006

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schüttele
rüttele
jage mich durch
die gänge

treibe

entzünde
schiebe mich in
die öfen

laß lodern

hasse
liebe
begehre
zerstöre

mein ich

rüttele
schüttele
verstreue in
den winden

mich
__________________
Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes.
Elias Canetti

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Raul Reiser
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schüttele

Hallo arnoreis,

von der Anlage her find ich den Text sehr gelungen. Was ich noch durchaus spannend fände: Den Anlass, den Grund oder eine Erklärung für diese defaitistische Opferhaltung. Die Sequenz mit den Öfen erzeugt - zumindest bei mir - historische Assoziationen, die mich eher verunsichern. Dann käme eine Aussage zustande, die ich persönlich sehr problematisch finde. Ohne, dass ich einen Anhaltspunkt habe, ob die beabsichtigt sind oder nicht.
Was meinst Du dazu?
Viele Grüße
Raul

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arnoreis
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2006

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Eigentlich mag ich nicht eigene texte zu erklären. denn wenn sie im Raum stehen, entfalten sie im Leser ihr eigenes Leben - unabhängig von dem, was der Schreiber gewollt hat.
Hie drei Intentionen von mir:

1. Es könnte mit Zitatanklängen gespielt werden.
2. Es geht um Emotionen. Darum, was man sich in der Gefühlswelt antut.
3. Letztendlich um Tod - verstreue mich (meine Asche z.B.) in den Winden (denn wenn, dann lebt man in der Erinnerung weiter, dafür braucht man keine Gedenkstätten).

Ach, das mit den Öfen: Da hast Du wohl an Celan gedacht - aber auch Celan machte Anleihen bei anderen Dichtern der Bukowina. Und im Kontext mit dem Verstreuen in den Winden liegen Öfen nahe - man geht doch in vielen Dingen durch das Feuer, Dinge werden zu Rauch.

Grüße von Arno
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