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Leselupe.de > Kurzprosa
sine causa
Eingestellt am 25. 06. 2003 03:47


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pagenstecher
Hobbydichter
Registriert: Sep 2000

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die welt ist die bühne ich der held im regen im schnee im wintersturm treibt es mich durch die strassen düsseldorfs vorbei an kalten fassaden im zeitraffer entlang an den schienensträngen der strassenbahn unzählige irrende lichtpunkte buntheiten grelle blitze im rausch der beschleunigung der raserei des kalten rauschs unterschiedslose wahrnehmung A BUNDLE OF PERCEPTIONS and throughout my brain a sigh ich bin der torpedo die irre waffe ohne ziel ohne sinn ohne verstand KAUFHOF ALDI KÖ STEIGENBERGER DEUTSCHE BANK UND LANDESPARLAMENT ohne halt ohne rast ohne ruh bis ich zerschelle verbrenne verglühe irgendwo im kopf die vision von ruhe frieden eierkuchen gleite ich durch fleischstahlbetonmassen menschen hindernisse menschenfleisch auf vager spur wohin?
__________________
pag

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Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

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sine causa

Hallo pag,
der Anfang sagt mir zu, lyrisch, das Treiben, Getriebenwerden kommt gut in Rhythmus und Worten, ich könnte es mir auch so geschrieben vorstellen (gelesen wie hier ohne Punkt, ohne Komma, Fließtextversion)

die welt ist die bühne /
ich der held im regen /
in wintersturm schnee /
treibt es mich /
durch die strassen (düsseldorfs) /
vorbei an kalten /
fassaden im zeit- /
raffer(tempo) /
entlang an den schienen- /
strängen der strassenbahn ...

Aber irgendwann beginnt es mir, zu viel zu werden. Auch wenn es die geballte Wahrnehmung (bundle of perception) spiegelt.
Nicht nachzuvollziehen ist für mich, dass dies Lyrische Ich, eben noch ein "Getriebener", nun ein Torpedo, eine Waffe ist. Ohne Ziel. Warum eine Waffe? Wogegen gerichtet, von wem eingesetzt?? Und wieso haben Torpedos kein Ziel?!
Irgendwie geistert der Fliegende Holländer mit ("Wie ein Pfeil fliegt er hin, ohne Ziel, ohne Rast, ohne Ruh'! ... )
Und warum der Torpedo zerschellt, verbrennt verglüht? Dessen Ziel doch die gerichtete Zerstörung ist?
Dann wechselt die Perspektive zu den Vorstellungen des Ich. Eine Vision - Ruhe Frieden. Nun, diese Kluft zwischen Realität und Wunschvorstellung gilt es, so sieht es wohl das Gedicht, zu überwinden. Aber die Friede/Ruhe-Vision, nur einmal erwähnt, scheint eine schwache - und führt sich noch dazu durch das angehängte "Eierkuchen" (friede-freude-eierkuchen) selbst ad absurdum. Das wird wohl so gewollt sein, denn das Ich billigt sich selbst nur mal eben eine "vage spur" zu und fragt sich nach dem "wohin?" seines Lebens. Dazwischen noch eine seltsame Doppelung, "fleischstahlbetonmassen menschen hindernisse menschenfleisch".
Wenn da zwischen Einstieg und dem Kerngedanken des "wohin will ich?" - "wohin treibt es mich?" gestrafftere Aufzählung, Wahrnehmung stattfände, würde es mich eher ansprechen.
Jongleur

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