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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
seltsame Lyrik
Eingestellt am 13. 01. 2003 20:04


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Laveiu
Hobbydichter
Registriert: Jun 2002

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le coeur de ma vie



Was ist das Wesen der Frauen?

Sie sprengen Schloss, Schranke und Riegel entzwei, lassen T├╝r und Tore bersten, Angst, Trauer und Furcht weit hinter sich, sie hinterlassen Ebenen der Verzweiflung, graue Asche, Schlacke und Tod. Paris der Sch├Âne liegt im Staub, in Verzweiflung sich windend und kr├╝mmend und erwartet die letzte Gnade.

Lange habe ich gegr├╝belt, denn was schreibt man schon einer Frau, die man in Drogenexzess und Alkoholrausch schemenhaft nur erkannt, von der man des n├Ąchsten Morgens fr├╝h erwacht und einzig die Erinnerung eines zugleich sch├Ânen und irren Traumes mit in die Wachheit genommen hat.

Nun, nur eines: eine Geschichte. Oder mehrere?

Do you believe that there is an end to all things living?


Social Art oder eine theologische Neubetrachtung


Die Wiese war von einzigartigem und erfrischendem Leben erf├╝llt. Eine unz├Ąhlbare Variation von Farben und Formen gab exotischen Blumen Gestalt, sie sprossen aus dem Boden, manche stiegen hoch hinauf in den blauen Himmel, als ob sie das Licht selbst nur f├╝r einen Moment ber├╝hren wollten, andere wucherten durch Ritzen und Rillen kleiner und gro├čer Steine und offenbarten ihre Pracht den schwerf├Ąlligen Hummeln, denen ein Flug zu hohen Narzissen oft als zu anstrengend erschien. Tausende dieser rotgefiederten Lebewesen summten und zirpten, schwirrten und sirrten, einige laut ihren Liebesgesang von sich gebend, einige einfach von Zufriedenheit ob des warmen, leichten Windes sonor brummend.
Die Sonne blinzelte tr├Ąge durch wei├če Wolken, einzelne ihrer Strahlen fielen durch eine besonders gro├če Wolke, doch diese war bunt. V├Âgel! Abertausende von ihnen, spielend mit jedem Strahl vom warmen Gl├╝ck, gro├če und kleine, bunte, graue, schwarze und wei├če und jeder von ihnen spielte sein ganz eigenes Spiel, neckisch balgend um einen jeden einzelnen Sonnenstrahl. Mal formten sie eine riesige Vogelfigur, stoben wieder auseinander, trennten sich, stoben wild auseinander, zischten mit leisem Fl├╝gelschlag knapp ├╝ber den Boden, flatterten um die Hummeln herum und ├Ąrgerten sie, wenn diese von den Federn gestreift aus dem Takt kamen und brummelnd in den Bl├╝tenkelchen versanken.

In der Mitte dieser lebenden Wiese stand ein riesenhafter, ein alter und ehrw├╝rdiger Baum. Seine Bl├Ątter spendeten k├╝hlenden Schatten, seine gro├čen Wurzeln bohrten sich tief in den Boden und tranken dort frisches Wasser. Seine Rinde war im Alter br├╝chig und rissig geworden, doch das st├Ârte ihn nicht sehr, kitzelten die vielen Eichh├Ârnchen, V├Âgel, Hummeln, Wind- und Sonnenstrahlen doch immer so angenehm an seinem h├Âlzernen Leib. Besonders die M├Ąuse, Dachse und F├╝chse sch├Ątzte er sehr, denn durch ihre nach dem Winter vergessenen G├Ąnge lie├č er gerne seine Wurzeln wachsen, der Boden erschien ihm dadurch immer viel lockerer und angenehmer.

Inmitten dieses Bildes lag eine Gestalt zu F├╝├čen des Baumes. Das Leben sickerte in Kaskaden von rostrotem Blut aus unz├Ąhligen und tiefen Wunden, die seinen K├Ârper gekr├╝mmt und sein einst so sch├Ânes Gesicht grausam entstellt hatten. Seine silberne R├╝stung war zerschlagen, mehrere h├Ąssliche schwarze Pfeilsch├Ąfte ragten aus seiner Brust, seine blutige Hand umklammerte mit letzter Kraft den kostbar verzierten Griff eines zerbrochenen Schwertes. M├╝de hob er den Kopf und blickte am Stamm des Baumes hinauf. Langsam erhob er seine Hand und strich z├Ąrtlich ├╝ber eine gro├če Wurzel, die neben ihm im blutbefleckten Grund verschwand.

Endlose Augenblicke blieb er still liegen und sah auf die V├Âgel, die Hummeln und Bienen, die F├╝chse, M├Ąuse und Dachse, er sah auf die Sonnenstrahlen, die Wolken, auf die raschelnden Bl├Ątter.

ÔÇ×Es ist eine GabeÔÇť seufzte er heiser, als seine Augen brachen.

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