Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92257
Momentan online:
393 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
sinnlos?!
Eingestellt am 20. 04. 2004 08:31


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Sonnenschein
Hobbydichter
Registriert: Apr 2004

Werke: 14
Kommentare: 10
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Sonnenschein eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

An einem verregnetem Sommertag lag Angelina, wie so oft, wenn es regnete, auf Ihrem Bett und lauschte den Regentropfen, die langsam auf das leicht ge├Âffnete Fenster prasselten. Sie musste an ihn denken, ihn, der immer f├╝r sie da war und nun meilenweit entfernt. Sie konnte Mark klar und deutlich vor Ihren Augen sehen und doch war es nur ein Gedanke. Eine Tr├Ąne lief ihr ├╝ber das leicht ger├Âtete Gesicht. Ihr Gesicht, das so voll Trauer und Sehnsucht nach ihm erf├╝llt war.
Warum m├╝ssen meine Eltern nur so stur sein? Warum nur mussten wir so weit voneinander getrennt werden? Fr├╝her, so dachte sie, trennten uns nur ein paar H├Ąuser, jetzt sind es schon fast Welten. Was ein Umzug doch alles bewirken kann. Sie schloss ihre Augen und stellte sich vor jetzt neben ihm zu liegen, seinen Atem auf ihrer Haut zu sp├╝ren und ihre H├Ąnde ├╝ber seinen K├Ârper gleiten zu lassen. Sie schenkte ihm ihre Gef├╝hle, die sie bis heute noch empfand, aber ihm gegen├╝ber nun nicht mehr zeigen konnte. Seit Tagen wusste sie nicht, ob sie ihn jemals wieder sehen w├╝rde. Ich werde sterben ohne ihn, w├Ąre er doch noch ein einziges mal hier, dachte sie. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb mit Tr├Ąnen durchtr├Ąnkten Augen einen Brief an ihn. „Warum m├╝ssen Eltern so grausam sein? Nur, weil ich einer anderen Religion angeh├Âre? Das, was wir bef├╝rchtet haben, ist nun geschehen und wirft mich um! Ich wei├č nicht, wie es weitergehen soll, kenne keinen Ausweg. Ich hoffe, du verstehst meine Entscheidung, mich von dieser Welt zu trennen.“
Doch sie zerriss den Brief und warf ihn weg. Oft dachte sie noch dar├╝ber nach, was er beim letzten Treffen zur ihr gesagt hatte. Er meinte, dass das Leben gemein sei, aber oft ein Sinn habe, was passiere. Trotz des schmerzlichen Ausdrucks in seinem Gesicht h├Ârte er sich erschreckend ernst an. So ernst, dass man glauben konnte er liebe sie nicht wirklich. Doch sie wusste, dass es seine Art war, damit fertig zu werden. Er war ein Teil von ihr und sie w├╝rde ihn nie versto├čen!
Drau├čen wurde es dunkel und dadurch, dass sie so viel geweint hatte, schlief sie schnell ein. Genau in jenem Moment aber war er ihr bereits nachgereist. Der n├Ąchste Tag schien f├╝r Angelina jedoch nicht besser als der vorige. Sie nahm den Brief wieder aus dem M├╝lleimer, klebte ihn zusammen, faltete ihn, steckte ihn in den Umschlag und lie├č ihn auf dem Schreibtisch liegen. Sp├Ąter kam Mark an und da das Fenster immer noch offen war, stieg er dort ein. Von ihr jedoch fehlte jede Spur.
Er lass den Brief und schaute auf das Fenster. Die Gardine flatterte im Wind.


__________________
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist f├╝r das Augen unscheinbar!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Alexander Rahm
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2004

Werke: 5
Kommentare: 71
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Alexander Rahm eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Asslig

Hallo Sonnenschein,

na das ist ja doch ein bisschen asslig, dass Dein "Tagebucheintrag" so schlecht bewertet wurde. Denn so schlecht ist der ja gar nicht. Im Gegenteil: Das ist wirklich gut, was Du da geschrieben hast. Sicherlich sind Beziehungsprobleme nicht neu, aber okay.
Warum ist es gut? Weil es sich sehr fl├╝ssig lesen l├Ąsst. Weil der Schmerz, den sie empfunden hat, r├╝berkommt.

Also, viel Spa├č beim Schreiben
Alexander
__________________
www.alexanderrahm.de

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!