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Leselupe.de > Kurzprosa
sie hat wirklich lange Beine
Eingestellt am 29. 06. 2005 15:01


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Billenstone Nati
Autorenanw├Ąrter
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Sie hat wirklich lange Beine

Es ist wundersch├Ânes Wetter. Du hattest ein nettes Essen. Du hieltst den Spaziergang danach. Du hattest das Eis im Cafe. Du sitzt in diesem Cafe und du langweilst dich. Parallel mit der Langeweile seid ihr auf der Suche. Ihr sucht einen Partner. Mit der ├╝bereinstimmenden Langeweile begibst du dich in die Beobachtung. Sie vereinbaren sich und kooperieren mit der Suche. Die Suche und die Beobachtung schlie├čen die Langeweile aus ihrem Kreis. Sie schlie├čen dich ein. Du wirst rebellisch. Du willst nicht suchen und nicht beobachten. Du willst gesucht werden. Du willst beobachtet werden. Du willst dich pr├Ąsentieren. Jemanden pr├Ąsentieren. Nicht irgendjemanden. Du willst nicht Pr├Ąsentation f├╝r jemanden sein. Du willst dich nicht darbieten und Interpretation irgendjemandes sein. Du willst einen bestimmten Jemanden. Du willst von ihm gefunden werden. Die Beobachtung nimmt die endeckungsfreudige Interpretation und sie verwerten die Blicke die dir entgegenstr├Âmen. Blicke eines Partners werden eingefangen. Sie werden eingefangen in ein Netz von Vereinbarungen. Es folgen kontrollierte Gespr├Ąche. Es gibt Fragen. ├ťber dieses und jenen. ├ťber diesen Bestimmten. Und das was er tut. Und das was er bisher tat. Noch ist es wie Karaoke vor dem Mikrofon, mit vorgegeben Text. Es ist dir scheinbar wichtig, was er davor tat. Vor dem was er jetzt tut. Auch wenn du selbst Nichts davor tatest, vor dem was du jetzt tust. Und davon selbst am meisten ├╝berzeugt bist, dass du es gut tust. Und du verlangst auch von anderen, dass sie es f├╝r gut halten. Aber speziell von diesem Jemanden. Er kann auf das du tust sehen und es gut hei├čen, obwohl er nicht wei├č, was du davor tatest.
Er sieht dich wachsen. Er sieht dich buchst├Ąblich wachsen. Es ist ein wundersch├Âner Tag. Ihr beschlie├čt zu ihm zu gehen. Du bist eine Frau mit langen Beinen. Du hast wirklich lange Beine. Sie h├Âren in einer Hose auf. Einer kurzen Hose. Einer so genannten, Hotpants. Dein Oberk├Ârper steckt in einem pfirsichfarbenen St├Âffchen. Dort wo die Beine aufh├Âren und die Hotpants anfangen, lugen zwei nicht mehr so wohlgeformte B├Ąckchen hervor. Er fand es nicht passend. Wo du doch nicht ann├Ąhernd das Alter einer Hotpantstr├Ągerin hast. Es gibt keine Gespr├Ąche mehr. Es gibt keine Fragen mehr. ├ťber dieses oder jenes. Einiges wird ihm klar. Du streust ihm Pfeffer in die Augen mit deinen Signalen. Du streust ihm Rosen auf den K├Ârper mit deinen Reizen. Deine Reize entz├╝nden ein Feuer in seinen Lenden. Er verteilt ein heftiges Feuer mit seinen H├Ąnden. Deine Blicke verschenken ein besonderes Licht. Aber du willst es wissen. Du stellst Altbew├Ąhrtes und Erprobtes, Experimentellem gegen├╝ber. Dann ist es in gewisser Weise ein schrumpfen, das du schon sp├╝rst. Sein Hochgef├╝hl, das gerade noch wuchs. Er konnte es nicht gut hei├čen. Das was du tust. Weil er ganz genau wei├č, was du davor tatest. Wie, du davor tatest. Es ist ein wunderbares Feuer. Aber er kann es nicht gut hei├čen. Einiges ist ihm klar geworden. Er kann auf das was jemand tut, sehen, und es nicht gut hei├čen, wenn er wei├č was du davor tatest. Wenn es dem was du davor tatest, nicht entsprach. Nicht der Bildung entsprach. Nicht der Gesellschaft. Der Gesetzm├Ą├čigkeit. Nicht der Konvention der Gesellschaft. Wenn es nicht an Me├člatten anliegt an Moral und Sitte. Wenn du Altbew├Ąhrtes und Erprobtes, Experimentellem gegen├╝berstellst.

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Henry Lehmann
Guest
Registriert: Not Yet

Ein sch├Ânes, sprachliches Experiment hast Du da gewagt, aber es ist Dir meiner Meinung nach nicht ganz gelungen.

Mit solchen Stakkato-S├Ątzen kann man gut Stimmung erzeugen. Der Stil passt auch gut zu der beschriebenen Situation. Nur - da muss jeder Satz sitzen, zum Gesamtbild betragen und es st├╝tzen. Es sind leider einige S├Ątze dabei, die bringen das Stimmungsbild ins wanken, einige lassen es komplett einst├╝rzen. Sie sind wirr, hinterlassen tausend Fragezeichen und zerst├Âren in mir die Akzeptanz f├╝r den Text.

Hier ein paar Beispiele:

quote:
Du hieltst den Spaziergang danach

quote:
Die Beobachtung nimmt die endeckungsfreudige Interpretation und sie verwerten die Blicke die dir entgegenstr├Âmen.

quote:
Er kann auf das was jemand tut, sehen, und es nicht gut hei├čen, wenn er wei├č was du davor tatest.


Wenn Du ein wenig feilst, kann es richtig gut werden.

LG Henry

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Billenstone Nati
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Oct 2004

Werke: 25
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sie hat wirklich lange Beine

lieber henry,

ich danke dir f├╝r deinen kommentar.
es war wahrlich interessant dieses experiment. werde noch daran feilen und diverse s├Ątze anpassen.

liebe gr├╝├če nati

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