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Leselupe.de > Ungereimtes
singlehaushalt
Eingestellt am 03. 10. 2009 13:49


Autor
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Paul
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2000

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singlehaushalt

nun gut,
der teppich im flur liegt schief,
der wird demnach auch die wand in der unendlichkeit nicht ber├╝hren,
eher schon zu lebzeiten,
sagen wir kurz vor dem klo vielleicht ÔÇô

trotzdessen stacksen schnittblumen in vasen,
farbtupfer, you know und
diese hoffnungslose romantik,
die schlichtweg f├╝r die katz,
weil es keine sau k├╝mmert,
schon das wort:
TEELICHT! -

aber was soll┬┤s,
mich k├╝mmert das ebenso,
belangloser pollunder XL in etwa,
mit karos drauf... -

im bad hab ich immer ein frische zahnb├╝rste,
herz,
ich frag mich,
ob zahnb├╝rsten ein haltbarkeitsdatum haben und
ob die vom amt mir da irgendwann
scherenschnitte daf├╝r machen oder
ein strickmuster:
ÔÇ×aha, in ihrem haushalt leben zwei zahnb├╝rsten,
herr gesangsverein,
die sind nicht verzollt!
mitkommen und einbuchten,
schluss mit lustig!.ÔÇť


auf der mattscheibe ist staub,
trotzdem ich diesen bunten plastestaubwedel zuweilen schwinge,
eher aus ├Ąsthetischen gr├╝nden,
aber das ist geheim,
staub auf allen kan├Ąlen, nur
der schiefe teppich wird einmal w├Âchentlich wie
ein baby an der brust:
SAUGEN!

in der k├╝che wird grobe gesundheit geheuchelt,
frisches farbtupferobst und
die innereien des k├╝hlschranks zeugen von reife,
lachs und
milch, falls tarkowski mal vorbeikommt,
immer zwei eier zum fr├╝hst├╝ck,
eines f├╝r die zahnb├╝rste und
eines f├╝r den gesangsverein ÔÇô

ich lebe gerne hier,
unterm dach mit den tauben und
den himmeln nah,
dem blick in den hinterhof,
wo der herr k├╝nstler immer werkelt,
dem plastikraben im regal,
ÔÇ×kra kraÔÇť sag ich dann in die stille -

es herrscht stete einheit hier,
der teppich mit der schieflage und ich und
der staub,
von dem ich mich eines tages
kaum unterscheiden werde ÔÇô

bleibt am end die zweite zahnb├╝rste,
unbenutzt wie sie ist,
jungfr├Ąulich

und
wenn ich gl├╝ck hab,
dies gedicht.



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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Mensch Paul!

Das Gedicht ist der Wahnsinn und zwar der ganz allt├Ągliche Wahnsinn, wie ihn viele Menschen vollkommen unbemerkt von den anderen erleben.

So h├Ątte Bukowski geschrieben, h├Ątte er mal ausnahmsweise auf saufen, kotzen und ficken verzichtet.

Schlichtweg genial!

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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