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Leselupe.de > Ungereimtes
schwergewichtig
Eingestellt am 11. 04. 2010 12:10


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Rhea_Gift
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schwergewichtig

heute sterbe ich
mit an der Menschheit
gebrochenem Herzen

morgen gehe ich
wie immer
hinaus -

das Grabmal von gestern
und anderer Tage
schlurfend im Schlepptau

schwergewichtig

schärft meinen Blick
für die Chance
zur Tat

__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Heidrun D.
Guest
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Was ihr immer mit eurer Prosalyrik habt; ich bekomme noch `nen Herzkasper! - Ein großer Teil zeitgenösssicher Lyrik ist so verfasst; geschadet hat`s noch niemandem!

Nun aber zum Werk, das mich vortrefflich dünkt.
Du greifst den wunden Punkt sehr vieler Menschen auf, die es nicht schaffen, sich von ihrer Vergangenheit abzulösen, deren Gegenwärtiges ganz durch ihre Vergangenheit bestimmt ist. Hierbei handelt es sich um eine neurotische Störung.

quote:
Nur ein Gespenst wühlt ständig in seiner Vergangenheit herum
und erklärt sich mit Selbstdefinitionen
aus seinem früheren Leben.
Du bist, was du heute sein willst,
nicht das, wozu du dich früher entschieden hast.

Anonymus

In deinem Gedicht kriegt der Protagonist die Kurve. Er kennt sein Vergangenheit, begreift sie aber als Chance und nicht als lähmendes, unabwendbares Schicksal.

Juut jemacht!

Heidrun

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Rhea_Gift
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Hallo Heidrun -

ich greife nur denen mit meinem Komm. vor, die Prosalyrik abwerten - ich sehe das wie du, ob man dieser Lyrikform nun nen speziellen Namen geben will - ist Ansichtssache und MIR wurscht

Und: übersehe in deiner Interpretation nicht, dass das Gedicht nicht nur die eigene Vergangenheit hinter sich herschleift, sondern auch das Leiden an der Menschheit an sich, hier wird beides verbunden - aber eben nicht als Leiden einfach nur seufzend hinnimmt, sondern zum Anlass nimmt, täglich aufmerksam für die Chance zur Veränderung zu sein - Jammern über Vergangenes oder aktuell Beobachtetes allein ändert eben nix im Hier und Heute, wie du richtig siehst

Und wow, thanx für die satte 9!

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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