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Leselupe.de > Fremdsprachiges und MundART (L)
schwarze Beerla (Limariggla)
Eingestellt am 02. 08. 2013 11:00


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Bernd
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Kumm, fregga, du musd gor nex souchn,
iich brauch ned gegugg nei dei mouchn,
dei maul is fei blau,
dös soucht mar g'nau:
du brauchsd kaana Beerla mehr drouchn.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Version vom 02. 08. 2013 11:00
Version vom 02. 08. 2013 11:49

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serge gurkski
???
Registriert: Jun 2011

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dearest of the bernds

I did not know it was by you but

dei maul is fei blau,

ist selbstverständich eine zehn, was sonst!
;-)

Lass es mich bitte "rebloggen".
Sag ja oder schweige. ;-)


__________________
Habe bonum animum. Plautus

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Bernd
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Danke sehr.
Zu "Maul" gibt es die Variante "Mölla", aber ich habe es etwas vereinfacht.

"Gugg" habe ich zu "gegugg" geändert, das ist eine dort sehr häufig verwendete grammatische Form.

Kaaste gegieh - kannst du gehen?

Einiges ist sicher fehlerhaft, weil ich seit über 50 Jahren in Dresden wohne, und wenn dort mit mir geredet wird, ist es meist kein Dialekt. Untereinander Dialekt, aber wenn jemand dazukommt (kümmt) wird zu Hochdeutsch mit charakteristischem Akzent umgeschaltet.
Jedes Dorf hat einen eigenen Dialekt und die Stadt Steinach (Schdeenich) gleich zwei.

dei mölla is blau

---
Traditioneller Spruch:

Beerleitla kumma
hamm nex gefunna,
kummt de mudda mit da miistgoubl,
hebbt de kinna offn beerschnoubl.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bernd
Foren-Redakteur
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Die Vokale sind von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt leicht verschieden.

trouchn - troochn
housn - huusn
haosn - hoosn
(schwierig zu schreiben, a geht Richtung o, liegt aber zwischen a und o)

Haselbach: Diminutivendung "le", Steinach "la"
häusle-häusla
Steinach - Vokale stärker diphtonguisiert.

Endsilben/-Konsonanten werden verschluckt.
in mei haus = wie englisch: in my house = in mein Haus.

---
Es gibt nur in Ausnahmen Vergangenheitsformen von Verben. Vergangenheit wird mit "haben" oder "sein" gebildet.
hodda g'hobt/hodda g'houd

--
Beleidigungen klingen amüsant:
än klappara hodda
däm hommse nei sei g'hirn g'schissn

(In Hochdeutsch sehr schlimm.)
---

In Steinach gibt es drei Vokallängen: kurz, lang, sehr lang.
(In einer Dissertation habe ich gelesen: so lang, dass sie bis zum Mond reichen.)

---
KKonsonanten werden fast immer unbehaucht gesprochen (weich), aber nicht immer.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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